Kategorie Archiv: Gerätevorstellungen

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Kenwood KA-7X - Vollverstärker von 1982

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Im Jahr 1981 brachte Kenwood eine neue Technologie auf den Markt, die die Musikwiedergabe deutlich verbessern sollte. Ich arbeitet zu dieser Zeit bei einem großen Hifi-Händler in der Werkstatt und war zu einer Promotion-Veranstaltung in einem Hotel eingeladen. Dort hielt ein Promoter der Firma Kenwood einen Vortrag über diese neue, Sigma-Drive genannte Technik, den er so begann: „Vor 5000 Jahren erfand der Mensch das Rad, 1835 wurde die Eisenbahn erfunden, 1882 das Auto und 1980 erfand Kenwood den Sigma-Drive!“ Ein ziemliches Gelächter erfüllte den Raum – aber die Neugier war geweckt: was soll das denn bloß sein? Sigma-Drive verbindet über zusätzliche Anschlüsse die Lautsprecher mit den Verstärkerausgängen und soll so die negativen Auswirkungen der Zuleitung eliminieren und den Dämpfungsfaktor deutlichst erhöhen. Der Dämpfungsfaktor ist das Verhältnis zwischen dem Innenwiderstand des Verstärkers und des angeschlossenen Impedanzwertes der Lautsprecher. Da es sich um ein Verhältnis handelt, wird dieser Wert in einer Zahl ohne Maßeinheit angegeben. Es gilt der Grundsatz: je höher der Dämpfungsfaktor umso besser funktioniert die elektrische Bedämpfung des Lautsprechers, manche Hifi-Fans behaupten, es klänge dann besser, was jedoch nicht beweisbar ist. Dieser Wert ist übrigens frequenzabhängig und wird in Tests oder auch Herstellerangaben häufig bei unterschiedlichen Frequenzen und Impedanzen (4 oder 8 Ohm) angegeben, weswegen das nicht unbedingt miteinander verglichen werden kann. mehr lesen

Kenwood KA-8100 - ein sehr klassischer Vollverstärker von 1977

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1977 gehörte Kenwood zur Spitzengruppe der größten Hifi-Hersteller der Welt. Man hatte ein riesiges Angebot von Geräten im Programm – alleine Vollverstärker gab es acht verschiedene Modelle, zwischen 398,- DM und 2.098,- DM – und alle acht sind noch heute bei Sammlern durchaus beliebt. Heute geht es um den drittgrößten Verstärker dieses Modelljahres – den KA-8100, der seinerzeit für 1.298,- DM angeboten wurde und dafür 2 mal 120W sinus an 4 Ohm nach DIN leistete. Ich habe mich auf die Wiederherstellung dieses Verstärkers gefreut, da ich den von früher (ich habe von 1978 bis 2005 für den Kenwood-Kundendienst gearbeitet) noch sehr gut kenne. Defekt waren alle Schalter, die so starke Kontaktprobleme hatten, dass ein Kanal völlig stumm war. Leider gab es größere, unerwartete Probleme… mehr lesen

Marantz SR8100DC - Receiver von 1982

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Receiver waren schon seit den frühen 1970er-Jahren eine Domäne von Marantz. Nicht nur weil diese in den USA so beliebt waren, sondern die Reeceiver verkauften sich auch hierzulande exorbitant gut. Die erste verbreitete Receiverreihe bestand aus vier Modellen: 2215, 2230, 2245 und 2270. Diese vier begründeten den unglaublich guten Ruf der Marke für Receiver – bis heute. Viele Modelle folgten diesen vier und immer hießen sie 22XX oder später sogar 23XX, bis es sogar bei 2500 und 2600 gipfelte. In dieser Nomenklatur steckten die vorderen Ziffern 22, für 2 Geräte (Tuner und Verstärker) mit 2 Kanälen, hinten dann die Ausgangsleistung pro Kanal. 2270 also für 2-Kanal-Receiver mit 2 mal 70 Watt. Bei über 100W pro Kanal veränderte man die zweite zwei dann einfach um die 1 für einhundert. Die ganz großen Receiver, deuteten demzufolge zweimal 300 bzw. 400 Watt an. Dies änderte sich alles 1981. mehr lesen

Pioneer SPEC-2 - die Superendstufe von 1975

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Pioneer, seinerzeit als einer größten Hifi-Hersteller der Welt, stellte neben die bereits kurz zuvor vorgestellten Spitzenklasse-Geräte C-3 und M-3, der sogenannten „Exclusive-Baureihe“, nun auch noch etwas preiswertere Modelle vor. Weiterhin mit getrennten Vor- und Endverstärkern der absoluten Spitzenklasse zugehörend, packte man die neuen Modelle SPEC-1 (Vorverstärker) und SPEC-2 (Endverstärker) in ebenso riesige Gehäuse, wie die teureren Exklusive-Modelle. Der Vorverstärker SPEC-1 wurde hier bereits schon vorgestellt, nun gab es eine Gelegenheit die SPEC-2 einmal vorzustellen. Diese Endstufe leistete 2 mal 300 Watt sinus an 4 Ohm bei nur 0,1% Klirr – für 1975 eine atemberaubende Leistung. Der interessierte Hifi-Liebhaber hatte für diese Vor-Endverstärker-Kombination 5.200,- DM hinzulegen, was seinerzeit etwa dem Anschaffungspreis eines Kleinwagens entsprach. Die „besseren“ Exclusive-Modelle C-3/M-3 hingegen kosteten etwa das Doppelte (10.106,- DM) – was leicht erklärt, weshalb alle diese Modelle heute nur noch schwer aufzutreiben sind. mehr lesen

