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Kenwood KA-9800 - wirklich selten!

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Eigentlich ist der KA-9800 ein „ganz normaler“ KA-8300 – mit Ausnahme der Frontplattenfarbe. Speziell für den so genannten Audio-Club wurden etliche Geräte von Kenwood in dieser bei den amerikanischen Soldaten sehr beliebten Frontplattenfarbe namens „gunmetal grey“ gefertigt. Die Audio-Clubs in den PX-Shops waren in den 1970er-Jahren wirklich wichtig für die Hifi-Hersteller: nirgendwo sonst saßen die Dollars so locker wie dort, denn die Geräte waren ja alle steuer- und zollfrei und daher extrem preiswert. Die meisten stationierten Soldaten hatten zudem extrem viel Zeit zum Musikhören – so wundert es kaum, dass gerade diese Zielgruppe von den Hifi-Herstellern gut im Auge behalten wurde. Die meisten gunmetal-grey-Modelle im Kenwood-Programm erhielten ähnliche Bezeichnungen, wie das silberne Stammmodell. Zunächst setzte man einfach ein „50“ ans Ende (z.B. KA-9150 statt KA-9100, übrigens der größere Bruder des KA-8300), bei Kassettendecks wurde schon mal der Zehner einfach verschoben (z.B. KX-1003 statt KX-1030, oder KX-1006 statt KX-1060),  später, als die Bezeichnungen dreistellig wurden, verdoppelte man gern die hintere Ziffer der Bezeichnung (z.B. KA-8011 statt KA-801 oder KA-9077 statt KA-907). Selbst manche Edelmodelle, wie zum Beispiel der Verstärker 600 wurde für den Audio Club als 650 in gunmetal grey gefertigt (über diesen berichte ich in Kürze, er steht schon hier und gehört demselben Sammler wie der KA-9800). Eines haben alle diese Modelle gemeinsam: sie sind im Übrigen völlig identisch mit den silbernen Brüdern, sämtliche Bauteile übrigens – bis auf die Frontplatte. Der KA-9800, zusammen mit dem dazu gehörenden Tuner KT-9800 (entspricht dem KT-8300) waren namenstechnisch eine Ausnahme, weshalb auch immer, das bleibt wohl ungeklärt. Eigentlich hätte der KA-9800 also KA-8350 heißen müssen… mehr lesen