Kategorie Archiv: Restaurationen

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Kenwood KA-6150 - ein mittelgroßer Verstärker von 1977

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Im Jahr 1977 war Kenwood einer der ganz erfolgreichen Hifi-Hersteller am Markt. Kaum ein Vergleichstest in einer der großen Hifi-Magazine (Audio, Hifi-Stereofonie, Stereo, Fono-Forum, Hifi-Vision und Klangbild) ging ohne ein Produkt dieses Anbieters. Kenwood war einer der so genannten Hifi-Vollsortimenter, die also alle Gerätekategorien anboten. Man hatte Verstärker, Tuner, Receiver, Endstufen, Vorverstärker, Plattenspieler, Kassettendecks, Lautsprecherboxen und nebst Zubehör auch noch Car-Hifi im Angebot. Und das vom Einsteigergerät bis High-End. Es gab einen Vollverstärker für 298,- DM (KA-1500MKII) aber auch eine Mono-Endstufe für rund 6.000,- DM (L-09M) im Katalog. Kenwood bot einfach sehr viel und hatte ein weitreichendes, gut organisiertes Händlernetz, welches der damalige Vertriebschef Wilhelm Küchler aufgebaut hatte. Er wurde später verdientermaßen Geschäftsführer der Kenwood Deutschland GmbH.

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Sansui 771 - ein Receiver von 1974

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Sansui war mit den Receivern Six, Seven und Eight recht erfolgreich, in Deutschland jedoch eher weniger, wegen der hohen Preise.  Also brachte Sansui 1974 eine neue Receiverbaureihe auf den Markt, die so genannte 3-Digit-Serie. Sie bestand aus den Modellen 221, 331, 441, 551, 661, 771 und 881. Diese waren deutlich preisgünstiger als deren Vorgänger, verkauften sich aber merkwürdigerweise auch nicht häufiger in Deutschland – anderswo schon. Aus welchem Grund auch immer war Sansui in Deutschland leider nie so erfolgreich, wie es dieser herausragenden Marke gebührt hätte. Die größeren (und deutlich besseren) Modelle 8080 und 9090 kamen übrigens ganz kurz darauf heraus, waren aber auch erheblich teurer. Die 3-Digit-Serie ist bis heute unter Sammlern beliebt und glücklicherweise noch halbwegs günstig zu bekommen.

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Rotel RA-2020 - ein Verstärker von 1978

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1978 war Rotel ein wichtiger Hersteller am umkämpften Hifi-Markt. leider hatte man sich in den vorangegangenen Jahren durch niedrige Preise zwar gewisse Marktanteile erkämpft, leider jedoch nicht den gewünschten Ruf. Man galt, trotz der optisch extrem solide aufgemachten Geräte, eher als „Billig-Hersteller“. Diesem Image wollte man entgegen wirken und brachte 1978 die „Serie 2000“ auf den Markt, die deutlich höhere Ansprüche erfüllen sollte. Auch die später, preislich noch deutlich höher angesiedelte, nachgeschobene „Serie 5000“ sollte endgültig den Einzug in den „Hifi-Olymp“ bewerkstelligen – was jedoch letztlich mißlang. Erreicht wurde die gehobene Mittelklasse, leider nicht die Spitzenklassen, was hauptsächlich daran lag, dass Rotel nie eigene Produktionsstätten besaß, sondern stets auf Auftragsproduktionen zurück griff. Die Preisverhandlungen mit den Zulieferern werden wohl letzlich dafür verantwortlich sein, dass die verarbeiteten Bauteile bei Rotel nie den Qualitätsstandard der anderen, wirklichen Spitzenklasse-Hersteller erreichte. In der Spitzenklasse darf man einfach keine Kompromisse eingehen. Dafür waren Rotel-Geräte stets nie wirklich teuer.

