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Kenwood Modell 600 und 600T - die Supreme-Geräte von 1976

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Nachdem 1972 einer der drei „Kenwood-Brüder“, nämlich Jiro Kasuga die Firma Kenwood verließ, um seine eigene Marke zu gründen (Kensonic Laboratories – Accuphase) ging bei Kenwood der wichtigste Entwicklungskopf verloren. Kenwood bevorzugte kleinere, einfachere Geräte um mehr Volumen im Verkauf zu erreichen. Jiro wollte hingegen höchstwertige Geräte bauen, dafür in erheblich kleineren Stückzahlen. Um den Anschluss an die anderen Qualitätsmarken nicht zu verlieren, entwarf Jiro Kasuga dann 1974 die Supreme 700er-Anlage für Kenwood, die bis heute stark beeindruckt. In den USA wurden damit sogar recht ansehnliche Stückzahlen (für diese Preisklasse) erreicht. Angetan von diesen Verkaufserfolgen schob man, mit Hilfe von Jiro Kasugas Entwicklungs-Unterstützung kleinere Supreme Modelle nach: die Vollverstärker Model 500 und 600 sowie den Tuner Model 650T. Von dem größeren der beiden Vollverstärker und dem Tuner ist hier heute die Rede.

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Mitsubishi LT-5V - ein Senkrechtplattenspieler

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Im Jahr 1980 brachte der Mitsubishi Konzern eine neue Idee auf den Markt – einen Plattenspieler der senkrecht arbeitet, dabei aber nicht den Anspruch auf hochwertige Schallplattenwiedergabe aus den Augen verliert. Dabei heraus kam der LT-5V – hier vorgestellt. Es handelt sich um einen Riementriebler, bei dem der Teller aber zweigeteilt ist. Einer arbeitet unter der Werkplatte – der andere sichtbar darüber. Beide Teller sind fest montiert und können nicht einfach abgenommen werden. Hier ist der innere Teller zu sehen.

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Onkyo CP-1057F - ein vollautomatischer Plattenspieler

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Die Marke ONKYO wurde bereits 1946 gegründet mit dem Namen Osaka Denki Onkyo, wobei das Wort Onkyo für „Elektroakustik“ steht und deswegen auch in anderen japanischen Firmennamen vorkommt, aber nichts mit der Marke Onkyo zu tun hat. Zunächst wurden dort Tonarme für Plattenspieler produziert, aber auch an neuen Wegen im Lautsprecherbau und an Tonabnehmern geforscht. Folgerichtig kam dieser Hersteller bald mit eigenen Plattenspielern und Lautsprecher-Chassis auf den Markt, die sich rasch einen sehr guten Ruf erwerben konnten. 1957 wurde der erste Kugellautsprecher verkauft (später von JVC und Grundig kopiert), 1960 sogar der erste Aktivlautsprecher mit MFB (Motional Feedback – später u.a. von Philips und Backes & Müller bekannter geworden) unter dem Namen MX-8P vermarktet und 1966 entwickelte man das erste Tisch-Stereo-System ST-55, wobei es sich um einen AM/FM-Receiver mit oben eingebautem Plattenspieler handelte. Bis dahin wurden nur „Konzertschränke“ bzw. „Musiktruhen“ angeboten oder Radios mit eingebauten Lautsprechern. Die ST-55 dürfte also der eigentliche Urahn unserer Komponenten-Hifi-Anlagen sein. 1972 wurde der deutsche Ableger in München eröffnet, der maßgeblich von dem charismatischen Alexander Wiesbauer geleitet wurde. Er sorgte dafür, dass die Marke Onkyo in Deutschland einen sehr guten Ruf erhielt. Leider verstarb er viel zu früh. Mittlerweile wurden die Mitbewerber TEAC und Pioneer (allerdings nur der Bereich Home-Hifi!) von Onkyo übernommen. Erstaunlich, dass sich ein so kleiner Hersteller so lange halten konnte und finanziell immer noch gesund ist. Onkyo hat welweit nur rund 4.500 Mitarbeiter und zählt daher eher zu den kleineren Betrieben.

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