Autor Archiv: Armin Kahn

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Technics SE-A5000 - eine Endstufe von 1990, die es nur in Japan gab

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Im Jahr 1990 war die große Zeit der Hifi-Branche eigentlich bereits vorbei, die Kunden kauften mehr und mehr kleine Anlagen, die nur noch ein Netzteil im Verstärker hatten und per Buskabel mit den übrigen Komponenten verbunden werden mussten. Somit funktionierte kein Gerät mehr autark und wurden demzufolge auch nur als „Paket“ inklusive der Lautsprecherboxen verkauft. Auch die Komplettanlagen „alles in einem Gehäuse“ setzten sich mehr und mehr durch, vor allem weil sie billig waren. Allerdings setzten einige Hersteller zusätzlich auch noch auf hochwertiges Hifi. Technics zum Beispiel mit dieser Endstufe, die ich heute vorstelle. Dazu passend gab es natürlich auch einen Vorverstärker namens SU-C5000 (gehört demselben Besitzer und war auch schon mal bei uns zur Überholung). Diese Endstufe schaffte es jedoch nicht in den Export (mangels Nachfrage), so dass man nur an 100V-Exemplare heran kommen kann. Diese kostete in Japan seinerzeit umgerechnet um die 3.000 DM (300.000 Yen), der Vorverstärker nochmals rund 2.000 DM (200.000 Yen). mehr lesen

Kenwood KA-5002 - ein überraschend guter Verstärker von 1971

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Im Jahr 1971 war Kenwood noch ziemlich neu auf dem deutschen Markt, der Vertrieb wurde von einem Büro in Frankfurt/Main unter dem Namen Trio-Kenwood erledigt. Erst 1973 wurde die Kenwood Deutschland GmbH mit Sitz in Heusenstamm gegründet. Nur ganz wenige, handverlesene Händler durften Kenwood verkaufen – in meiner Heimatstadt Berlin gab es nur die Elektrohandels Steinfurt und Schneider am Fehrbelliner Platz, die Kenwood führte. Der Hifi-Spzialist bei diesem Händler, allgemein nur kurz EHG genannt, war einige Jahre später der Kenwood-Außendienstverkäufer der den Vertrieb an den Fachhandel besorgte. mehr lesen

Yamaha CX-1000 - Vorverstärker von 1988

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Zu dieser Zeit verblasste leider bereits die große Ära der Hifi-Geräte, aber einige Hersteller behielten sehr umfangreiche Programme bei und boten von Einsteigergeräten bis hin zum High-End-Gerät alles an – so auch Yamaha. Während alteingesessene Hersteller bereits auf Kompaktanlagen oder sogenannte Jacket-Modelle (Midi-Formate mit Buskabeln an der Rückseite) umgestellt hatte, bot Yamaha weiterhin auch hochwertigste Einzelkomponenten an, die preislich doch in den allerhöchsten Gefilden angesiedelt waren. mehr lesen

Sony TA-F7 - ein V-FET-Vollverstärker

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Blättert man im Sony-Hifi-Katalog von 1978 kommt man ins Schwärmen – so viele tolle Geräte finden sich darin. Die am besten klingenden Modelle waren (und sind es noch bis heute) die V-FET-Geräte, die beinahe jeden Hörer einfach in ihren Bann schlagen und faszinieren. So auch der hier vorgestellte TA-F7, der dem Vorverstärker TA-E7 wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt. Bis auf den MC-Vorvorverstärker und die Phono-Kapazitäts-Anpassung sind beide auch völlig identisch – wobei dem Vorverstärker natürlich das dicke Netzteil und die Endstufen fehlen. Diese sind in der TA-N7 verbaut, die jedoch mehr Leistung hat als der TA-F7. Der Vollverstärker der gehobenen Klasse (ab 1980 dann immer ES bzw. Esprit genannt) hebt sich von den kleineren TA-5650 und TA-8650 durch erweiterte Austattung und bessere Verarbeitung ab. Bei den konventionellen Verstärkern (mit bipolaren Transistoren in der Endstufe) war dies der TA-3650 udn als gehobenes Modell der TA-F6. Es gab von beiden auch eine schwarze Version mit einem B am Ende der Typenbezeichnung. Dieses Modell TA-F7 ist bis heute noch stark gefargt und gesucht. Ein bekannter Anbieter von Vinatge-Hifi-Geräten (audioscope) bietet zur Zeit einen solchen Verstärker für sagenhafte 4.290,- Euro an – ganz schön ambitioniert und teurer als Accuphase Vollverstärker. mehr lesen