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Kenwood KA-501 - der kleinste Hi-Speed-Verstärker

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1980 brachte Kenwood vier neueartige große Verstärker auf den Markt, die alle den Zusatz „Hi-Speed“ erhielten. Der Hersteller machte damit darauf aufmerksam, dass man sich um die Schnelligkeit der Signalverarbeitung gekümmert hatte, was einen besseren Klang und weniger Verzerrungen mit sich bringen sollte. Es herrschte halt ein extrem großer Wettbewerb damals und jeder Hersteller versuchte mit „bahnbrechenden“ Neuerungen auf sich aufmerksam zu machen. Diese vier Verstärker namens KA-907, KA-801, KA-701 und KA-501 zählen jedoch noch heute zu den gesuchten und gern benutzten Modellen. In den letzten Jahren stark steigende Preise auf ebay zeugen davon. Heute vorgestellt wird heute der kleinste aus dieser Baureihe, der KA-501. Er leistet 2 mal 65 Watt sinus an 8 Ohm, bzw.  2 mal 80 Watt an 4 Ohm und kann mit einer slew rate (das meint die Anstiegsgeschwindigkeit des Signals) von plus/minus 100 Volt pro µsec aufwarten – das ist im Vergleich schon ein sehr guter, jedoch rein theoretischer Wert. Dennoch die alu-matten Fronten mit den sehr großen Knöpfen für Lautstärke haben schon eine positive Ausstrahlung, die man einfach mögen muss.

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Sansui 7070 - ein schmucker Receiver von 1976

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An diesem schönen Receiver funktionierte so gut wie nichts mehr, Skala und Instrumente blieben dunkel, lediglich der Skalenzeiger und die Power-Meter leuchteten noch, wenn man eingeschaltet hatte. Ansonsten kein Mucks. Dabei kann er so schön klingen dieser 7070, dessen größere Brüder 8080 und 9090 vielen bekannt sein dürften. Der etwas kleinere 7070 ist nicht so häufig anzutreffen. Der 7070 war genau in der Mitte dieser Receiver-Baureihe (5050-6060-7070-8080 und 9090), wobei er mit 2 mal 60 Watt sinus an 8 Ohm schon ein ganz schöner Brocken war, er löste den 881 ab. In Deutschland kamen die kleineren drei Receiver erst mit über einem Jahr Verspätung auf den Markt, da der deutsche Importeur (Compo Hifi) offenbar noch zu viele Vorgängermodelle auf Lager hatte. In den Audio-Clubs der Militärshops waren diese Receiver jedoch sehr beliebt und blieben häufig in Deutschland, wenn die Erstbesitzer nach Jahren in die Heimat zurückkehrten. So auch dieses Exemplar, den es kann mit allen Spannungen zwischen 100 und 240V betrieben werden.

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Yamaha A-960 - ein solider Verstärker von 1980

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Als Nachfolger des schon begehrten CA-1010 brachte der Hifi-Hersteller Yamaha 1980 den A-960, zusammen mit dem kleineren Bruder A-760, heraus, die über ein völlig neues Netzteilkonzept verfügten. In ähnlicher Form hatte dies bereits kurz zuvor Bob Carver in den USA mit seinen legendären Phase Linear-Endstufen gezeigt. Wer da sich von wem hat inspirieren lassen, weiß man nicht so genau – die Konzepte ähneln sich aber.

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DENON PMA-850 - highend von 1977

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Die Firma Nippon-Columbia  wurde bereits 1910 gegründet, als Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Columbia, um in Japan rechtzeitig Fuß zu fassen, wenn die Japaner die Schallplatte für sich entdecken würden. Ab 1947 wurde der Name DENON eingeführt, gebildet aus den Worten DENki ONkyo (Onkyo bedeutet auf japanisch Elektroakustik, der bekannte Hersteller Onkyo ist eigenständig und hat damit nichts zu tun!) und dieses Unternehmen war der Rundfunk- und Schallplatten-Studio-Ausstatter Japans. Ab 1958  bot man bereits Geräte an, die man durchaus als hifi-stereo bezeichnen kann. Auch die sogenannte 7inch-Schallplatte (single) geht auf die Nippon Columbia zurück.

