Kategorie Archiv: Restaurationen

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Kenwood KA-8100 - ein sehr klassischer Vollverstärker von 1977

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1977 gehörte Kenwood zur Spitzengruppe der größten Hifi-Hersteller der Welt. Man hatte ein riesiges Angebot von Geräten im Programm – alleine Vollverstärker gab es acht verschiedene Modelle, zwischen 398,- DM und 2.098,- DM – und alle acht sind noch heute bei Sammlern durchaus beliebt. Heute geht es um den drittgrößten Verstärker dieses Modelljahres – den KA-8100, der seinerzeit für 1.298,- DM angeboten wurde und dafür 2 mal 120W sinus an 4 Ohm nach DIN leistete. Ich habe mich auf die Wiederherstellung dieses Verstärkers gefreut, da ich den von früher (ich habe von 1978 bis 2005 für den Kenwood-Kundendienst gearbeitet) noch sehr gut kenne. Defekt waren alle Schalter, die so starke Kontaktprobleme hatten, dass ein Kanal völlig stumm war. Leider gab es größere, unerwartete Probleme… mehr lesen

Ausgelaufene Siebelkos - kommt hin und wieder mal vor

von:  | Kategorie: Restaurationen

Anfang der 1990er Jahre wurde in Europa ein komplettes Verbundstromnetz eingeführt – eine Folge der Auflösung des Ostblocks und der deutschen Wiedervereinigung. Bis dahin hatten wir 220 Volt im Netz, die Briten hatten jedoch 240V und wollten mit eingebunden werden. So einigte man sich europaweit auf 230-235 Volt und exakt die kommen seither auch aus jeder deutschen Steckdose. Die vorher hergestellten Geräte waren alle noch auf 220 Volt ausgelegt, wobei immer gesagt wurde, dass Abweichungen von bis zu 10% keine Rolle spielen würden. Die Geräte würden dies problemlos vertragen. Bei den allermeisten Geräten ist das auch genau so – keine Probleme. Nur am Rande treten die Folgen nach längerer Zeit zu Tage: Lämpchen in den Geräten leben kürzer, andere Geräte werden zu warm im Betrieb, da auch der Ruhestrom leicht ansteigt. Bei manchen Geräten gibt es jedoch nach knapp 30 Jahren ganz andere Spätfolgen, so zum Beispiel bei Endstufen der Marke Onkyo, genauer das Modell M-5090 bzw. M-200 (sind völlig baugleich) die im großen Doppelnetzteil vier riesige Elkos von je 30.000µF haben, die leider sehr gerne auslaufen. Unter dem Gerät bilden sich dann leicht ätzende Pfützen, die das dort befindliche Mobiliar nachhaltig beschädigen können. Ursprünglich sollte Betriebsspannung an den Elkos 75 Volt betragen, Onkyo hatte daher 90V-Elkos in den Geräten verbaut. Soweit die Aufschrift, vermutlich handelt es sich jedoch tatsächlich um 80 Volt-Elkos, die jedoch für Onkyo mit 90 Volt bedruckt wurden. Nach dem Spannungsanstieg von damals liegt die tatsächliche Betriebsspannung in diesen Onkyo-Modellen bei 80-85 Volt und die Elkos quittieren nach und nach alle ihren Dienst. Sollten Sie ein solches Modell betreiben, schauen Sie mal lieber nach… mehr lesen

Kenwood KR-5010 - ein Receiver von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1979 war Kenwood einer ganz großen Anbieter im Hifi-Sektor. Diese Marke war, was die Absätze anbelangte, recht erfolgsverwöhnt. Nachdem man zuvor eine erfolgreiche Receiver-Baureihe (KR-3090, 4070. 5030 und 6030) sehr gut verkauft hatte, schob der Hersteller neuere Modelle nach, die deutlich kompakter gestaltet waren. Die Modelle hießen dann KR-2010, 3010, 4010 und 5010 – das größere Modell dieser Reihe, der KR-8010, erschien bereits im Juni 1978. Hier stelle ich den KR-5010 vor, der 1979 für rund 800,- DM verkauft wurde. Er leistet 2 mal 52 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 8,6 kg. Ich finde Geräte der unteren Preisklasse sollten auch mehr im Fokus des Interesses stehen, da diese doch erheblich häufiger verkauft wurden, als immer nur die größten und teuersten Geräte der Hersteller.

Das Gerät hatte die üblichen, altersbedingten Defekte, wie Geräusche beim Betätigen der Schalter und Potentiometer. Der Besitzer hatte aber zusätzlich drei Sonderwünsche: das Holzgehäuse sollte furniert werden (statt der von Hause aus verwendeten grauen Folie), die Beleuchtung sollte auf LED umgerüstet werden und die Lautsprecheranschlüsse sollten Bananenstecker aufnehmen können. Nun gut, uns ist ja kaum eine Herausforderung zu groß, also ran an die Arbeit.

Zunächst die Beleuchtung, statt der drei Lampen, die in den  runden Ausschnitten des durchsichtigen Acrylteiles stecken, haben wir die Flächen hinter den Lampenhaltern mit der Mini-Kreissäge abgeschnitten und die Sägeflächen poliert. Dort wurden nun drei flache LED-Streifen in warmweiß angeklebt und miteinander verdrahtet. Dadurch wird das Licht recht gleichmäßig nach vorne in das Acryl gestrahlt und beleuchtet adurch die Skala und die Instrumente.

Hier einer der drei Streifen-LEDs. Die Trafospannung von 8V wurde gleichgerichtet und gesiebt (um Flackern der LEDs zu vermeiden) und sodann für konstanten Strom gesorgt. Zudem wurde, durch Herabsetzen der Spannung, die Leuchtstärke soweit verringert, dass dies der Leuchtkraft der Lampen entsprach. Somit kann das LED-Licht mit dem Auge nicht von den Lampen unterschieden werden. Das war auch das erklärte Ziel der Umrüstung.

Man kann auf diesem Foto erkennen, wie das Licht in die Acrylhalterung eingestrahlt wird.

So schaut das Ganze im Betrieb aus.

Und so von vorne, die Beleuchtung erfolgt indirekt, dafür sorgt dieses Acrylteil.

Hier nochmal abgedunkelt fotografiert.

Das Licht ist wirklich genauso „warm“ wie das der Glühlampe, die LED bleibt aber stets kalt und erwärmt sich nicht!

Die nächste Umbauforderung waren die Lautsprecherklemmen. Wir haben daher das Original-Terminal mitsamt der Platine ausgebaut und stattdessen eine Kunststoffplatte zugeschnitten und gelocht. Alles wurde, wie immer bei uns, so gestaltet, dass alles ohne Beschädigung und daher rückbaubar ist.

Darin wurden die neuen Polklemmen eingebaut, rot und schwarz jeweils an der exakt richtigen Stelle. Im Foto noch nicht verdrahtet.

Hier sind die Polklemmen alle verdrahtet, am KR-5010 gibt es eine Reihenschaltung für die Stellung A+B, was sehr vernünftig ist. Die kleine Sicherung für die Beleuchtung wurde von der Platine an den Halter verlegt.