DENON POA-4400A - Monoblöcke von 1989

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Nachdem Denon mit der Stereoendstufe POA-3000 und den Monoblöcken POA-8000 schon seit 1982 anhaltenden Erfolg hatte, sowohl in den einschlägigen Hifi-Fachzeitschriften als auch kommerziell, traute man sich 1989 nun nachzulegen. In diesem Jahr bot man gleich fünf Endstufen an, drei Stereo und zwei Mono. Als Monoblöcke gab es die POA-6600A und die kleineren POA-4400A. Die neuen Monoblöcke waren sehr viel preiswerter als die Vorgänger, was in erster Linie durch weglassen der riesigen Power-Meter an der Front erreichte. Aber was mit den „kleinen“ POA-4400A für 1.250,- DM pro Stück angeboten wurde, war wohl einmalig auf dem Weltmarkt – kein anderer Hersteller bot so preisgünstige Mono-Blöcke an. mehr lesen

SONY TA-N902 - die beste Endstufe von Sony?

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Am Ende der Zeit in der die Geräte, die den Aufdruck ESPRIT tragen durften, – es war 1984 – , erschien noch eine große Stereo-Endstufe die TA-N902. Mit ihren Vorgängern (TA-N900 und TA-N901) hatte diese Endstufe technisch nichts gemeinsam. Waren die TA-N900 zwei Mono-Blöcke mit FET-Endstufen und die TA-N901 im Prinzip eine Stereo-Endstufe aus zwei TA-N900, handelte es sich bei der TA-N902 um eine völlig neu konstruierte Stereoendstufe mit bipolaren Transistoren. Sie wurde zwar in Japan gut verkauft, in Europa hingegen ist sie sehr selten geblieben. Nichtsdestotrotz gilt gerade diese Endstufe als die beste von allen. Mir war es nun vergönnt, eine solche Endstufe auf dem Tisch zu haben. mehr lesen

Rotel RHA-10 - aus der Michi-Serie

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1995 beschloss man bei Rotel eine Serie der absoluten Spitzenklasse, quasi ohne jeden Kompromiss (heute nennt sich das highend) anzubieten. Diese Anlage erhielt den Namen Michi, wobei jede Komponente noch zusätzlich einen eigenen Namen bekam, wohlgemerkt zusätzlich zur Modellbezeichnung. Die Endstufe hieß Kokoro (Herz), der passive Vorverstärker (der lediglich aus Volume-Poti und Wahlschalter bestand) hieß Takumi (Handwerkskunst) und der Phonovorverstärker hieß Shih (Dichtung) zum Beispiel. Interessant, dass die eher nüchternen Japaner den Geräten Namen gaben. mehr lesen

Sony TA-E900 und TA-N900 - eine göttliche Kombination!

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1977 erschien der legendäre Vorverstärker TA-E88 für seinerzeit irrsinnige 3.000,- DM. Die dazugehörende Endstufe TA-N88B war V-FET-bestückt und ebenso legendär. Bis heute gesuchte Geräte, die auch heute wieder zu extrem hohen Preisen gehandelt werden. 1981 erschienen dann bei Sony die verbesserten Nachfolger. Die Endstufen nunmehr mit MOS-FET-Transistoren bestückt, der Vorverstärker mit mehr Möglichkeiten und besseren Daten. Diese Kombination ist heute kaum noch zu bekommen, falls ja muss man recht tief dafür in die Tasche greifen. mehr lesen

Yamaha PX-1 - ein Plattenspieler der Superlative

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1978 wollte man bei Yamaha auf dem Sektor der Schallplattenabtastung ein Zeichen setzen. Die tangentiale Abtastung von Schallplatten ist, im Gegensatz zur üblichen radialen Abtastung, die klar bessere, denn so werden die Schallplatten auch hergestellt („geschnitten“). Doch dafür ist ein Antrieb erforderlich, der absolut keinen Einfluss auf die abtastende, weich gefederte Nadel ausüben darf – ein extrem schwieriges Unterfangen. 1965 hatte sich Marantz, damals noch US-amerikanisch, als einer der ersten gewagt, ein solches System unter dem Namen SLT-12U zu entwickeln und anzubieten. 1969 folgte dann Matsushita (Technics) mit dem 100P, 1970 folgte dann die Marke Harman/Kardon mit dem Rabco SL-8. Alle diese Konstruktionen sind wirklich aufwändig und kompliziert und fanden wegen der dadurch extrem hohen Anschaffungskosten nur sehr gernge Verbreitung. Zudem waren diese Konstruktionen auch anfällig und empfindlich. Yamaha zeigte nun 1978, dass man das auch sehr solide, robust und zuverlässig bauen konnte. Dies gelang mit dem Modell PX-1 nachhaltig – wurde jedoch so teuer, dass von diesem genialen Plattenspieler, der nur im Heimatland Japan verkauft wurde, lediglich 1.834 Exemplare hergestellt wurden. Man entwickelte dann rasch kleinere, vereinfachte Modelle, namentlich PX-2 und PX-3, die dann in alle Welt in sehr viel größeren Stückzahlen vertrieben wurden und die auch heute noch häufig bei Liebhabern täglich Dienst tun. Diese beiden habe ich schon früher hier vorgestellt, der erste PX-1, den ich nun in Händen haben durfte, wird hier vorgestellt. Der zu Recht stolze Besitzer hat ihn direkt aus Japan importiert und musste lange warten, bis ihm ein Exemplar angeboten wurde. Billig war der ganz bestimmt nicht. mehr lesen