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Akai AA-1200

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Die Marke AKAI wurde als hervorragender Hersteller von Spulentonbandmaschinen weltweit bekannt. Später kamen auch Kassettengeräte hinzu, 8-Track-Modelle vorwiegend für den US-amerikanischen Markt, ab 1968 dann auch Kassettendecks nach dem Philips-Standard, der rasch nach Einführung den Weltmarkt eroberte. Akai war bekannt dafür, robuste und solide Geräte anzubieten. Anfangs erweiterte man die Produktpalette um Tuner, Verstärker und Receiver, die man beim Konkurrenten Pioneer anfertigen ließ. Japaner sehen den Konkurrenzkampf untereinander nicht so eng, sondern man arbeitet gerne miteinander, um daraus international Vorteile zu erzielen. Ab 1976 begann Akai dann eigene Geräte zu bauen, man war inzwischen so groß geworden, dass der den Sprung zum Hifi-Vollsortimenter gewagt wurde.  Dabei bekamen die Geräte die Bezeichnungen AM- für Verstärker, AT- für Tuner und AA- für Receiver. Eigene Plattenspieler hatte man schon vorher gebaut und verkauft, denn AKAI war ursprünglich ein Elektromotoren-Hersteller. Rasch hatte die Marke AKAI größeren Erfolg, auch mit den Gerätegattungen außerhalb der Magnetbandtechnik.

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Kenwood KA-5500

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Die Marke Kenwood ist auf dem deutschen Markt seit 1968 vetreten. Zunächst nur bei einigen exklusiv ausgewählten Händlern, später dann, inzwischen viel breiter gestreut, stieg man im Laufe der Jahre zu einem der „Großen“ in der Hifi-Branche auf. 1976 war man so ziemlich an der Spitze des Machbaren und konnte ein umfangreiches Programm anbieten, welches beinahe jeden Interessenten befriedigen konnte. Da gab es zum Beispiel den heiß begehrten, großen Verstärker KA-9100, den sich kaum jemand leisten konnte, wohl aber den viel kleineren Bruder KA-5500, von dem hier heute die Rede ist. Der KA-5500 hatte die gleichen Power-Meter an der Front und auch sonst durchaus gewollte Ähnlichkeiten zu seinem großen Bruder – und deswegen wurde er auch gerne gekauft, denn der hatte einen Preis im erschwinglichen Rahmen. Immerhin wartet er mit sehr ehrlich angegebenen 2 mal 55 Watt sinus an 8 Ohm auf, die nach DIN gemessen (so wie die deutschen Konkurrenten stets angegeben waren) stolze 2 mal 85 Watt ergaben. Damit spielt er schon in der großen Liga mit und machte seine Käufer stolz und glücklich. Das Aussehen war klassisch silber, ohne Schnörkel und Spielereien – hatte aber alles, was man an einem Verstärker braucht. Das Gute daran: die waren auch noch absolut zuverlässig im Betrieb und gingen so gut wie nie kaputt.

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Pioneer D-23

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Die D-23 ist eine elektronische Frequenzweiche von 1976 und ergänzte die berühmte „Serie 20“, bestehend aus Vorverstärker C-21, Endstufen M-22 und M-25, Umschalteinheit U-24, Tuner F-26 und F-28, sowie der Vollverstärker A-27. Mit dieser Serie sollte ein Gegenpol hochwertigster Geräte zu der bereits angebotenen SPEC-Baureihe gesetzt werden. Die „Serie 20“ ist minimalistisch aufgebaut, aber von unrügbarer Qualität – alle Modelle dieser Baureihe sind sehr gesucht und leider auch sehr selten zu finden. Dies gilt besonders für diese Frequenzweiche!

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