Accuphase C-200 P-300

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Die beiden Accuphase von Peter stammen schon aus dem Jahr 1973. Es war die erste Tuner-Vorverstärker-Endverstärker-Kombination, die Accuphase anbot, welche aus T-100, C-200 und P-300 bestand. Damals sündhaft teuer, aber, wie man heute sehen kann, jeden Pfennig wert, denn durch die wirklich überragende Fertigungsqualität vergingen die letzten 38 Jahre beinahe spurlos an den Geräten. Alles funktioniert, es ist wenig Arbeit dran, von dem ausgelaufenen Riesenelko einmal abgesehen, aber das passiert bei allen Herstellern ab und zu…

Die Vor-/Endstufen-Kombination hat beieindruckende Leistungsdaten: 2 mal 200 Watt Sinus an 4 Ohm und 25 kg Gewicht, selbst der Vorverstärker bringt nochmals 14 kg auf die Waage.

Wie gesagt, es waren hauptsächlich Reinigungsarbeiten an den Geräten vorzunehmen, weil alles, aber auch wirklich alles, wie für die Ewigkeit gebaut ist – außer bei den Pioneer Exclusive, habe ich ähnliches noch nicht gesehen. Zusätzlich gab es aber noch drei Schwierigkeiten bei der Instandsetzung. Zum ersten hatte Peter die Gerät vor der Abholung durch Lennart noch etwas äußerlich reinigen wollen, so nach dem Motto, wenn man zum Arzt geht, duscht man ja auch vorher. Beim Abbau der vorderen Klappe der Endstufe passierte es ihm dann, dass es irgendwie nicht wieder zusammen wollte, wie es sein sollte. Die Klappe hatte keine Dämpfung mehr. Nun, das war das kleinste Problem der drei. Das nächste kam in Gestalt eines lädierten Potentiometers an der Endstufe (Eingangspegel). Der Knopf ging einfach nicht ab und kräftiger Zug am Knopf führte dazu, dass die Achse nach vorne heraus gezogen wurde.

[Bild: cHk23.jpg]

Das obere Potis sitzt an seinem Bestimmungsort, das untere, defekte ist bereits aus der Frontplatte demontiert. Man sieht dass die Achse etwa 3-4mm zu weit nach vorne heraus steht. Lennart hat es abgelötet, zerlegt, die Achse wieder korrekt montiert und alles wieder eingebaut – und es läuft genau so gut, wie schon die letzen 38 Jahre. Das war Lennarts erstes Poti, das er zerlegt hat, prima!
Nachdem er alle übrigen Arbeiten, wie Schalter und Potis reinigen, Netzbuchse erneuern (US-Version) erledigt hatte, entdeckte er das hier:

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Da gab es merkwürdige Flecken auf der Bodenplatte, die sich auch nicht entfernen ließen, denn da wo es hell ist, war bereits der schwarze Lack zerfressen. Er fragte mich, ob ich eine Idee hätte, woher das käme – und ich zeigt ihm dann, woher das kam.

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Das hier war der Übeltäter! Einer der beiden riesigen Siebelkos war nicht mehr dicht und hatte schon ganz ordentliche Mengen an seiner säurehaltigen Füllung verloren. Man kann die beiden „Ventile“ oben links erkennen, die nicht mehr geschlossen sind, zudem zeugen die Schmutzspuren am unteren Rand vom Malheur. Seine Kapazität betrug nur noch 5% von dem was aufgedruckt ist! Also mussten beide erneuert werden. Das überließ Lennart aber lieber mir. Daher der Tausch mit dem Marantz.

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Ein Blick von oben ins Gerät zeigt, dass hier der linke Elko ausgelaufen ist, der rechte hingegen völlig in Ordnung blieb. Das dunkle sind die Säurereste, die schon ein wenig am Material genagt hatten.

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So dasselbe nochmal, nachdem es, so gut es eben ging, gereinigt wurde.

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Hier haben nun die neuen Elkos Platz genommen, die etwas kleiner im Durchmesser sind und glücklicherweise schwarz, was viel stimmiger aussieht in diesem Gerät.

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Hier nun, nach komplettem Zusammenbau, eine Frontansicht mit geöffneter Klappe.

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Dito bei geschlossener Klappe.

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Hier paart sich gediegenste Fertigungsqualität mit feinstem Klang.

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Hier zusammen mit seinem Vorverstärker C-200 – ein göttliches Pärchen! Merke: Endstufe immer oben platzieren!

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Der C-200 ist genau so edel und extrem langlebig gefertigt, Schaut man sich bei ebay um, merkt man schnell, dass so etwas auch nur sehr wenig Wertverlust hat.

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Auch hier gibt es eine Klappe für seltener benötigte Bedienelemente.

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Ich würde so etwas nur in allergrößter Not wieder hergeben!

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Nochmal die Endstufe von hinten!

Peter – das ist ein wunderbare Kombination. Versuche noch den Tuner (T-100) dazu zu bekommen und das ist und bleibt eine Traumkombi!

Ein Kommentar für “Accuphase C-200 P-300

  1. Das ist wirklich eine sehr schöne Vor- End-Stufen Kombi. Ich weiß um die Qualitäten, da ich selbst eine der früheren Versionen habe, wo die C200 den zweiten Ausgang Mr als Mono zur Verfügung hat. Spätere C200 haben beide Ausgänge in Stereo. Vor kurzer Zeit habe ich mir eine nochmals erheblich bessere Endstufe zugelegt, eine P500L, die nicht nur mehr Leistung hat, sondern mit feinerer Auflösung und noch besserer Kanaltrennung aufwartet. Das Setreobild ist noch detaillierter und noch räumlicher, als es bei der P300 schon ist.
    Nun suche ich noch eine C280V, passend zur P500L.
    An der Endstufe betreibe ich die größten Elac Boxen, 250 4 pi, die mit knapp über 2 Ohm doch sehr niedrig in ihrer Impedanz sind, so daß mir die P500L sicherer erscheint. Die P300 hatte aber auch niemals Probleme gemacht, selbst wenn die Impedanz von 2 gleichzeitig angeschlossenen LS Paaren auf einiges unter 2 Ohm ging. Eigentlich hätte ich mir diesbezüglich keine Sorgen zu machen brauchen, aber auch optisch sagt mir die P500L mehr zu.

    Wenn jemand eine C280V hat, einfach anschreiben (f.crane@gmx.de), ich freue mich.
    Danach könnte ich mir vorstellen, meine C200 / P300 Kombi zu veräußern. Der Zustand ist wirklich noch hervorragend. Ich habe diese von dem Erben des Erstbesitzers, der aber leider keine Dokumente dazu mehr hatte.
    Der Tuner, den ich dazu bekam, war der T101, auch ein äußerst hervorragendes Gerät. Den habe ich aber bereits abgegeben.

    Was ich noch sehr gerne über die C200 und P300 wissen würde, wäre der damalige Neupreis von 1973 hier in Deutschland.

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