Das innere des Gerätes ist übersichtlich gestaltet. Die Endstufen sind in der damals gerade sehr verbreiteten Hybrid-IC-Technik ausgeführt. Im Bild oben der Stereo-Spannungsverstärker TA-1001, exklusiv für Kenwood bedruckt. Entspricht jedoch einem STK3042. Auf dieser Platine wurden etliche Kondensatoren erneuert.

Auch die Relais (für jeden Kanal ein einpoliges) sind ungewöhnlich und heute kaum noch zu beschaffen. Sie wurden gereinigt.

Die Endstufen sind kanalgetrennt und leisten, wie der Aufdruck schon verrät, rund 50 Watt pro Kanal. Die Hybridtechnologie steht übrigens der diskreten (mit einzelnen Transistoren) in nichts nach – auch klanglich nicht. Es gab sie aber nur bis zu einem gewissen Leistungs-Level, weshalb in teueren und „besseren“ Geräte dies jedoch nicht zur Anwendung kam.

Hier eine Gesamtansicht der Geräteunterseite. Es wurden alle Schalter und Potentiometer gereinigt und auch im Phonoteil etliche Elkos erneuert.

Hier die Geräteoberseite. Auch das Empfangsteil wurde gereinigt und anschließend neu abgeglichen.

Das Holzgehäuse dieser Kenwood-Serie war stets mit grauer Folie foliert. das ist etwas merkwürdig, denn es wirkte daurch wie ein Metalldeckel. Unangenehm ist das Verhalten der grauen Folie, denn gerade oberhalb der Lampen zieht sie sich aufgrund der Wärmeentwicklung zusammen und lässt dass das Holz darunter durchblicken. Im Foto oben kann man den Ort der drei Lampen recht genau erahnen. Ich habe schon weit schlimmere Exemplare gesehen, wo die Folie schon um mehr als 5mm geschrumpft war.

Die Retro-Tischlerei von Niko Benke in Buchholz bei Niemegk führt immer wieder ganz hervorragende Holzumbauten oder -anfertigungen für uns durch. Wir können uns keinen idealeren Partner dafür vorstellen.

Das Furnier ist amerikanisch Nussbaum und sieht wohl am authentischsten aus, wenn man das für alte Hifi-Geräte der 1970er-Jahre verwenden will. Die Maserung läuft bei Nikos Arbeiten immer „um das Eck herum“  – einfach meisterhaft. Wir ölen und wachsen die Furniere dann und bringen ihnen mit einer Bürste eine glänzende Oberfläche bei.

Die Front wurde komplett zerlegt und innen sowie aussen gründlich gereinigt und poliert.

Bis auf die Kratzer, die das Gerät in den letzten 37 Jahren erhalten hat, sieht es wieder aus wie neu und es funktioniert aus so. Unglaublich, wie gut auch die Geräte der unteren und mittleren Preislagen damals verarbeitet waren.

Es gibt am KR-5010 zwei große Power-Meter, die auch bei Zimmerlautstärke schon etwas anzeigen. Ausser Bässe und Höhen, Balance und Volume gibt es keine weiteren Potentiometer am Gerät.

Der Receiver verfügt über AM und FM, zwei mal Tape-Monitor und umschaltbare Zf-Bandbreite. Der Eingangswahlschalter hat neben den Stellungen für Rundfunk nur noch Phono. Wer also hier einen CD-Player anschließen will, sucht einen AUX-Eingang vergeblich und muss daher einen der beiden Tape-Eingänge benutzen.

Hier die Rückseite, es ist alles sehr übersichtlich, der Tape-B-Anschluss sogar zusätzlich noch in DIN ausgeführt. Neu war der koaxiale Antennenanschluss im Jahr 1979.

Hier nochmals die neuen Polklemmen, der Besitzer möchte gerne Bananenstecker verwenden.

Kein sündhaft teures Spitzenmodell, aber ganz gewiss auch einen Bericht auf unserer Seite sowie eine Erinnerung wert. Es müssen nicht immer die ganz Großen sein, oder?

Ein Plattenspieler bekommt ein neues Kleid - Hitachi HT-550

von:  | Kategorie: Restaurationen

Hitachi ist kein großer HiFi-Hersteller, jedoch eigentlich zu Unrecht, denn die Ingenieure dieses riesigen Industriekonglomerats haben auch auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik etliche sehr bemerkenswerte Geräte erschaffen. Da gab es mal das Kassettendecks D-5500 (kaum zu übertreffen, egal von welchem anderen Modell), die MOS-FET-Endstufe HMA-7500 (ging in die Geschichte ein und ist bis heute beliebt) oder den Unitorque-Elektromotor-Antrieb im Jahr 1977, mit dem auch der hier vorgestellte HT-550 ausgestattet ist. Durch eine spezielle, sternförmig angelegte Spulenform mit kollektorfreiem Antrieb, erreichte man einen ruckfreien Vortrieb, den alle anderen Direct-Drive-Motoren sonst mit einem möglichst schweren Plattenteller ausgleichen (müssen).

Der HT-550 ist ein halbautomatischer Plattenspieler, der 1978 erschien. Er war mit einer Holzzarge ausgestattet, die schwarz foliert war. Sein Besitzer wünschte sich aber eine hübsche Echtholzzarge. Nach einer ausführlichen Diskussion über Furniere und deren Versiegelung (mit oder ohne Lack) war die Entscheidung auf amerikanisch Nussbaum, geölt und gewachst in seidenglänzend, gefallen. Zuvor wurde bei uns eine Bestandsaufnahme gemacht – denn es sollte nachher ja auch alles wieder richtig funktionieren.

Also erst einmal Ansichten des Original-Plattenspielers.

Auch hinten genau hinschauen, denn die Schildchen sollen nachher auch wieder an den exakt richtigen Platz. Zudem sollte die leider nicht sehr professionell nachträglich angebaute zu dicke Cinchleitung gegen eine „normale“ und kürzere (rund 1 m) ersetzt werden.

Der Unitorque-Motor und seine Abdeckung.

Nach Abnahme der Bodenplatte wurde die gesamte Mechanik und Elektronik fotografiert, um nachher alles wieder korrekt zu montieren.

Merken, wo welches Kabel hinkommt…

…auch hier…

…auch die Mechanik: welche Stange kommt wohin und wie ist sie eingehängt…

..wie ist das alles genau montiert…

…noch zwei Stangen…

…hier von der anderen Seite…

…und jetzt ist schon fast alles rausgebaut.

Die Seriennummer aus Papier wird wohl nicht zu erhalten sein, die geht sofort kaputt, wenn man versucht, sie abzulösen.

Nach rund drei Wochen Wartezeit (deshalb die ganzen Fotos, denn es ist schwierig, sich alle Details so lange zu merken, insbesondere dann, wenn man in den drei Wochen ungefähr zwei Dutzend andere Geräte auf dem Tisch hatte) kam die Zarge mit dem neuen Furnier zurück. Wir haben sie zweimal geölt und gewachst (mit Clou Hartwachs-Öl). Nach dem Trocknen kam eine Schicht Renuwell Möbel-Wachs farblos darauf, die nach der Trocknung mit Bürsten (von Hand) auf Seidenglanz gebracht wurde.

nochmal von vorne, oben ist von hinten

aus der Nähe

und hier wieder alles montiert, getestet und gereinigt.

