AKAI GX-95MK2

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Auf meinem Tisch hatte ich zur gleichen Zeit einen AKAI GX-95MK2 von 1991 – also einer letzen guten Kassettendecks, bevor alles zur Plastikbilligmachart verkam. Er wiegt satte 10,2kg, war fernbedienbar und hatte neben einer manuellen Einmessmöglichkeit natürlich drei (Akai-übliche verglaste) Tonköpfe und ein solides 3-Motoren-Laufwerk. Sogar die Klappe wird per Motor geöffnet und geschlossen. Es kostete damals stolze 1.300,- DM.

Defekt war hier so einiges, äußerlich merkte man nur, dass die Klappe nicht ganz schloss, man musste mit dem Finger leicht nachhelfen.
Die Ursache dafür war schnell gefunden und für viele vermutlich ein Grund es als Totalschaden zu betrachten. Man könnte auch eine neu Kassettentür aus einem Opfergerät ausbauen. Mir ging es aber um eine dauerhaft und nachvollziehbare Reparatur. Die Stifte an der Kassettenfachklappe, die der seitlichen Führung dienen waren abgebrochen, offenbar weil das mal ein neugieriger oder ungeduldiger Zeitgenosse an der Klappe mit den Fingern stark gezogen hat. Vielleicht hatte es auch Bandsalat gegeben und die Tür wollte nicht mehr öffnen – wer weiß?

[Bild: 6ATer.jpg]

Hier die ausgebaute Klappe mit dem abgebrochenen Kunststoff-Stift.

[Bild: vQliW.jpg]

Ich habe ein 2,8mm Loch in den Kunststoff gebohrt und dann eine schwarze 3mm-Gewindeschraube hineingedreht. Zum Schluss habe ich den Kopf der Schraube abgesägt und mit der Feile geglättet. Der Schraubenstumpf wurde mit einem Tröpfchen Cyanidkleber gesichert.

[Bild: hmegk.jpg]

Hier kann man den Ersatzstift im Einsatz sehen, er führt die Tür und sorgt am Ende für korrekte Schließung.

[Bild: w7kpW.jpg]

Das hier ist das Zwischenrad, welches die Bandteller antreibt und sich im Laufe der Jahre abnutzt. Unten liegt das Zwischenrad, das ich bereits mit einem neuen Gummi versehen habe, obenauf liegt das alte, verschlissene Gummi. Man beachte die unterschiedlichen Durchmesser.

[Bild: ENc1M.jpg]

Nachdem auch der Antrieb für die Kopf-Hebe/Senk und Türöffnungs-Mechanik erneuert war, lief wieder alles absolut neuwertig. Hier kann man das Gerät im Ganzen sehen.

[Bild: YMSq4.jpg]

Die klassisch gestaltete Front lässt dieses Gerät, trotz seines späten Erscheinens, durchaus als Klassiker gelten.

[Bild: wC3sG.jpg]

Hinter der Kassettenfachklappe gibt es noch eine Anpressplatte, die die Kassette exakt in Positur hält.

[Bild: QMRHN.jpg]

Mit Hilfe der CAL-Potis, können alle Kassetten, mit Hilfe des eingebauten Oszillators, eingemessen werden. In der Mittelstellung ist das Gerät auf TDK SA eingemessen.

[Bild: obXLm.jpg]

Die obligatorische Rückansicht. Der Besitzer kann sich freuen, er hat nun eine deutschsprachige Bedienungsanleitung und eine Fernbedienung dazu erhalten. Beides war von dem Opfergerät noch übrig!

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