Marantz 3250B - Vorverstärker von 1978

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In der letzten Woche habe ich hier die Endstufe 300DC von 1977 vorgestellt, heute stelle ich den Vorverstärker 3250B von 1978 vor. Die beiden arbeiten bei Ihrem heutigen Besitzer zusammen und wurde bei uns gemeinsam überholt. Der 3250B ist die Variante mit eingebautem MC-Vorvorverstärker, wogegen der 3250 (ohne B) diesen nicht hat, ansonsten aber baugleich ist. Zu diesem Vorverstärker gehört eigentlich die kleinere Endstufe 170DC, so wie zur größeren 300DC eigentlich der größere Vorverstärker 3650 gehört. Nichtsdestotrotz kann man das ohen Weiteres auch so kombinieren, da spricht überhaupt nichts dagegen. mehr lesen

Marantz 300DC - eine potente Endstufe von 1977

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1976 wechselte der Vertrieb für Deutschland von Produkten der Marke Marantz, hergestellt von Standard Radio Corporation in Japan. Die renommierte Vertriebsfirma Bolex in München wurde kurzerhand gekündigt, statt dessen eröffnete man einen eigenen Vertrieb in Sprendlingen bei Frankfurt. Diese Firma bekam den Namen Superscope Vertriebs GmbH. Keine Geschichte einer Hifi-Marke ist verworrener als die der Marke Marantz, die bereits 1964 von seinem Gründer Saul Marantz verkauft wurde. In diesem Jahr des Vertriebswechsels hatte man große (Umsatz-)Ziele, diese versuchte man mit einer riesigen Erweiterung des Sortiments zu erreichen. So kamen im Jahr 1977 Vor- und Endverstärker, Kassettendecks und Plattenspieler ins Programm, selbst Lautsprecher fehlten nicht. Einer dieser neuen Geräte war eine Endstufe namens 300DC, die man in Deutschland für 1.998,- DM anbot. Dafür wurden 2 mal 152 Watt sinus an 8 Ohm geboten (nach der strengen IHF-Norm bei einem Klirr von max. 0,015%), nach DIN waren es sogar 2 mal 260 Watt an 4 Ohm. Somit waren die 2.000 DM für die 20kg schwere Endstufe ein echter Kampfpreis und der Erfolg blieb dann auch nicht aus. Sogar beleuchtete Power-Meter waren in dieser Endstufe vorhanden. mehr lesen

Kenwood Super Eleven - ein Riesenreceiver von 1980

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Viele Geräte von Kenwood tauchen in den Prospekten der jeweiligen Jahrgänge nicht auf. Sie wurden regulär nicht verkauft oder angeboten. Manche Geräte, so wie der hier vorgestellte Receiver Super Eleven wurde in erster Linie für die Audio Clubs der amerikanischen und britischen Streitkräfte hergestellt. Die Umsätze in den beiden Orhganisationen AAFES (Army and Air-Force Exchange Services) der Anerikaner und NAAFI (Navy, Army and Air Force Institutes) der Briten waren enorm hoch. Beide Organisationen dürfen keine Gewinne machen, zudem wird steuer- und zollfrei an Militärangehörige verkauft. Dadurch ergaben sich Preise für die in den PX (Post Exchange)-Shops verkauften Geräte, die einem privaten Hifi-Liebhaber nur die Kinnlade herabsinken ließ. Der hier gezeigte Receiver mit immerhin 2 mal 140 Watt sinus Ausgangsleistung und einer überragenden Ausstattung kostete 1980 im PX-Shop lächerliche 598,- $ (bei einem Kurs von etwa 2 DM damals). Ein ähnlich großes Gerät kostete in Deutschland im Laden etwa 3.500,- DM. Häufig verkauften die Soldaten die meist riesigen Geräte vor ihrer Rückkehr in die Heimat an Deutsche, die die Geräte gerne kauften, weil sie so preiswert waren, wobei die Soldaten kaum Verluste zu beklagen hatten. So ein Super Eleven wechselte meistens für rund 1000,- DM den Besitzer. Unter den Soldaten herrschte ein Konkurrenzkampf, was die Abmessungen, die Ausgangsleistung und die Ausstattungsumfänge anbelangte: es konnte gar nicht groß genug, stark genug und gar nicht mehr Ausstattungs-Firlefanz haben! So enstanden in dieser Zeit wahre Monster, wie der SX-1980 von Pioneer oder der G-33000 von Sansui. Oder eben auch der hier gezeigte Super Eleven. mehr lesen