Insbesondere die exakte Montage des Tonarms ist kritisch, da die Endabschaltung sonst nicht an der richtigen Stelle auslöst.

Optisch hat der Plattenspieler meines Erachtens nach stark gewonnen, oder?

Rechts und links läuft das Furnier weiter, vorne läuft es parallel.

Die beiden Hebel für Lift und Geschwindigkeit sind besonders schön, so ähnliche hatte auch schon der PS-38.

Hinten wurde wie gewünscht ein „normales“ Tonkabel montiert.

Auch die Scharniere wurden wieder montiert. Zur Montage nach dem Furnieren ist es extrem wichtig, dass der ausführende Tischler alle benötigten Löcher, wieder so präpariert, dass man hernach dort wieder eine Schraube eindrehen kann. So ist gewährleistet, dass alles wieder exakt an seinen Platz kommt. Glücklicherweise haben wir als Partner-Betrieb dafür die Retro-Tischlerei Niko Benke in Buchholz bei Niemegk, die alle diese Holzarbeiten so wundervoll ausführt, dass es immer wieder eine Freude ist.

Auf der Rückseite kann man sehen, dass das Typenschild wieder am richtigen Platz sitzt. Die Seriennummer wurde neu angefertigt und angeklebt.

So macht das Arbeiten an alten Hifi-Geräte richtig Spaß, wenn dabei etwas Neues entsteht, was dennoch schon 40 Jahre alt ist. Wo gibt es so etwas sonst noch?

Komplette Restauration am Beispiel eines Pioneer SA-8500II

von:  | Kategorie: Restaurationen

Die Fragen werden immer wieder gestellt: „Lohnt sich das?“ oder „Was wird denn alles gemacht, bei einer Restauration?“ oder auch „Wieso ist das so teuer, wenn das Gerät an sich doch funktioniert?“. Ich will hier heute mal erläutern, was alles an einem Gerät so gemacht wird, wenn es zu uns zur Restauration kommt. Unter Restauration verstehen wir, ein Gerät möglichst wieder in einen neuwertigen Zustand zu versetzen. Es soll hernach wieder so klingen wie neu und auch so störungsfrei funktionieren wie neu und das alles möglichst lange. Dazu ist doch eine ganz Menge Arbeit notwendig, in diesem Beispiel hier einen gesamten, langen Arbeitstag (rund 10 Stunden).

Der Pioneer SA-8500II ist ein mittelgroßer Vollverstärker von 1977 mit 2 mal 85 Watt sinus an 4 Ohm, seinerzeit der zweitgrößte Verstärker im Pioneer-Programm. So etwas kostet heute zwischen 250 und 500 Euro – je nach Zustand. Man sollte sich da nichts vormachen, nahezu alle angebotenen Geräte benötigen eine umfassende Überarbeitung, wenn sie künftig zuverlässig und wohl klingend arbeiten sollen. Ausnahme sind solche Geräte, die direkt von einem Restaurationsbetrieb komplett revidiert angeboten werden – die sind dann aber auch erheblich teurer. Möglicherweise kann man sich schon jetzt die eine oder andere Eingangsfrage beantworten.

Das erste was wir tun, wenn ein Gerät in die Werkstatt kommt: wir schließen es an und probieren es aus. Wir machen uns ein Bild davon, was alles getan werden muss, was funktioniert, was nicht. Oben ist die Klangstellerplatine zu sehen. Der Besitzer hatte bemängelt, dass es merkwürdige Störgeräusche ergab, wenn er die Höhenstellung benutzte. Also wurde die Platine zunächst einmal ausgebaut und alle Schalter bearbeitet.

Hier ist der TONE ON/DEFEAT-Schalter zu sehen, genau so, wie er im Gerät eingebaut war.

Er wird zerlegt und dann sieht man schon, dass hier die letzten 40 Jahre ein wenig dem Material zugesetzt haben.

Die Kontakte sind angelaufen und von den Schiebekontakten zerkratzt. Kontaktspray oder so etwas ähnliches bringt in solchen Fällen zwar momentane Verbesserung – aber von Dauer ist das auf keinen Fall. Zudem greifen die teilweise aggressiven Sprays langfristig auch die verwendeten Materialen an, so dass dann eine Überholung zumindestens schwieriger wird, manchmal sogar nicht mehr möglich.

Hier sind die Kontakte mit Metallpolitur wieder auf Hochglanz gebracht, anschließend versiegeln wir das noch mit Kontaktfett, damit der Sauerstoff nicht mehr an die Metallflächen gelangen kann. Man kann die Spuren der Schiebekontakte (besonders am mittleren Kontakt) trotz Politur noch sehen. Die Schiebekontakte werden zusätzlich noch mit Kontaktstreifen (das ist extrem feines Schleifpapier) gereinigt. Damit ist sicher gestellt, dass die Oberflächen der Kontakte nicht beschädigt werden, aber sämtlicher Abrieb vollständig entfernt wurde.

Die Drehschalter zur Auswahl der Einsatzfrequenzen werden ebenfalls ausgelötet und gereinigt.

Hier zerlegt und noch ungereinigt, man kann die Kontaktflächen kaum sehen.

Nach der Reinigung sieht das alles wieder neuwertig aus, auch die Schleifer (rechts im Bild) wurden gereinigt. Auch hier wird alles mit Kontaktfett versiegelt.

Sämtliche Elektrolyt-Kondensatoren, meist nur kurz Elkos genannt, werden im Klangstellerteil erneuert. Hier sitzen fast alle Elkos im Signalweg und beeinflussen dadurch den Klang des Verstärkers hörbar. Meistens liegt es an solchen Elkos, wenn Besitzer älterer Geräte von unklarem, verwaschenem oder müdem Klang reden. Oben im Bild sind bereits alle Elkos auf dieser Platine erneuert, die meisten mit hochwertigen Elkos der Marke Nichicon, Serie Fine Gold, speziell für Audio-Anwendungen. Wenn schon, denn schon!

Die nächste Platine ist die Eingangswahlschaltung, hier vor der Bearbeitung.

Der ausgebaute Eingangswahlschalter für einen Kanal, es gibt dero zwei davon.

Hier die Rückseite. Alles noch vor der Reinigung.

Das ist derselbe Schalter nach der Reinigung. Auch dort wird alles mit Kontaktfett versiegelt.

Die gereinigte Rückseite.

Dies ist der danebenliegende Umschalter für die Phonokapazitäten.

Auch hier erfolgt die Reinigung wie bereits beschrieben.

Sieht hier schon wieder neuwertig aus und macht auch keinerlei Geräusche mehr beim Umschalten.

Auch auf dieser Platine wurden viele Elkos erneuert. Teils in Fine Gold, teils in bipolar Serie Muse oder auch herkömmliche Elkos in Spannungsversorgungs-Anwendungen – aber alle von Nichicon.

