AKAI AM-U61

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Heute hatte ich einen schönen Verstärker der Marke der Marke Akai von 1983 auf meinem Tisch. Diese wurden seinerzeit meist als Gesamtanlagen mit dazu passendem Tuner, Kassettendeck und Plattenspieler verkauft. Daher findet man zu diesen Geräten leider auch im Netz sehr wenig.
Auf Lulabu’s Seite „wegavison.pytalhost.com“ findet man aber den 1983er Katalog mit diesen Daten: 2 mal 130 Watt sinus an 4 Ohm und ein Gewicht von 12 kg. Er soll damals rund 1.200,- DM gekostet haben. Er war der größte Verstärker dieser Baureihe, seine kleineren Brüder hießen AM-U41, 31, 21 und 11. Es tauchen auch Varianten als U210 oder U110 auf.

Zunächst einen Blick in das geöffnete Gerät. Der Kühlkörper oben im Bild ist eine, damals sehr moderne und verbreitete, „heatpipe“, die einen geschlossenen mit Flüssigkeit gefüllten Kühlkreislauf besitzt, der die Wärme rasch zu den Kühlrippen transportiert. Bei Leistungsmessungen am Lastwiderstand (also Ruhe im Raum, obwohl der Verstärker volle Leistung liefert) hört man deutlich das Gurgeln der heatpipe.

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Die Endstufe besteht aus zwei Sanyo-Hybridendstufen Modell STK1080II, hier groß im Bild. Dabei sind die Treiber und die Endtransistoren in einem großen IC-Gehäuse eingebaut. Der Vorteil ist eine eingebaute automatische Ruhestrom- und Temperaturregelung, Nachteil ist die heutige, teilweise schwierige Beschaffung mancher Hybride.

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Von aussen sieht der Verstärker vornehm zurückhaltend aus, relativ flach gehalten und ganz in silber.

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An der Front dominiert der riesige Flachbahnsteller für die Lautstärke (Mitte). Links der beleuchtete Netzschalter, daneben die Wahlschalter für die Lautsprechergruppen und der (LINE STRAIGHT) Schalter zur Überbrückung der Klangverstellung – also völlig lineare Wiedergabe. Rechts noch der Eingangswahlschalter.

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Unter einer Aluminium-Klappe finden sich dann die seltener benutzten Bedienelemente, wie Klangsteller, REC-Out-Selector und Phono-Impedanz-Umschalter (auch für Phono MC geeignet).

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Hier noch die LED-Anzeige für den gerade gewählten Ausgang für die Bandaufnahme.

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Da sämtliche Anzeigen an diesem Verstärker in roten oder grünen Leuchtdioden ausgeführt sind, lediglich der Netzschalter und der Line Straight-Schalter mit blau eingefärbten Lampen beleuchtet sind, habe ich mir die Freiheit genommen, die beiden Lampen, da sie ohnehin durchgebrannt waren, gegen warmweisse LED’s auszutauschen, welche ich mit blauen Gummihütchen überzogen habe. Die Anzeige hat den Original-Farbton, ist jedoch deutlich intensiver.

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Hinten wurden auf Wunsch des Besitzers die Lautsprecherklemmen gegen Polklemmen ausgetauscht. Dies, wie bei uns immer üblich, ist beschädigungsfrei und daher reversibel – mindert also nicht den Sammlerwert.

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Rund um die Klemmen wurde eine stabile, klarsichtige Folie montiert (rückstandslos entfernbar) um Kurzschlüsse eventuell eingeklemmter Leitungen gegen die Rückwand (Masse) zu vermeiden.

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Unser Kunde bekommt das ausgebaute Lautsprecherterminal stets ausgehändigt, zum Aufheben, damit man es, falls gewünscht wieder rückbauen kann.

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Ein wirklich hübscher und ordentlich klingender Verstärker, der leider nur allzu selten auftaucht.

7 Kommentare für “AKAI AM-U61

  1. Toller Bericht über ein jetzt noch schöner aussehendes Gerät.
    Mit den neuen Lampen wurde mein AKAI AM-U61 nochmals aufgewertet.
    Hatte gleichzeitig noch einen Kennwood 4010 bei good-old-hifi in „Pflege“. Klingt und sieht wieder aus wie fabrikneu.
    Super Arbeit!!! Danke nochmal

  2. Ist ein toller Verstärker, den ich per Zufall auch kürzlich aus der Amateuerbucht gefischt habe.

    Er hat einen ordentlichen Klang und ein etwas außergewöhnliches Design.

  3. Nikolaus König|

    Habe mir vor ein paar Tagen meinen Jugendtraum verwirklicht und einen im 1A Zustand befindlichen Akai AM-U61 erstanden. Endlich ist mein Akai GX-F71 Tapedeck, das ich 1983 neu gekauft habe Standesgemäß vereint. Alles braucht eben seine Zeit.
    Die Powerbeleuchtung mit LED ist eine gute Idee. Werde alle meine Akai Geräte umrüsten.

  4. Johann Leinberger|

    STK 1080 Verstärker Endstufe und nicht STK 080!!!
    für AM-U61 – habe mir leider die falschen besorgt nach dieser
    Meldung – nun sitz ich auf den Teilen und weiß wieder nicht wo´s die richtigen gibt. Weiß jemand Bescheid?

  5. Hallo Armin,

    super dass Du den AKAI AM-U61 vorgestellt hast. Habe vor einiger Zeit angefangen AKAI Geräte zu sammeln, die waren in meiner Jungend ein Traum aber auch unerschwinglich.
    Nun hatte ich das Glück einen AM-U61 zu ergattern, doch leider gibt er keinen Ton von sich…
    Hast Du vielleicht einen Tipp für mich, woran das liegen könnte?
    Das Relais höre ich nicht „klicken“…

    Vielen Dank und Grüße vom „AKAI-Fan“

  6. Lieber Andreas,

    auch das ist eigentlich kein Kommentar, sondern eine Frage, die besser per email gestellt worden wäre.

    Um sagen zu können, warum der AM-U61 nicht den Ton zuschaltet, müsste man schon ein wenig drin herummessen. Entweder ist eine Endstufe platt oder die Schutzschaltung selbst hat einen Fehler – ist beides möglich.

    Beste Grüße
    Armin

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