AIWA AD-1300

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Heute stelle ich hier mal ein Kassettendeck von 1976 vor. Nichts spektakuläres – aber in einem Zustand, das einem der Atem stockt! Das Ding sieht aus, als wäre es vorgestern vom Fließband gelaufen!!

Das AIWA AD-1300 stammt aus dem Jahr 1976, drei Jahre bevor man begann diese Marke in Deutschland zu vertreiben. Jedoch gab es in unserem Nachbarland Schweiz bereits schon vorher einen Importeur, die Firma Spitzer Elektronik, die sich auch um das Fabrikat AIWA bemühten und so waren die Eidgenossen auch schon zu dieser Zeit in der Lage Geräte dieser Marke zu kaufen. Das Kassettendeck ist in der damals üblichen Toplader-Bauweise gefertigt, etwas Besonderes ist die Rauchglasabdeckung, die man, wie bei einem Plattenspieler, bei Nichtbenutzung über das Bedienfeld klappen kann. Dadurch bleibt alles ziemlich staubfrei. Es ist mit nur einem Motor und zwei Tonköpfen ausgestattet, die Mechanik ist jedoch, wie damals allgemein üblich, von allerrobustester Qualität. Es kann Kassetten der Sorten Normal, Chrom und Ferrochrom bespielen, Reineisenkassetten (metal) gab es damals noch nicht.

Dieses Exemplar hier verbrachte die letzten 20 Jahre in einem Karton auf dem Dachboden. Beim Ausprobieren, ob es noch geht, fiel es leider, noch verkabelt herunter. Der Sturz auf den Biden konnte zum Glück noch verhindert werden, der harte Ruck an den Cinchkabeln leider nicht, was ein bis zwei Cinchbuchsen hinten an der Rückseite das Leben kostete – sie brachen mittendurch. Zudem wurde bei dieser Geegenheit festgestellt, dass es keinerlei Lauffunktionen mehr gab. Letzteres lag an den Gummiriemen, die nur mehr in schmierigen Einzelteilen im Inneren herum lagen. Also wurden alle diese Teile (alle Riemen und Cinchbuchsen) erneuert, dann gab es nur noch einige Reinigungs- und Einstellarbeiten und dann funktionierte dieses NOS (= new old stock, also: alt aber neuwertig) -Gerät wieder so, wie es ausieht und mich hat dieser Zustand völlig begeistert.

[Bild: ohz6f.jpg]

Normalerweise fotografiere ich keine Bodenplatten, aber hier kann man einfach mal ahnen, in welchem Zustand dieses 36 Jahre alte Gerät ist.

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Hier ist das Chassis schon ausgebaut – das war das Schöne an den alten Geräten – die waren sooo servicefreundlich!

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Hier das Laufwerk aus der Nähe, alle Riemen sind bereits erneuert.

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Die Tonköpfe: so einen hochwertigen Ferrittonkopf hätte ich in einem solchen Toplader nicht erwartet.

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Das Laufwerk von unten, man beachte die Endabschaltung unten links im Bild – habe ich so noch nie gesehen!

[Bild: asw7o.jpg]

Nun ist das Chassis bereits wieder in das Gehäuse eingebaut.

[Bild: LGZkv.jpg]

Ein Blick von aussen bei geschlossener Haube.

[Bild: K0AEI.jpg]

Hier ist sie geöffnet.

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Das Laufwerk aus der Nähe.

[Bild: Q1LjC.jpg]

Diese drei orangen Leuchtpunkte dokumentieren den Bandlauf, funktioniert mit einer Glühlampe und einer orangen Drehscheibe mit drei Ausschnitten – genial einfach und sieht wundervoll aus.

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Beleuchtete VU-Meter.

[Bild: zh7DA.jpg]

Vier große Schiebepotentiometer.

[Bild: 9rvFK.jpg]

Hier nochmal eine Gesamtansicht mit geöffneter Haube.

[Bild: yovRO.jpg]

Und hier die Rückseite mit den neuen Cinchbuchsen.

Ein unglaublich gut erhaltenes Gerät, könnte direkt in jedem Museum Platz nehmen. Meinen Glückwunsch, Thomas!

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