Auch das Lautspreeherrelais bedarf einer Prüfung, hier sind die Kontakte nach 40 Jahren Betrieb zu sehen. Wer es sich noch nicht zur Angewohnheit gemacht hat, das Gerät prinzipiell nur bei Lautstärke „0“ (zugedrehtes Volumepoti) ein und auszuschalten, darf sich über solche Relaiskontakte wie oben im Bild nicht wundern.

Glücklicherweise gibt es diese Relais noch als Neuteile und wir erneuern diese immer, wenn es möglich ist, und weisen unsere Kunden darauf hin, das Gerät künftig nur ohne Ton ein- und auszuschalten – dann leben die neuen Relais auch sehr lange.

Auch die Endstufenplatinen wurden überarbeitet, einige Elkos erneuert. Bei allen Platinen werden zusätzlich auch alle Lötstellen mit der Lupe gesichtet und wo nötig nachgelötet. Am Ende werden alle Platinen gründlich gereinigt.

Hier die fertige Endstufenplatine eines Kanals nach der Bearbeitung. Auch die Potis werden gereinigt, nötigenfalls auch durch Ausbau, zerlegen und polieren der Schleiferringe.

Auch das Äußere darf nicht zu kurz kommen. Hier wird gerade die Frontplatte mit Sodareiniger und Bürste gereinigt, anschließend wird das mit Glasreiniger gesäubert und dann mit einem Baumwolltuch trocken gerieben. Danach mit einem Mikrofasertuch poliert.

Nachdem auch Ruhestrom und Offset eingestellt wurden, eventuell Lampen erneuert und nötigenfalls Stromanschlusskabel erneuert wurden, die möglicherweise vorhandenen US-Steckdosen still gelegt und die Spannung (sofern möglich) auch 240V umgestellt wurde, dann endlich kommt das offene Gerät in unsere Ausblaskammer. Dort wird mit Pinsel und Pressluftdüse das gesamte Gerät ausgeblasen, also sämtlicher Staub entfernt. Danach geht es wieder zurück auf den Werkstatttisch und alle Bauteile innen werden mit Glasreiniger gesäubert. Oben kann man das Ergebnis sehen.

Auch unten wurde alles gereinigt.

Dann werden auch das Bodenblech und der Gehäusedeckel gereinigt und wieder angebaut. Die Knöpfe vorne lagen zuvor im geheizten Ultraschallbad und glänzen daher wieder wie neu.

Das Gerät ist innen quasi wieder wie neu und das soll man von aussen auch sehen.

Die 40 Jahre sieht man diesem Verstärker wahrlich nicht mehr an. Der SA-8500II hat vor 40 Jahren mal 1.298,- DM gekostet. Wenn man sieht, wie gut der heute noch geht, dann hat sich das wirklich gelohnt. Wie schneidet wohl ein Verstärker von heute in 40 Jahren ab?

Auch die silberne Scheibe unter dem Volume-Knopf wurde mit neuem Schaumstoff auf der Rückseite versehen, damit kein Spalt zwischen Frontplatte und dieser Scheibe entsteht. Der Schaumstoff zerfällt im Lauf der Jahrzehnte, dadurch wird die Scheibe nicht mehr nach vorn gedrückt. Auch die kleinen Kunststoffblenden hinter den Kippschalterknöpfen wurden alle im warmen Ultraschallbad gereinigt.

Ebenso wird auf der Geräterückseite alles gereinigt. Die Cinchbuchsen werden poliert, in diesem Fall wurden auch die fehlenden PreOut-MainIn-Bügel ersetzt, ohne die das Gerät keinen Mucks macht. Alles übrige wird ebenfalls mit Glasreiniger gründlich gesäubert, abschließend mit einem Mikrofasertuch poliert.

Zum Schluß können die Eingangs-Fragen möglicherweise leicht beantwortet werden:

Lohnt sich das? – So eine Bearbeitung kostet rund 350,- Euro, ob sich das lohnt muß jeder für sich selbst entscheiden.

Was alles gemacht wird, haben wir ausführlich beschrieben und weshalb das so „teuer“ ist, kann man bei dem Umfang der Arbeiten vielleicht verstehen.

Kenwood KA-6150 - ein mittelgroßer Verstärker von 1977

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

Im Jahr 1977 war Kenwood einer der ganz erfolgreichen Hifi-Hersteller am Markt. Kaum ein Vergleichstest in einer der großen Hifi-Magazine (Audio, Hifi-Stereofonie, Stereo, Fono-Forum, Hifi-Vision und Klangbild) ging ohne ein Produkt dieses Anbieters. Kenwood war einer der so genannten Hifi-Vollsortimenter, die also alle Gerätekategorien anboten. Man hatte Verstärker, Tuner, Receiver, Endstufen, Vorverstärker, Plattenspieler, Kassettendecks, Lautsprecherboxen und nebst Zubehör auch noch Car-Hifi im Angebot. Und das vom Einsteigergerät bis High-End. Es gab einen Vollverstärker für 298,- DM (KA-1500MKII) aber auch eine Mono-Endstufe für rund 6.000,- DM (L-09M) im Katalog. Kenwood bot einfach sehr viel und hatte ein weitreichendes, gut organisiertes Händlernetz, welches der damalige Vertriebschef Wilhelm Küchler aufgebaut hatte. Er wurde später verdientermaßen Geschäftsführer der Kenwood Deutschland GmbH.

Das Programm von 1978/79 hatte allein acht Vollverstärker zur Auswahl, vom Model 600 bis herunter zum kleinen KA-1500MKII. In der Mitte gab es einen KA-6100, mit zweimal 80 Watt sinus an 4 Ohm, einem Gewicht von 11,5 kg und einem attraktiven Preis von 898,- DM. Diesen Verstärker gab es in Deutschland nur in silber unter der Bezeichnung KA-6100. In den Audio-Clubs der alliierten Militärs, die übrigens zoll- und steuerfrei einkaufen durften und daher für die Hifi-Geräte unglaublich wenig bezahlten, gab es zusätzlich noch die Variante KA-6150, dessen Front in „gun metallic grey“ gestaltet war – ansonsten aber völlig baugleich. Und solch einen Verstärker hatte ich gestern auf dem Tisch, der ist natürlich seltener als die silberne Version.

Es handelt sich um eine ebay-Auktion aus dem Januar 2017. Der Erwerber ließ den Verstärker direkt zu uns senden, er hat ihn also noch nie gesehen. Nach dem Öffnen bot sich mir dieses Bild:

Staub und dicke Schmutzschichten überall…

…gerade im Kühlkörper, da direkt darüber die Öffnungen für die Abführung der Wärme angeordnet sind…

..aber auch die Metallflächen begannen schon überall zu oxidieren…

…das Acrylglas der Power-Meterbeleuchtung war schon blind, die Platinen fingerdick mit Staub belegt…

… auch aussen ein trauriger Anblick, sogar ein Knopf fehlte…

…am schlimmsten sah jedoch das Speaker-Terminal aus, hier waren zwei Schraubköpfe komplett abgebrochen, andere nur teilweise zerstört – aber ingesamt nicht mehr zu retten.

Also habe ich dies zunächst ausgebaut und dann eine schwarze Kunststoffplatte zugeschnitten, auf der ein neues Terminal Platz nehmen kann. Auch hier war alles verdreckt…

…aber das lässt sich ja schließlich reinigen.