ONKYO A-7 - ein solider Verstärker von 1976

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Onkyo wurde 1946 in Osaka (Japan) gegründet und macht sich zunächst als Hersteller höchstwertigster Lautsprecher-Chassis und -Boxen einen Namen. Später kamen auch Elektronikgeräte hinzu, im Lauf der 1970er Jahre wurde Onkyo zu einem bedeutenden Hifi-Vollsortimenter. Seit 1971 hatte Onkyo einen eigenen Vertrieb in Deutschland (München), den der unvergessene Alexander Wiesbauer aufbaute. mehr lesen

TEAC AG-6500 - ein Receiver von 1972

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Die Marke TEAC entstand 1964 durch den Zusammenschluss von zwei Firmen für Fernsehen und Elektroakustik. Zunächst etablierte man sich als Spezialist für Tonbandgeräte, wofür diese Marke bis heute einen tadellosen Ruf hat. Später baute man im Semiprofessionellen Bereich auch unter dem Namen TASCAM. TEAC baute aber auch andere Geräte, wie Kassettendecks, Tuner, Verstärker, Receiver und autark arbeitende Rauschunterdrückungssysteme (Dolby B). Der Vertrieb in Deutschland oblag damals der Firma Hanimex in Hannover. mehr lesen

Ein Umschalter für sechs Verstärker an zwei Boxen mit sechs Quellen

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Viele Freunde der alten Hifi-Geräte kennen das Problem: ständig das Umstecken der Kabel, wenn man ein anderes Gerät zum Hören verwenden möchte. Daher sind die Verstärkerumschalter, die wir nun schon seit zehn Jahren bauen, recht beliebt und werden immer wieder bestellt. Dabei fertigen wir diese Umschalter immer auf Kundenwunsch erst an, häufig auch von den Standardmodellen abweichend. Der Kunde bestimmt, wie sein Umschalter aussieht: er kann ein schwarzes oder ein silbernes Gehäuse haben, er kann die Farbe der Leuchtdioden an der Front wählen (grün, rot oder gelb) und er kann Einfluss auf die Gestaltung und die Art der Anschlussbuchsen nehmen. Nahezu alle Kundenwünsche konnten bisher erfüllt werden.

Diesesmal war ein ganz besonderer Umschalter gewünscht. Er sollte sechs Verstärkern oder Receivern den Anschluss an zwei Paar Lautsprecher ermöglichen und darüber hinaus sollten auch noch sechs (Hochpegel-)Quellen ausgewählt werden können.

Das Gehäuse sollte in etwa so groß sein wie ein übliches Hifi-Gerät, also wurde diesesmal ein etwas größeres Gehäuse verwendet. Leider müssen dann alle Löcher in der Rückwand in Stahlblech gebohrt werden. In diesem Fall mussten auch noch zwei Blechfalze entfernt werden, damit genügend Platz für die Anschlussbuchsen auf der Rückwand vorhanden ist. Aluminium bearbeitet sich deutlich einfacher. An der Front oben in der Mitte befindet sich eine kleine rote LED, die nur im Nichtbetrieb (stand-by) leuchtet.

Wird der Umschalter mit dem Boxenwahlknopf eingeschaltet, erlischt die rote LED und die größeren, grünen LED’s leuchten und zeigen dabei an, welcher Verstärker, welche Quelle und welches Boxenpaar gerade ausgewählt ist.

Oben im Bild also das Boxenpaar A und der Verstärker 2.

Hier wurde gerade der Verstärker 4 gewählt…

…und dieser Verstärker läuft gerade mit der Quelle Nr. 3. Die gewählte Quelle spielt stets an dem gewählten Verstärker.

An der Rückwand befinden sich Polklemmen und Cinchbuchsen für alle anschließbaren Geräte.

Hier kann man erkennen, wieviel Platz an der Rückwand gebraucht wird. An den linken Cinchbuchsen (IN) werden die Quellen angeschlossen, an den rechten Buchsen (OUT) geht es zu den sechs Verstärkern (AUX-Eingang). Die Cinchbuchsen werden dann einfach gleichzeitig mit umgeschaltet.

Hier die Front von hinten mit der Verdrahtung.

Die großen Umschaltrelais mit 12A-Kontakten, es wird allpolig umgeschaltet, also beide Plus- und Minus-Anschlüsse der Lautsprecherausgänge.

Dazu gehören in diesem Fall auch alle Anschlusskabel, sowie fünf Dipole für Tuner.

Jeder Umschalter ist ein Unikat!