AIWA Excelia XK-009

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Heute wieder mal etwas seltenes: ein Excelia XK-009, ein Spitzen-Kassettendeck von 1988 aus dem Hause AIWA. Es ist mit Dolby B und C, sowie dbx ausgestattet, hat einen Einmessgenerator zur manuellen Einmessung beliebiger Kassetten und ein extrem aussergewöhnliches Drei-Motoren-Laufwerk. Es hat seinerzeit ein Schweinegeld gekostet, ich meine mich an rund 2.000 DM zu erinnern.
Excelia sollte die Luxuslinie von AIWA werden, so wie z.B. Aurex bei Toshiba oder Optonica bei Sharp. Nach einigen, wenigen Geräten war aber wieder bereits Schluss damit.

Zunächst einmal das wirklich einzigartige 3-Motoren-Laufwerk:

[Bild: Pk5Ef.jpg]

Rechts ein Capstan-Motor für den Tonwellenantrieb, natürlich mit zwei Schwungmassen. Oben in der Mitte der Wickelmotor für Vor- und Rücklauf – soweit normal. Links gibt es nun aber nochmal einen Wickelmotor, der hier Play-Motor heißt und über einen zusätzlichen Bandteller ohne Wickeldorn einen Riemen antreibt, der auf dem rechten Bandteller mündet und dadurch das überschüssige Band bei Play aufwickelt. Das ist einmalig – habe ich bisher noch niemals so gesehen. Eben dieser Riemen musste erneuert werden – dazu musste ich das ganze Laufwerk auseinander bauen.

[Bild: kie4z.jpg]

Die drei Motoren aus der Nähe. Wickel und Play-Motor sind identisch, auch die Kupplung und das Zwischenrad sind exakt gleich.

[Bild: YTdc3.jpg]

Diesen dicken Kondensator (3300µF) habe ich auf den Hubmagneten gelötet, damit dieser nicht so laut „Klack“ macht, wenn man das Kassettenfach schließt, denn dieser Hubmagnet klemmt die Kassette im Fach fest, so das die sich kein bisschen mehr rühren kann. Das soll zu einem besseren Spurverhalten führen. Der Trick mit dem Kondensator ist allgemein auf alle Hubmagneten anwendbar – sie schalten dann seidenweich und leise.

[Bild: LvFi8.jpg]

Hier das Display in der normalen Stellung beim Aufnehmen oder Wiedergeben.

[Bild: Mpaoi.jpg]

So sieht es aus, wenn man eine Kasstte einmisst: oben die Vormagnetisierung (Höhen) unten der Pegel.

[Bild: RYLY8.jpg]

Die Gesamtansicht mit den dicken Holzwangen.

[Bild: WluCo.jpg]

Das Kassettenfach mit der Anpreßmechanik.

[Bild: V1vPA.jpg]

Hier nochmal diese Mechanik aus nächster Nähe, oben der Schriftzug der Edelmarke Excelia.

[Bild: XeP5C.jpg]

Ein Blick in das Kassettenfach mit der hochwertigen Drei-Kopf-Bestückung, der Frequenzgang ist von 20 bis 22.000 Hz angegeben.

[Bild: BFP8P.jpg]

Das Gerät hat, nur um extrem hochwertig zu wirken, zwei Netztrafos, die hinten an der Rückwand montiert sind. Lustig: einer wird als Transformator für das Digtalteil angegeben – in einem Kassettenteil gibt es aber kein Digitalteil! Des Rätsels Lösung: doe Trafos waren auch im großen CD-Player verbaut und dort stimmte der Verwendungszweck.

[Bild: UdgWM.jpg]

Hier nochmal die Rückseiten-Ansicht, rechts die beiden Trafos.

Erstaunlich war für mich der Zustand des gesamten Gerätes: nahezu neuwertig präsentiert sich das Gerät – auch innen!
Selten ist er auf alle Fälle.

3 Kommentare für “AIWA Excelia XK-009

  1. Hallo!

    Ich habe das gleiche Band und wollen auch einen Kondensator für die Spule zu verwenden, was soll ich nehmen (art) und wie viele Volt muss es sein? Grüße G Spijkerboer

  2. Hello,

    thanks for your interesting story: informative and illustrated. I’ve got the same deck, but its Japanese, 100V version. I liked the way you solved the problem with a loud clap of the cassette compartment door with soldered capacitor. I’d like to do the same.
    Could you please provide bit more info about it? Is the capacitor electrolytic? What’s its voltage?

    Best regards,
    Dmitry

    The electrolytic capacitor must have a bigger voltage, than the voltage at the plunger – 25V or more are o.k. Before installing look for the polarization!
    best regards Armin

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