Die zugeschnittene Kunststoffplatte wurde angezeichnet und mit zwei Löchern versehen, damit diese Platte mit den Schrauben des originalen Terminals verschraubt werden kann. Zusätzliche Löcher in die Rückwand bohren geht gar nicht!

Im angezeichneten Feld werden nun die Bohrungen gesetzt, in die das neue Terminal montiert wird.

Ich habe Polklemmen verwendet, die hier bereits auf der Platte montiert sind. Die Schutzfolie ist dort entfernt, was den Farbunterschied zum vorherigen Foto erklärt.

So schaut das von der Rückseite her aus.

Die Platte ist nun an der Verstärkerrückwand montiert.

Auf diesem Foto ist die Verdrahtung des neuen Terminals zu sehen, es wurde natürlich 1:1 vom alten Terminal übernommen.

Da ich nun schon die Rückwand abgebaut hatte, bot es sich an,  dort gleich weiter zu machen. Die hierzulande verbotenen US-Steckdosen wurden still gelegt (unten im Bild zu sehen).

Anschließend kamen die beiden Schalter (Eingangswahl und Tape-Monitor) nebst Phono-Vorverstärker an die Reihe. Diese Platine befindet sich wohlweislich an der Rückwand, in direkter Nähe der Eingangsbuchsen, um die Signalwege sehr kurz zu halten.

Die Dreh-Schiebe-Schalter wurden ausgelötet…

…zerlegt und …

…gründlich gereinigt. Man kann hier gut sehen, wie die Kontaktreiter schon Spuren in die Kontaktleisten geschliffen haben, …

…nach der Metall-Politur mit Lederstäbchen, Abspülen mit Sprühwäsche und anschließender Hochglanzpolitur mit Leinenstäbchen, glänzen die Kontaktleisten aber wieder wie neu. Als Versiegelung wird dort ein Film aufgetragen („Schutz“ von Cramolin).

Die gereinigten Schalter sind hier bereits wieder eingelötet, dann wurden die Elktrolyt-Kondensatoren (Elkos) im Phono-Vorverstärker noch ausgetauscht, hier bereits eingesetzt, aber noch nicht eingelötet.

Nach Fertigstellung einer Platine wird natürlich alles gründlich gereinigt, man sollte einer Platine nicht unbedingt ansehen, wo dort gelötet wurde.

Damit waren im hinteren Teil des Verstärkers alle Arbeiten beendet und ich widmete mich dem vorderen Teil. Zunächst wurde das Acrylglas der Beleuchtung der Power-Meter abgebaut und gereinigt.

So schaut das doch schon wieder ganz anders aus, oder?

Auch das Lautsprecherrelais wurde erneuert, man sieht den Kontakten durchaus die 40 Jahre an – sie sind völlig schwarz, obschon hartvergoldet. Hier macht die Reinigung nur in Notfällen Sinn, denn die Vergoldung ist nur hauchdünn und ist bei einer Reinigung leider völlig verschwunden.

Hier das neue Relais bereits am Platz. Glücklicherweise sind diese Relais noch erhältlich.

Es wurden noch etliche Elkos erneuert und anschließend das ganze Gerät innen gründlich gereinigt.

Nun sind auch die Endtransistoren im TO3-Blechkleid gut sichtbar, die zudem recht großzügig dimensioniert sind. Sie können immerhin 80 Watt Verlustleistung in Wärme wandeln und zwar pro Transistor. Das sind hochwertige Sanken mit einer Transitfrequenz von 20 MHz – leider bekommt man heute kaum noch adäquaten Ersatz.

Das Netzteil versorgt mit zwei sekundären Hauptwicklungen am Trafo und zwei Gleichrichtern und vier Siebelkos zu je 6.800µF jede Endstufe einzeln – so etwas nennt man auch Doppel-Mono-Netzteil. In dieser Preisklasse selten anzutreffen.

Die Platinen sehen nun auch wieder halbwegs anständig aus.

Auch von aussen wurde alles sorgfältig gereinigt. Die Verfärbungen auf dem Blechdeckel stammen vermutlich von Aufklebern, die dort jahrelang keine Sonne hinließen.

Die Front sieht wieder beinahe neuwertig aus, das gun grey metallic mit den silbernen Knöpfen hat schon ein beeindruckendes Aussehen.

Die beiden beleuchteten Power-Meter, die umschaltbar sind: entweder 80W oder 3W für Vollausschlag.

Die Knöpfe badeten alle 30 Minuten in einem beheizten Ultraschallbad, da werden alle Verschmutzungen auch aus den kleinsten Ritzen herausgewaschen.

Die großen Knöpfe für Lautstärke, die in dieser Zeit üblich waren, sind immer sehr hilfreich bei der Feineinstellung des gewünschten Pegels.

Oben Anschlüsse und Überspielmöglichkeiten für zwei Tapes und Eingangswähler für Phono, Tuner und Aux. Unten die Klangeinstellmöglichkeiten. Der fehlende Knopf wurde selbstverständlich ersetzt.

Hinten finden sich die nötigen Anschlussbuchsen, ein Tape auch zusätzlich in DIN. Rechts die Anschlüsse für die Lautsprecher und darunter die stillgelegten US-Steckdosen.

So sieht das neu gebaute Lautsprecher-Anschluss-Terminal aus, beim kaputt machen der alten Klemmen sind wohl Werkzeuge verwendet worden, die ihre Spuren leider auch an der Rückwand hinterlassen haben.

Insgesamt ein durchaus erhaltenswürdiger Verstärker der Mittelklasse, hier in der selteneren gun grey metallic-Version.

Sansui 771 - ein Receiver von 1974

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

Sansui war mit den Receivern Six, Seven und Eight recht erfolgreich, in Deutschland jedoch eher weniger, wegen der hohen Preise.  Also brachte Sansui 1974 eine neue Receiverbaureihe auf den Markt, die so genannte 3-Digit-Serie. Sie bestand aus den Modellen 221, 331, 441, 551, 661, 771 und 881. Diese waren deutlich preisgünstiger als deren Vorgänger, verkauften sich aber merkwürdigerweise auch nicht häufiger in Deutschland – anderswo schon. Aus welchem Grund auch immer war Sansui in Deutschland leider nie so erfolgreich, wie es dieser herausragenden Marke gebührt hätte. Die größeren (und deutlich besseren) Modelle 8080 und 9090 kamen übrigens ganz kurz darauf heraus, waren aber auch erheblich teurer. Die 3-Digit-Serie ist bis heute unter Sammlern beliebt und glücklicherweise noch halbwegs günstig zu bekommen.

Der 771, der hier heute beschrieben wird, ist der zweitgrößte der Baureihe. Er leistet zweimal 40 Watt sinus an 8 Ohm – allerdings äußerst konservativ angegeben. Damit gehörte er zur gehobenen Mittelklasse, sein damaliger Neupreis lag bei 1.295,- DM. Zum Vergleich: der gleichzeitig am Markt angebotene Bestseller STR-7055 von Sony kostete „nur“ 998,- DM.

