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Sansui 771 - ein Receiver von 1974

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

Sansui war mit den Receivern Six, Seven und Eight recht erfolgreich, in Deutschland jedoch eher weniger, wegen der hohen Preise.  Also brachte Sansui 1974 eine neue Receiverbaureihe auf den Markt, die so genannte 3-Digit-Serie. Sie bestand aus den Modellen 221, 331, 441, 551, 661, 771 und 881. Diese waren deutlich preisgünstiger als deren Vorgänger, verkauften sich aber merkwürdigerweise auch nicht häufiger in Deutschland – anderswo schon. Aus welchem Grund auch immer war Sansui in Deutschland leider nie so erfolgreich, wie es dieser herausragenden Marke gebührt hätte. Die größeren (und deutlich besseren) Modelle 8080 und 9090 kamen übrigens ganz kurz darauf heraus, waren aber auch erheblich teurer. Die 3-Digit-Serie ist bis heute unter Sammlern beliebt und glücklicherweise noch halbwegs günstig zu bekommen. mehr lesen

Rotel RA-2020 - ein Verstärker von 1978

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1978 war Rotel ein wichtiger Hersteller am umkämpften Hifi-Markt. leider hatte man sich in den vorangegangenen Jahren durch niedrige Preise zwar gewisse Marktanteile erkämpft, leider jedoch nicht den gewünschten Ruf. Man galt, trotz der optisch extrem solide aufgemachten Geräte, eher als „Billig-Hersteller“. Diesem Image wollte man entgegen wirken und brachte 1978 die „Serie 2000“ auf den Markt, die deutlich höhere Ansprüche erfüllen sollte. Auch die später, preislich noch deutlich höher angesiedelte, nachgeschobene „Serie 5000“ sollte endgültig den Einzug in den „Hifi-Olymp“ bewerkstelligen – was jedoch letztlich mißlang. Erreicht wurde die gehobene Mittelklasse, leider nicht die Spitzenklassen, was hauptsächlich daran lag, dass Rotel nie eigene Produktionsstätten besaß, sondern stets auf Auftragsproduktionen zurück griff. Die Preisverhandlungen mit den Zulieferern werden wohl letzlich dafür verantwortlich sein, dass die verarbeiteten Bauteile bei Rotel nie den Qualitätsstandard der anderen, wirklichen Spitzenklasse-Hersteller erreichte. In der Spitzenklasse darf man einfach keine Kompromisse eingehen. Dafür waren Rotel-Geräte stets nie wirklich teuer. mehr lesen

Alte Hifi-Geräte und die VDE-Vorschriften

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Schon seit den 1990er Jahren ist jeder Betrieb, der elektrische Geräte bearbeitet, sei es als Reparatur oder zur Prüfung, verpflichtet, diese Geräte auf Ihre VDE-konforme Beschaffenheit hin zu prüfen. Diese Prüfung muss dann entweder auf der Rechnung oder als Prüfsiegel am Gerät (sieht dann so oder ähnlich aus wie das Titelbild) dokumentiert werden. Dazu sind Geräte erforderlich die u.a die Spannungsfreiheit des Gehäuses messen, aber auch die Prüfung der Netzzuleitung und der Netzstecker sind vorgeschrieben. Der Betrieb muss den Benutzern der Geräte bescheinigen, dass von diesen keine Gefahr für Leib und Leben ausgeht. Die entsprechenden Vorschriften dazu sind in den DIN VDE 0701-0702 festgelegt, wer sich darüber genau informieren möchte, dem sei der Band 62 im VDE-Verlag mit dem Titel „Prüfung elektrischer Geräte in der betrieblichen Praxis“ (ISBN 978-3-8007-3615-7) empfohlen. Dort steht alles was erlaubt ist. Um es vorwegzunehmen: längst nicht alle Vintage-Hifi-Geräte erfüllen die VDE-Vorschriften  und dürf(t)en daher nicht unverändert an die Benutzer heraus gegeben werden. Wir prüfen jedes Gerät auf die Einhaltung der Vorschriften und verändern es nötigenfalls entsprechend. Dies soll hier heute Thema sein. mehr lesen

Tuner und Verstärker von Akai aus dem Jahr 1978

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Die Marke AKAI war durch die Spulentonbandgeräte sehr bekannt geworden – einer der ganz großen Anbieter in diesem Bereich, weltweit und schon seit den 1960er Jahren. Im Lauf der Jahre kamen Kassettendecks, zunächst 8-Track-Geräte, später dann auch MC (Musik-Cassetten)-Geräte. Die ersten Verstärker, Receiver und Tuner kaufte man dazu (von Pioneer, wie an den bekannten Lautsprechersteckern zu erkennen ist), später begann man eigene Gerätelinien zu bauen. Nach und nach entwickelte sich die Firma AKAI zum Vollsortimenter, der auch Video-Geräte im Programm hatte und stets erfolgreicher wurde. Im Jahr 1978 umfasste der Katalog in Deutschland bereits 75 Seiten auf denen Hifi in allen Preislagen mit Tunern, Verstärkern, Receivern, Plattenspielern, natürlich Kassettendecks und Tonbandgeräten, sowie Lautsprecherboxen und auch Videogeräten angeboten wurde. Neben der Akai-Hauptniederlassung in Dreieich (vorher in Buchschlag) gab es noch weitere Niederlassungen in Hamburg, Düsseldorf und München, dazu noch Handelsvertreter in Berlin, Hannover und Bielefeld. Ein wirklich Großer in der Branche also. mehr lesen