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Sansui AU-D11

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Man schrieb das Jahr 1980 als die Marke Sansui versuchte ein völlig neues Verstärker-Konzept auf den Markt zu bringen. Bei diesem Konzept sollten im Leistungsverstärker die positiven und die negativen Signale getrennt verarbeitet werden. Hierzu ist es nötig sehr aufwändige Gegenkopplungs-Maßnahmen zu ergreifen. Die Endstufen sind mit insgesamt 52 Transistoren(!) bestückt. Das Ergebnis ist ein extrem fein auflösendes Klangbild, nebst einer beeindruckend impulsfesten Basswiedergabe. Dass Konzept war aber erst beim Nachfolger (AU-D11MKII) wirklich vollendet, denn der hatte konsequenterweise dann auch zwei völlig getrennte Endstufen pro Kanal(!), wobei die eine nur die positiven, die andere nur die negativen Signale verarbeitet. mehr lesen

Sony STR-6120

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Vor vier Wochen habe ich über einen Sony Receiver STR-6200 von 1970 berichtet. Wie der Zufall es will stand nun der Vorgänger dieses fantastischen Receivers auf meinem Tisch, nämlich der STR-6120. Die erste Baureihe von Spitzenklasse-Receivern wurde von Sony 1969 angeboten und zwar  mit den Modellen STR-6040, 6050, 6060 und eben dem großen STR-6120. Zu dieser Zeit hatte Sony noch  keine Niederlassung in Deutschland, der Vertrieb erfolgte noch über ELAC in Kiel, die wiederum ein ausgedehntes Vertreternetz in Deutschland unterhielten. In Berlin und München war der zuständige Vertreter die Firma Interberg Elektronik, manche werden sich vielleicht noch erinnern… mehr lesen

Onkyo TX-8500

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Ende 1975 kämpfte die Firma Onkyo um das Überleben dieser Marke. Man hatte in der Vergangenheit viel Geld in den Aufbau des weltweiten Vertriebs gesteckt und leider nicht viel Glück bei der Gestaltung der angebotenen Geräte bewiesen. Die Verstärker A-5, A-7 und A-10, nebst dem Tuner T-9 brachten zwar gewisse Achtungserfolge, jedoch nicht die benötigen Umsätze bzw. Gewinne, dazu waren die verkauften Stückzahlen zu gering. Der Anstoß kam von Alexander Kiesbauer, Chef des damaligen Deutschland-Vertriebs. Er sagte,die Zeit sei reif für hochwertige Receiver, am besten welchen mit Innovationen und vor allem mit hochwertigen Phonoeingängen. Dies hatte er von den Hifi-Händlern gehört, diese Anforderungen wurden auch von den bisherigen Modellen der Marke Onkyo nicht erfüllt. Also machte man sich in Osaka Gedanken und entwickelte innerhalb weniger Monate die Modelle TX-2500 und TX-4500. Sie hatten als Innovation eine Sensortaste, die durch bloßes Berühren funktionierte – ganz ohne Drücken oder Kippen. Der Tuning-Knopf war so ausgeführt und schaltete das bei Onkyo so genannte LOCK ein, in Europa hieß das immer AFC (Automatic Frequency Control). Die Innovation bestand darin, dass man durch das Berühren des Knopfes den LOCK abschaltete und durch Loslassen wieder einschaltete. Das führt dazu, dass man den Sender gefühlvoll einstellen kann und er erst dann „gelockt“ wird, wenn man mit dem Abstimmen fertig ist. Eigentlich ganz einfach und logisch – nur war noch keiner darauf gekommen. Der größere TX-4500 bekam sogar einen Quartz-Lock spendiert. Die Phonoteile  waren wirklich aufwändig und hielten die RIAA-Kennlinie sehr genau ein, das Rauschen war sehr gering. Und: in der Tat wurden diese beiden Receiver der Durchbruch und verkauften sich in kurzer Zeit in großen Mengen. Onkyo in Osaka schob daraufhin ein kleineres Modell (TX-1500) und zwei größere (TX-6500 und TX-8500) nach. Onkyo wurde in kürzester Zeit einer der ganz großen in der Hifi-Branche. Die Receiverreihe war so gefragt, dass bereits ein Jahr später Nachfolgemodelle als MKII nachproduziert werden mussten, die Stückzahlen wurden noch größer. Vom größten Modell dieser Receiverreihe  soll hier heute die Rede sein: vom (in Deutschland) sehr seltenen TX-8500. mehr lesen

Harman/Kardon Citation 16

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In dieser Woche stand eine Legende aus dem Jahr 1975 auf meinem Tisch, die Endstufe Citation 16 von Harman/Kardon aus den USA. Damals war Harman/Kardon noch US-amerikanisch, wechselte jedoch ein Jahr später nach Japan, als Syd Harman seine Firma verkaufte, weil er in die Politik ging. 1988 kaufte er seine Firma jedoch wieder zurück, er bekleidete kein politisches Amt mehr. mehr lesen