Der Besitzer dieses Exemplars aus Österreich vermutete eine Defekt der Endstufe, da mehrere Sicherungen immer wieder sofort durchbrannten. Endstufendefekte sind aber bei Sansui eher selten, da die Konstruktionen hochbelastbar sind – da brennen vorher die Sicherungen durch (die vier 5A-Sicherungen, die vor jedem Endstufentransistor liegen), welche aber alle intakt waren. Es war aber eine der beiden 6,3A-Primär-Sicherungen, die stets durchbrannte. Ursache dafür war ein defekter Haupt-Gleichrichter (Kurzschluss einer Diode). Zusätzlich war auch noch eine Diode für das geregelte Netzteil defekt (ebenso Kurzschluss), Daher wurden alle diese Bauteile sicherheitshalber erneuert.

Die Gleichrichter wurden durch ähnliche Typen von Toshiba ersetzt, die jedoch zuverlässiger sind. Die kleinen Dioden wurden durch 1N4007 ersetzt.

Nachdem dann alles wieder funktionierte und auch keine Sicherung mehr schmolz, funktionierte das Gerät zwar wieder, auch das Relais klickte, der Receiver gab jedoch keinen Ton von sich. Die Ursache dafür war rasch gefunden: der Längstransistor für die 33V-Spannung hatte Unterbrechung. Zusätzlich war der andere Längstransistor für die 16V-Spannung gegen einen europäischen Ersatztyp ausgetauscht worden, was ich zuerst einmal rückgängig machte. Der dort artfremde BD241 wurde wieder durch den originalen 2SD330 ersetzt.

Der defekte 2SC875, den es leider nirgendwo mehr gibt, habe ich durch einen BC639 ersetzt, der immerhin ein mehrfaches an Strom verarbeiten kann.

Hier nun das instandgesetzte Netzteil mit allen Sicherungen.

Und hier die erneuerten Längstransistoren.

Nachdem dies alles wieder funktionierte, wurden alle Schalter und Potis gründlich gereinigt – wovon ich diesmal keine Fotos gemacht habe, weil dies schon so häufig gezeigt wurde. Anschließend kümmerte ich mich um die desolate Beleuchtung der Skala, die Hälfte der Lampen waren bereits durchgebrannt. Die FM-Stereo-Lampe war zwar bereits erneuert, leuchtete aber nur sehr schwach.

Vorsichtig wurde die verklebte Skalenscheibe abgenommen, man kann die dahinter befindlichen Lampen dann ohne Ausbau des Lampenkastens austauschen und die Skalenscheibe beidseitig reinigen.

Nachdem alle fünf Lampen hinter der Skala und dem Instrument sowie die FM-Stereo-Lampe erneuert waren und die Skalenscheibe wieder montier war, sah das Ganze schon wieder richtig gut aus. Auch das Lampengehäuse innen wurde gründlich gereinigt.

Dies ist die fünfte Lampe hinter dem Instrument.

Hier sieht man die vier neuen Lampen hinter der Skala.

Auch das Lautsprecherrelais wurde erneuert, denn diese sind beinahe immer verschlissen. Es handelt sich um ein MY2 in 24V.

Nun wurden alle gefährdeten Elkos erneuert. Zunächst im Phonovorverstärker, der im 771 auf einer kleinen Extraplatine unetrgebracht ist. Hier vor der Bearbeitung.

Und nach der Erneuerung aller Elkos und Reinigung der Platine. Insbesondere die blauen Tantalelkos wurden gegen hochwertige Audio-Elkos ausgetauscht.

Auch die Treiberplatine für die Endstufe wurde gleichermaßen bearbeitet.

Auch hier kommen ausschließlich hochwertige Elkos der Marke Nichicon zum Einsatz.

Die Endtransistoren vom Typ 2SC1402 vertragen bis zu 8A, sind aber mit 5A in der Kollektor-Zuleitung abgesichert. Da kann eigentlich nichts pasasieren.

Beim Testen stellte ich fest, dass die Phonsignal zwar klar und sauber wiedergegeben werden,  jedoch viel zu leise. Diese Widerstände gehören da gar nicht hin, sondern wurden nachträglich, aus einem mir unbekannten Grund, dort eingebaut.

Ich habe diese entfernt und die Zuleitung von der Cinchbuchse wieder direkt angelötet. Damit war Phono auch wieder genau so laut wie die Radiowiedergabe.

So schaut der 771 von unten aus.

Und so von oben. Links oben das Hauptnetzteil, rechts daneben die Endstufe mit Schutzschaltung und geregeltem Netzteil. Darunter das Empfangsteil.

Das Gerät wurde auf 240V umgesteckt, unten sieht man die (im Normalfall abgedeckten) Ausschnitte der US-Steckdosen. Es handelt sich also zweifelsfrei um ein europäisches Modell.

Das originale Netzkabel wurde leider mit einem nicht zulässigen Schukostecker ausgestattet. Ich habe daher ein neues Netzkabel mit verschweißtem Eurostecker montiert – so werden die einschlägigen VDE-Vorschriften eingehalten.

Das serienmäßige Holzgehäuse ist leider nur foliert, das jedoch ganz hübsch. Wir haben es ein wenig aufgefrischt.

Die Front ist klar gegliedert, die Skala ganz im Sansui-typischen grün.

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, drei Paar Lautsprecher sind anschließbar, Hi- und Low-Filter sowie Audio-Muting sind vorhanden und alles ist übersichtlich angeordnet.

Es gibt auch zwei Tape-Anschlüsse mit Hinterbandkontrolle und darüber hinaus zwei Reserve-Eingänge (AUX).

Hinten finden sich hochwertige Cinchbuchsen, sowie ein großer Kühlkörper für die Endstufen. Auf der rechten Seite sind der Spannungsumsteller als auch die Abdeckplatte für die (nicht vorhandenen) US-Steckern zu sehen.

Insgesamt ein hübscher und netter Receiver, der wohl noch viele, viele Jahre mit sehr gut klingender Musikwiedergabe erfreuen wird.

Rotel RA-2020 - ein Verstärker von 1978

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1978 war Rotel ein wichtiger Hersteller am umkämpften Hifi-Markt. leider hatte man sich in den vorangegangenen Jahren durch niedrige Preise zwar gewisse Marktanteile erkämpft, leider jedoch nicht den gewünschten Ruf. Man galt, trotz der optisch extrem solide aufgemachten Geräte, eher als „Billig-Hersteller“. Diesem Image wollte man entgegen wirken und brachte 1978 die „Serie 2000“ auf den Markt, die deutlich höhere Ansprüche erfüllen sollte. Auch die später, preislich noch deutlich höher angesiedelte, nachgeschobene „Serie 5000“ sollte endgültig den Einzug in den „Hifi-Olymp“ bewerkstelligen – was jedoch letztlich mißlang. Erreicht wurde die gehobene Mittelklasse, leider nicht die Spitzenklassen, was hauptsächlich daran lag, dass Rotel nie eigene Produktionsstätten besaß, sondern stets auf Auftragsproduktionen zurück griff. Die Preisverhandlungen mit den Zulieferern werden wohl letzlich dafür verantwortlich sein, dass die verarbeiteten Bauteile bei Rotel nie den Qualitätsstandard der anderen, wirklichen Spitzenklasse-Hersteller erreichte. In der Spitzenklasse darf man einfach keine Kompromisse eingehen. Dafür waren Rotel-Geräte stets nie wirklich teuer.

