HITACHI HCA- und HMA-7500 MKII

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Heute hatte ich eine Legend auf dem Tisch – die „berühmte“ Hitachi Vor-Endstufen-Kombination HCA- und HMA-7500, hier in der MKII-Version. Diese Kombination war lange, lange Zeit Referenz bei einer Hifi-Zeitschrift – wegen ihres neutralen Klanges. Sie sorgte dafür, dass MOS-FET-Endstufen bei etlichen Herstellern angeboten wurden und zum Teil noch immer werden. Diese Kombination wurde (als MKII) ab 1980 verkauft, leistet 2 mal 80 Watt sinus an 8 Ohm und wog 14 kg. Die Endstufe kostete 1.298,- DM, der Vorverstärker 798,- DM.

Defekt waren die Beleuchtung, die 4- und 8-Ohm-LEDS an der Endstufe, sowie einige altersbedingte Kontaktprobleme. Offenbar hat auf dem Transport auch eines der beiden großen VU-Meter sein Leben ausgehaucht. Das nadelgelagerte Drehspulinstrument hing an der Skala fest. Nach einer Demontage konnte ich feststellen, dass die Nadel vorne abgebrochen war. Dadurch konnte die Spule frei hin- und hertaumeln. Ich habe sie nun so weit wieder befestigt, dass die Nadel auf -unendlich steht, aber leider nichts mehr anzeigt. Vielleicht findet sich mal ein Schlachtgerät, denn alles übrige macht die Kombi wieder perfekt.

[Bild: HjeNl.jpg]

So sah die Endstufe von innen aus, als sie ankam.

[Bild: 8mEL1.jpg]

[Bild: UU9WH.jpg]

Nach einer gründlichen Reinigung waren dann beide wieder vorzeigbar. Die Endstufe ist in Doppel-Mono aufgebaut, zwei Trafos und vier Kondensatoren.

[Bild: hUf32.jpg]

So sieht die Kombi von aussen aus – leider handelt es ich um eine Kunststofffront mit anfälliger Lackierung, nicht mehr 100%ig sauber zu bekommen.

[Bild: ADFl8.jpg]

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[Bild: B34gh.jpg]

[Bild: 5bdm7.jpg]

Die Front in Details, der Phonoumschalter des Vorverstärkers hat drei Stufen für MM (100, 47 und 22 kOhm) und zwei weitere für MC (2,5 und 0,2 mV) – also universell verwendbar!

[Bild: XgLqu.jpg]

Hier noch die Rückseiten. Eine wundervolle Kombination, die in einer Zeitschrift (ich weiß nicht mehr welche – stereoplay?) jahrelang als Referenz auftrat.

6 Kommentare für “HITACHI HCA- und HMA-7500 MKII

  1. Es war nicht die MK2 Version, welche in der AUDIO als Referenz unter dem schönen Hannes Scholten als Chefredakteur diente. Relativ bald wurde diese Kombi durch die KS Kücke Vor-und Endstufe abgelöst; das waren noch Zeiten ohne Kabelgeschwurbel 🙂

    Stimmt, als Referenz waren Geräte der ersten Serie bei der Audio. Nach meiner Erinnerung wurden die aber nicht so schnell abgelöst, sondern blieben es recht lange. Ich kann mich aber durchaus irren.
    Beste Grüße Armin

  2. Der HMA 7500 ab 1978 bis 1982 war und ist auch heute noch klanglich einsame Spitze. Das Nachfolgermodell MKII war echt Müll in klanglicher Hinsicht! Um es einmal klarzustellen: Mit der Servoschlaufe im MKII mussten die Open-loop Parameter derart verschlechtert werden, dass sich der MKII vom 7500 deutlich negativ unterschied. Er klang eben wie die meisten im Markt und wie KS oder ASC oder Revox u.s.f.! Das war das Ende der Serie! Wer glücklicher Besitzer eines 7500 ist, soll ihn behalten und ggf. den CD durch Neukomm Audio oder die Boxen durch Piega ersetzen! Unsere Monitorlautsprecher waren: Bopp 704 Hybridelektrostaten. Ich kenne diese Verstärker sehr gut und ich habe das Prinzip weiterentwickelt, zu einem outstandig Amp: 12GHz GBP, Klirren -115 dB bei 20kHz!
    Herzlich R.S.

    • Hallo Rudolf Schwarz, es würde mich sehr interessieren, wie Du den Hitachi HMA-7500 weiterentwickelt hast und was alles verändert oder erneuert wurde. Wärst Du vielleicht bereit, ein Schema zu veröffentlichen? Herzliche Grüsse

  3. Nach 30 Jahren, trenne ich mich von meinen Hitachi HCA-7500 in Schwarz (muss überholt werden) und der Endstufe Hitachi HMA-7500 MKII in Silber (muss überholt werden).
    Wer Interesse hat meldet sich einfach.

    Eigentlich hätte man ja mal fragen können, ob man unsere Seite einfach so als Verkaufsplattform benutzen darf. Das wäre höflich gewesen.
    Beste Grüße Armin

  4. Stephan Schüller|

    @rudolf.Ich weiß ja nicht ob die von dir gehörte 7500 MK2 in ordnung war,aber meine ist es und ich habe sie im Vergleich zu einer Sony TA N 55 es gehört.Einzig im Bass etwas schwächer aber ansonsten echt top!Aber man kann ja froh sein das du das weiterentwickelt hast.

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