Grundig Monolith 80

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Heute bin ich dazu gekommen diese beiden Vier-Weg-Aktivlautsprecher für einen guten Stammkunden in Angriff zu nehmen. Es handelt sich um die Grundig Monolith 80 von 1981. Bestückt mit zwei 20cm-Basslautsprechern, einem 37mm Kalotten-Mitteltöner und einem 25mm-Kalotten-Hochtöner. Dann sind natürlich aktive Frequenzweichen vorgeschaltet mit den Übergangsfrequenzen 200, 800 und 4000Hz. Der eine Basslausprecher wird also als Tiefmitteltöner eingesetzt, der andere als Tiefbassunterstützung. Die Endstufen leisten zwei mal 40 Watt im Bassbereich und zwei mal 20 Watt im Mittel-/Hochton-Bereich. Die Boxen kosteten Anfang der 80er Jahre über 2.000,- DM als Paar und waren in Nußbaum echtholzfurniert. Die Bespannungen aus Stoff fehlen hier, sind aber vorhanden.

Die Sicken sind aus Gummi und mussten daher nicht behandelt werden. Eine Box hat gebrummt, hier lag eine Masseunterbrechung vor, die andere funktionierte gar nicht, hier musste lediglich die Netzsicherung erneuert werden. Zudem wünschte der Neubesitzer (bei ebay ergattert) sich neue Netzkabel und ein langes Cinch-DIN-Kabel zum Betreiben. Letzteres war kein Problem, die Netzkabel auszutauschen war schlicht unmöglich.

[Bild: AFDV4.jpg]

Das hier zeigt einen ausgeklappten Elektronik-Einschub, der in der Rückwand steckt, am unteren Rand sind die Bassendstufen.

[Bild: JTZ4b.jpg]

Der Blick von der gegenüberliegenden Seite mit den Mittel-/Hochtonendstufen.

[Bild: hNiqg.jpg]

Das hier ist ein gutes Beispiel dafür, warum ich einfach keine deutschen, bzw. europäischen Geräte mag. Aus Sicherheitsgründen, oder was weiß ich weswegen, hat man bei Grundig das Netzkabel endgültig eingebaut. Einerseits mit einer üblichen Kabeltülle durch die Kühlkörper-Rückwand geführt, doch damit nicht genug, von innen hat man das Ganze zusätzlich mit einem Kleber aufgefüllt, in erster Linie wohl, um eine Luftdichtigkeit hinzubekommen – aber dadurch ist das Erneuern des Netzkabels ein nahezu undurchführbare Prozedur. Da hat man wohl gedacht, dass ein Netzkabel eben nicht kaputt geht. Erzählt dass mal Zwerghasen, Meerschweinchen oder Hundewelpen, dass man am Netzkabel einer Grundig-Aktivbox niemals nicht knabbern darf! Ich habe es also dran gelassen und so gut es geht geflickt.
Furchtbar!

[Bild: 8r1m7.jpg]

So schauen die beiden von vorne aus. Sie sind immerhin rund 85cm hoch, 45cm breit und 25cm tief und wiegen 31kg pro Stück.

[Bild: jTk3J.jpg]

Hier habe ich die linke Box mal herum gedreht. Klanglich sind sie übrigens recht merkwürdig: betreibt man sie linear, wirken die Mitten etwas überpräsentiert, schaltet man auf Loudness ON, wirkt das Klangbild insgesamt stimmiger, klingt aber durch die Anhebungen doch sehr nach Plüsch und Schrankwand – wollte die Grundig-Klientel das so? Die Grundig Aktiv-30 und Aktiv-40 klingen im Vergleich dazu wirklich hervorragend.

[Bild: Mp79q.jpg]

Beide Chassis identisch, oben der Tiefmitteltöner unten der Tiefbass, beide akustisch miteinander verbunden, dadurch arbeitet der obere automatisch als Passivmembrane – für meine Begriffe ein eher fragwürdiges Konzept.

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Das sind die beiden Mittel- und Hochtonkalotten.

[Bild: TCJt7.jpg]

Das ist ein Verstärkereinschub von Nahem.

Die Holzgehäuse wurden noch etwas aufgefrischt, das Cinch-DIN-Kabel angefertigt.

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