Der hier vorgestellte RA-2020 war der kleinste Vollverstärker der Serie 2000, die größeren Brüder heißen RA-2030 udn RA-2040. Es gab noch einen Vorverstärker RC-2000, eine Endstufe RB-2000, einen Equalizer RE-2000, zwei Tuner RT-2000 und RT-2100, sowie ein Kassettendeck RD-2200.

Der RA-2020 hat 2 mal 85 Watt sinus an 4 Ohm (2 mal 65 Watt an 8 Ohm) und wiegt 13 kg.

Die Kanäle setzten aus oder verzerrten, was teilweise an einem verschlissenen Relais lag – oben sieht man die Schutzschaltung mit bereits neuem Relais. Auch wurden hier diverse Elkos eneuert.

Das war auch nötig, denn mindestens einer war schon kräftig am Auslaufen. das dunkle ist kein Kleberrückstand, dieser Elko war nicht verklebt.

Hier die Endstufenplatinen, an die man, dank etlicher Steckverbinder, ganz gut heran kommt. Auch die Schalter bedurften einer gründlichen Reinigung. Das ist ein Drehschalter mit zwei Ebenen.

Links vor dem Reinigen, rechts nachher.

Das Gleiche auf der Rückseite.

Dieser Schalter ist ein Dreh-Schiebeschalter, was bedeutet, dass die Achse wie ein Potentiometer gedreht wird – der Schalter innen aber vor und zurück geschoben wird.

Auch  hier wurde wieder alles gereinigt und versiegelt.

Das Klangregelteil ist nicht gesteckt, man kann es aber, dank längerer Verbindungsleitungen unter der Werkplatte durchschieben und kann dann Bauteile aus- und einlöten.

Die Potis wurden ebenfalls überarbeitet, hier das Balance-Poti. Da wurde die Bahn im Gehäuse schon mit Fett versiegelt.

Dann konnte das Poti wieder zusammen gebaut und eingelötet werden.

Dann saßen alle Platinen wieder an ihrem Platz und das Gerät konnte wieder komplett montiert werden.

Ein Blick von oben auf die Endstufe (oben) und den Vorverstärker (unten). In der Mitte das Netzteil mit der Schutzschaltung.

Der Phono-Vorverstärker sitzt hinten an der Rückwand, ganz in der Nähe der Cinch-Buchsen und hat eine Abschirmung. Auch hier wurden diverse Elkos erneuert.

An der Rückwand gibt es noch einen Schalter, mit dessen Hilfe man den Verstärker auftrennen kann, um beispielsweise andere Endstufen anzuschließen. Dieser wird so gut wie nie betätigt – das Signal muss aber stets über die Kontakte, weshalb es immer ratsam ist, diese Kontakte zu reinigen. Hier vor der Reinigung:

Hier nachher – der Draht in der Mitte ist aus Federstahl und sorgt für das spürbare Einrasten des Schalters.

Das Äußere ist typisch für Rotel und hat sehr häufig Griff an den Fronten.

Die Front recht klar und übersichtlich gestaltet, dioe Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf.

Die beiden großen LED-Ketten dienen als Power-Meter, für 1978 hochmodern, heute jedoch lieben die Sammler Zeigerinstrumente bedeutend mehr. Es lassen sich zwei Paare Lautsprecher anschließen, die LED-Ketten lassen sich empfindlicher schalten, damit auch bei Zimmerlautstärke schon etwas passiert.

Die Knöpfe sind aus Vollalu gedreht und an den Achsen verschraubt.

Viel Anschlussmöglichkeiten: zwei mal Phono, zwei mal Tape, Tuner und AUX.

Bei den Lautsprecher-Terminals wurde wohl schon einmal etwas verändert, denn das obere sieht nicht original aus.

Insgesamt ein qualitativ hochwertiger Verstärker, recht zeitlos gestaltet und überdies gesucht, weil selten. Wie man am Tietelbild erkennen kann, ist sogar der Originalkarton noch vorhanden.

Kenwood KA-501 - der kleinste Hi-Speed-Verstärker

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1980 brachte Kenwood vier neueartige große Verstärker auf den Markt, die alle den Zusatz „Hi-Speed“ erhielten. Der Hersteller machte damit darauf aufmerksam, dass man sich um die Schnelligkeit der Signalverarbeitung gekümmert hatte, was einen besseren Klang und weniger Verzerrungen mit sich bringen sollte. Es herrschte halt ein extrem großer Wettbewerb damals und jeder Hersteller versuchte mit „bahnbrechenden“ Neuerungen auf sich aufmerksam zu machen. Diese vier Verstärker namens KA-907, KA-801, KA-701 und KA-501 zählen jedoch noch heute zu den gesuchten und gern benutzten Modellen. In den letzten Jahren stark steigende Preise auf ebay zeugen davon. Heute vorgestellt wird heute der kleinste aus dieser Baureihe, der KA-501. Er leistet 2 mal 65 Watt sinus an 8 Ohm, bzw.  2 mal 80 Watt an 4 Ohm und kann mit einer slew rate (das meint die Anstiegsgeschwindigkeit des Signals) von plus/minus 100 Volt pro µsec aufwarten – das ist im Vergleich schon ein sehr guter, jedoch rein theoretischer Wert. Dennoch die alu-matten Fronten mit den sehr großen Knöpfen für Lautstärke haben schon eine positive Ausstrahlung, die man einfach mögen muss.

Der Aufbau dieses Verstärker ist ungewöhnlich. Hier „kleben“ die Platinen an der Front und an der Rückwand. In der Mitte finden sich lediglich die Endstufe samt Netzteil. Oben im Bild die Platine, die hinten an der Rückwand sitzt, daher auch die Cinchbuchsen.

So schaut das eingebaut aus. Es wurden die beiden Schalter gereinigt und etliche Elkos erneuert. Positiv: die Schalter sitzen direkt neben den Cinchbuchsen und werden mit einer langen Stange von der Front „ferngesteuert“ – das sorgt für extrem kurze Signalwege, die wenig Möglichkeiten der Fremdeinstrahlung oder des Übersprechens einräumt.

Die mittlere Platine beherbergt das Netzteil und die Endstufe und kann mit wenigen Handgriffen ausgeclipst werden, das Kühlblech mit nur zwei Schrauben.

Danach kann alles noch vorn geklappt werden und ist für den Service gut zugänglich. Das Lautsprecherrelais und ebenfalls einige Elkos wurden erneuert.

Die Platinen, die in der Front sitzen, können ebenfalls recht einfach augebaut werden. Dort bereiteten die drei Kippschalter Probleme, auch da sie bereits mit Kontaktspray „vorbearbeitet“ waren. Deshalb müssen diese ausgebaut werden und richtig gereinigt werden.

Hier noch ein Blick auf das zerlegte Gerät von oben.

Nun sind alle drei Kippschalter ausgelötet und werden gereinigt.

Zunächst die Kontaktplatte ausbauen…

…und erst mal begutachten. Die sehen genau so aus, wie sich das Schalten angehört hat: völlig schwarz angelaufen!

