Sherwood HP-5500

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Letzte Woche habe ich hier den wundervollen und überaus seltenen Sherwood HP-2000 vorgestellt – heute folgt der dazugehörende Tuner, das Modell Sherwood HP-5500, der ebenfalls von 1977 stammt und zur High-Performance-Serie zählt, die Sherwood retten sollte. Bekanntermaßen schlug dies fehl und der US-amerikansche Hersteller Sherwood wurde vom koreanischen Inkel Elektronik-Konzern übernommen.

Der HP-5500 ist ein sehr guter AM/FM-Tuner, in gleicher Manier wie der Verstärker gebaut. Er ist mit einem 5-fach-FM-Drehko ausgestattet und bietet einen exzellenten Empfang.

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Auch hier findet sich der Aufbau auf einzelnen Platinen.

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Da die Verdrahtung vollständig auf der Unterseite vorgenommen wurde, sieht es von oben extrem übersichtlich aus. Rechts das nochmals abgeschirmte Frontend.

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Hier steht der Name der Serie, wofür das Kürzel HP in der Typenbezeichnung steht. Man wollte der etablierten Konkurrenz, wie McIntosh und Accuphase, Paroli bieten. Mit  1.898,- DM war der HP-5500 auch kein Sonderangebot.

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Von aussen exakt auf den Verstärker abgestimmt, fehlen auch rechts und links die hübschen Echtholz-Seitenteile nicht.

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Die Front ist aufgeräumt und wirkt mit dem schlichten grau der Skala wenig verspielt, dafür vornehm zurückhaltend.

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Geschickt  sind oben und an den Seiten die Überstände so groß, dass alle Anschlüsse und deren Stecker locker darunter verschwinden.

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Hier nun der Anblick beider Geräte zusammen – das Gespann HP-2000 und HP-5500 dürfte so zusammen kaum noch erhältlich sein – da müsste die Not des glücklichen Sammlers doch recht groß sein…

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Ein weiteres Gerät desselben Sammlers stand in dieser Woche noch auf meinem Tisch – ein AKAI Receiver AA-940 von 1973. Ein Receiver mit einer tiefblauen Skala und beachtlichen 2 mal 95 Watt sinus an 4 Ohm, Gewicht 15 kg.

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Auch hier herrscht der Aufbau auf einzelnen Platinen vor, jedoch oben und unten miteinander verdrahtet. Das ist die Unterseite.

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Hier der Blick von oben in das geöffnete Gerät. Ganz rechts unten befindet sich die MPX-Platine (Dekoder) auf der ein Filter eine Unterbrechung hatte. Glücklicherweise konnten wir aus einem Schlachtgerät ein baugleiches Filter entnehmen…

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Hier in Großaufnahme – nun spielt der Receiver wieder auf beiden Kanälen bei FM.

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An der Rückwand sind die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten zu sehen: 2 x Phono, AUX und 2x Tape, Vor-Endverstärker auftrennbar und drei Paar Lautsprecher. Ganz schön reichlich für 1973!

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Dass der Receiver aus dem Hause Pioneer stammt, kann man leicht an den Lautsprecheranschlüssen erkennen.  AKAI selbst stellte zu dieser Zeit nur die Bandmaschine und Kassettendecks selbst her und liessen sich Verstärker, Tuner und Receiver zuliefern. Es gibt allerdings keine baugleichen Modelle in deren Programm.

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Von aussen viel Holz – leider alles nur foliert.

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Die Front hingegen ist einmalig, die schräge Kante an der oberen Fronthälfte findet man nur bei dieser AKAI-Baureihe (oder noch woanders?).

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Die tiefblaue Front wird durch grüne, orange und rote Lichter unterstützt, passt aber alles irgendwie…

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Die beiden Instrumente sind auch noch kein bisschen vergilbt, wie man das leider sehr häufig an Marantz-Modellen findet.

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Eine weitere Besonderheit sind diese geriffelten Gummiringe um die Drehknöpfe – die sehen einfach richtig gut aus und fassen sich auch sehr gut an.

 

Es hat mal wieder großen Spaß gemacht, diese beiden zu erhalten. Vermutlich spielen die auch in zwanzig Jahren noch ordentlich auf – von welchem heute gekauften Gerät darf man das ebenfalls erwarten??

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