Dokorder 800X

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Heute habe ich ein wirklich seltenes Gerät auf dem Tisch gehabt! Einen Receiver von 1971 der Marke Dokorder, Modell 800X. Um es vorweg zu nehmen: Dokorder war eine Firma in Yokohama namens Denki Onkyo Co. Der Hersteller Onkyo heißt ebenfalls Denki Onkyo Co. ist aber in Osaka beheimatet. Die Namensgleichheit liegt in dem japanischen Wort für Elektroakustik = Onkyo. Darüber gibt es immer wieder die wildesten Spekulationen – die Marken hatten tatsächlich niemals etwas miteinander zu tun.

Der 800X ist ein Receiver mit für damaliger Zeit sensationellen 2 mal 75 Watt Sinus an 4 Ohm, die Verarbeitung ist wie für die Ewigkeit, alles dick, klobig und ewig haltbar. Dazu ein völlig andersartiges Aussehen – von daher ein sehr außergewöhnliches Sammlerstück.
Er hat UKW und Mittelwelle, man kann Phono, Aux und ein Tape anschließen, zusätzlich noch einmal Tapewiedergabe mit Entzerrung.
Dazu zwei Paar Lautsprecher. Das Ganze wiegt satte 16 kg. Als Besonderheit hat er eine Klappe an der Front vorzuweisen, hinter der sich alle Bedienelemente verbergen, die man im Alltag nicht so häufig benötigt. Zudem ist er mit dem „Gyro-Touch-Kreisel“ zur Sendereinstellung ausgestattet, die man sonst nur bei Marantz-Geräten findet.

Der Receiber erhielt eine komplette Reinigungskur, der Tuner wurde gereinigt und neu abgeglichen und das Netzkabel wurde erneuert. Ich würde jede Wette eingehen, dass er die nächsten 40 Jahre noch locker durchhält…

Blick von unten in das geöffnete Gerät, sauber aufgebaut!

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Dito von oben. Oben links der Gyro-Touch-Kreisel für den Skalenantrieb, oben rechts der Eingangswahlschalter – so dicke Schalter hat sonst keiner!

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Blick auf das dicke Holzgehäuse – 22mm furniertes Sperrholz rundherum.

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Die Frontplatte (5mm starkes Alu!) mit der großen Klappe.

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Der Eingangswahlschalter mit den riesigen Tasten (10 mal 20 mm), da darf man auuch den Daumen nehmen.

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Die Skala mit der wunderschönen Beleuchtung.

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Volume und Balance sind als Schiebepotis ausgeführt, ebenfalls mit riesigen Knöpfen versehen.

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Die Bedienelemente in der Klappe von oben betrachtet.

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Die Rückwand ist aus 3mm Aluminium und dient den Endstufen in ihrer Gesamtheit als Kühlkörper. Wie man sieht – auftrennbar ist er auch, höchst ungewöhnlich im Jahre 1971!

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Das Typenschild – nicht von Onkyo!

[Bild: A55kT.jpg]

Hier will man das durchaus glauben, das jedes Gerät einzeln geprüft wurde.

[Bild: cfYxu.jpg]

Der Halter für die Ferritantenne ist wohl auch der massivste von allen, die ich je gesehen habe.

Das Gerät hat schon einen gewaltigen Eindruck bei mir hinterlassen – auch klanglich, absolut ordentlich!

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