Nachdem alles poliert und versiegelt wurde kann der Schalter wieder zusammen gebaut werden. Dann können diese Schalter wieder jahrzehntelang störungsfrei ihren Dienst tun. Auch auf den Frontplatinen wurden etliche Elkos erneuert.

Nun ist wieder alles zusammengebaut.

Das ist der sehr großzügig dimensionierte Netztrafo.

Die potente Endstufe mit dem neuen Lautsprecherrelais.

Nochmals die hintere Platine mit der Eingangsstufe und dem Phono-Vorverstärker.

Vor dem Klangregelteil gibt es ein kleines Abschirmblech, damit die Wechselspannung dort nicht einstreuen kann.

Die sind die beleuchteten Power-Meter von hinten.

So schaut ein KA-501 von oben aus: klar, kühl und sachlich – ganz ohne Schnörkel.

Die Front wirkt sehr aufgeräumt, der riesige Volume-Knopf und die schönen Power-Meter fallen sofort ins Auge.

Sie sind beleuchtet und so ausgelegt, dass schon bei Zimmerlautstärke deutliche Ausschläge zu sehen sind. Man kann zwei Paar Lautsprecher anschließen.

Schade dass die Mode der sehr großen Knöpfe nicht sehr lange anhielt, ich fand es einerseits optisch gelungen und andererseits sehr feinfühlig zu bedienen.

Hinten finden sich alle wirklich nötigen Anschlüsse Für Phono, Tuner und Aux, sowie zweimal Tape, einer davon sogar in DIN.  Alles in allem ein wirklich guter Verstärker, der schon damals sehr preiswert war und auch heute nicht allzu viel kostet – wenn man denn einen ergattern kann.

Sansui 7070 - ein schmucker Receiver von 1976

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

An diesem schönen Receiver funktionierte so gut wie nichts mehr, Skala und Instrumente blieben dunkel, lediglich der Skalenzeiger und die Power-Meter leuchteten noch, wenn man eingeschaltet hatte. Ansonsten kein Mucks. Dabei kann er so schön klingen dieser 7070, dessen größere Brüder 8080 und 9090 vielen bekannt sein dürften. Der etwas kleinere 7070 ist nicht so häufig anzutreffen. Der 7070 war genau in der Mitte dieser Receiver-Baureihe (5050-6060-7070-8080 und 9090), wobei er mit 2 mal 60 Watt sinus an 8 Ohm schon ein ganz schöner Brocken war, er löste den 881 ab. In Deutschland kamen die kleineren drei Receiver erst mit über einem Jahr Verspätung auf den Markt, da der deutsche Importeur (Compo Hifi) offenbar noch zu viele Vorgängermodelle auf Lager hatte. In den Audio-Clubs der Militärshops waren diese Receiver jedoch sehr beliebt und blieben häufig in Deutschland, wenn die Erstbesitzer nach Jahren in die Heimat zurückkehrten. So auch dieses Exemplar, den es kann mit allen Spannungen zwischen 100 und 240V betrieben werden.

So machten wir uns denn an die Arbeit, aus diesem doch recht heruntergekommenen Receiver wieder ein wohnzimmertaugliches Vorzeigestück zu schaffen. Zunächst einmal Holzdeckel, sowie Front- und Bodenplatte herunter. Dann alle Lampen erneuert, damit man wieder etwas sieht an der Front – die war ja einfach nur schwarz.

Innen lag der Schmutz von Jahren…

…da war wohl schon sehr lange keiner mehr dran.

Dicke Staubschichten überall. Die Ferritantenne war aus dem Halter ausgebrochen…

…da man einen solchen kaum noch bekommt, haben wir die bewegliche Antenne mit einer langen Blechschraube an der Rückwand fixiert.

Die  rechte Endstufe war defekt und musste zunächst instandgesetzt werden. Nachdem einige Transistoren und ein Widerstand erneuert waren, spielten beide Endstufen zwar wieder,  jedoch weigerte sich die Schutzschaltung beharrlich, einzuschalten.

Ursache dafür war ein Thermistor, ein wärmeabhängiger Widerstand, der nachschaut, ob der Kühlkörper nicht zu warm ist. Dieser war defekt und ist nur schwierig zu ersetzen.

Wir fanden aber adäquaten Ersatz und dann lief der Sansui auch wieder.

Auch die Skalenscheibe war von innen schon von der Wärme der Lampen etwas angebräunt.

Ausgebaut kann man so etwas prima reinigen.

Und dann strahlt die Skala auch wieder wie neu.

Auch das Klangregelteil wurde komplett überarbeitet, indem wir die Potis samt Platine gründlich reinigten und die Elkos erneuerten. Da werden die Elkos (besonders diese orangefarbigen!) gegen Nichicon fine gold getauscht – und plötzlich klingen die Geräte wieder wie damals.

So schaute das dann nachher aus:

Auch das abgenutzte Relais und die Elkos der Schutzschaltung wurden erneuert.

Danach ging es an das Empfangsteil. Der 4-fach-FM-Drehko wurde gründlich gereinigt, danach das FM-Teil neu abgeglichen und schon empfing dieser Receiver auch wieder schwach einfallende Sender beinahe rauschfrei in Stereo.

Mit Pressluft und viel Fensterreiniger wurde das gesamte Gerät innen und aussen gereinigt und konnte sich dann auch wieder durchaus sehen lassen.

Auf der linke Seite das sehr kräftige Netzteil.

Das Holzgehäuse ist leider nur foliert – man könnte es auch in Echtholz furnieren. Hier war der finanzielle Rahmen aber momentan nicht mehr gegeben (kostet 179,- Euro in amerikanisch Nussbaum).

Die Front lässt einen nun die 41 Jahre vergessen, die dieser Receiver bereits auf dem Buckel hat.

Ein verschwundener Knopf wurde so ersetzt, dass dies nun nicht mehr auffällt, wobei ein in etwa passender Knopf aus der großen Knopfkiste so umgearbeitet wurde, dass man ihn durchaus für original halten könnte.

Die türkis-blaue Beleuchtung bei Sansui hat schon etwas ganz Eigenes…

Als nette Zusatzausstattung gibt es noch die beiden Power-Meter.

Der 7070 war bereits für das in den USA seinerzeit geplante Dolby-FM vorbereitet, jedoch kam es nie zum Tragen.

Auch verfügt der 7070 über eine Dreifach-Klangstell-Abteilung (Bässe-Mitten-Höhen).

Zwei Bandgeräte können, inkl. der Überspiel-Möglichkeiten angeschlossen werden, dazu zwei Plattenspieler und noch eine Reserve (AUX).

Hinten finden sich dann auch die Dolby-Adapter-Buchsen, sollte das System mal eingeführt werden.

Hinter diesem kleinen Kasten verbirgt sich der Spannungsumsteller. Das Netzkabel wurde in ein VDE-konformes erneuert, sowie die beiden (hierzulande unzulässigen) Steckdosen still gelegt.

Nun kann dieser wunderschöne 7070 ein neues Leben beginnen und sicherlich noch viele Jahrzehnte Musikgenuss ermöglichen.