AKAI GXC-570D

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Und noch ein Kassettendeck – und was für eins: 13,5kg, Baujahr 1975, drei Motoren, die Wickelmotoren mit Direktantrieb, drei Köpfe in Glassferrite, Doppelcapstan-Antrieb und eine Mechanik, die die Solidität des Felsens von Gibraltar hat – aber verbaut die Mechanik!

Mancher ahnt es schon, Glassferrite – das kann ja nur ein AKAI sein – rischtisch, der GXC-570D – ein Wahnsinnsteil!

Schaut mal hier: Vintageknob AKAI GXC-570D

Der stolze Besitzer dieses wirklich sehr gut erhaltenen Exemplars hatte selbst versucht, den festsitzenden Arm der linken Andruckrolle auszubauen, hatte aber wohl nicht das richtige Werkzeug dafür. Dann barch er diesen Versuch ab und sandte das teilzerlegte Gerät zu uns. Um den Arm wieder gängig zu bekommen, muss man den Arm ausbauen. Dazu müssen vorher aber die A/W-Kopfeinheit, der Löschkopf und die Gummiandruckrolle heraus. Hat man das alles erledigt, und den festsitzenden Arm durch Erwärmung von der Achse abgelöst, ergibt sich dieses Bild hier:

[Bild: AKAI_GXC_570_D_01_78609_Tuningen.jpg]

Wenn dann alles wieder an seinem Platz sitzt, sieht das so aus:

[Bild: AKAI_GXC_570_D_02_78609_Tuningen.jpg]

Alle eingestellten Schrauben wurden mit rotem Lack gesichert, die Gummiandruckrollen sind neu (von blackreel auf ebay). Ebenso nun die Riemen.

Danach bekam die Maschine einen neuen Abgleich und klingt wieder so, wie das niemand erwartet, denn sie sit schon mit dem Dragon von Nakamichi verglichen worden, obschon der erst 7 Jahre später auf den Markt kam und locker das dreifache gekostet hat. Wenn ich zwischen den beiden wählen müsste, wüsste ich genau, dass nachher jemand anders einen Dragon bekäme…

[Bild: AKAI_GXC_570_D_03_78609_Tuningen.jpg]

Das ist die komplette Kopfeinheit im Kassettenfach.

[Bild: AKAI_GXC_570_D_04_78609_Tuningen.jpg]

Der gigantische Capstan-Motor hinten im Gerät.

[Bild: AKAI_GXC_570_D_07_78609_Tuningen.jpg]

Der treibt zwei knapp 8cm große Schwungmassen an – das sieht aus wie in einer kleinen Spulenbandmaschine!

[Bild: AKAI_GXC_570_D_05_78609_Tuningen.jpg]

Ein Blick in das Netzteil, dass auch einen kleinen Receiver antreiben könnte.

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Der Blick auf das Gerät ohne Frontplatte, ein Trumm von Kassettendeck, das wohl hundert Jahre alt werden wird und dann immer noch perfekt funktionieren wird – ich bin ziemlich sicher.

[Bild: AKAI_GXC_570_D_08_78609_Tuningen.jpg]

Dieser fingerdicke Messingzylinder zum Beispiel sorgt für das langsame gedämpfte Öffnen der Fachklappe – nicht so ein Kunststoffteil, wie man das sonst kennt.

[Bild: AKAI_GXC_570_D_09_78609_Tuningen.jpg]

Endlich der Blick auf das komplette Gerät, welches auch noch in einem Holzgehäuse steckt (leider nur foliert).

[Bild: AKAI_GXC_570_D_010_78609_Tuningen.jpg]

Die Front im Ganzen, seltener benötigte Bedienlemente verbergen sich oben hinter einer Rauchglasklappe, die elektromotorisch fast lautlos und wie von Geisterhand öffnet und schließt, nach einem bloßen Druck auf die Taste „door“. Herrlich!

[Bild: AKAI_GXC_570_D_012_78609_Tuningen.jpg]

[Bild: AKAI_GXC_570_D_011_78609_Tuningen.jpg]

Große, beleuchtete Zappelmeter, die man auch noch von VU- auf Peak-Anzeige umschalten kann – was will man mehr?

[Bild: AKAI_GXC_570_D_013_78609_Tuningen.jpg]

Die Laufwerktasten sind alle dezent beleuchtet und funktionieren ohne Mechanik als Sensortasten ohne jeden nötigen Druck, sind aber rund 2,5 mal 2,5 cm groß, also größer als die meisten Fingekuppen – Fehlbedienung ist daher beinahe ausgeschlossen.

[Bild: AKAI_GXC_570_D_014_78609_Tuningen.jpg]

Abschließend noch der Blick von hinten – das Holzgehäuse erinnert ebenfalls stark an die Bandmaschinen aus dem gleichen Hause.

Ein ultrasolides Deck mit herausragenden Eigenschaften und echten Langzeitqualitäten – so liebe ich das. Ich bin wirklich tief beeindruckt!!

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