Pioneer SX-9930

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Diese Woche stelle ich einen Stereo-Receiver aus dem Jahr 1975 vor, der seinerzeit 2.385,- DM kostete, was damals richtig teuer war. Es gab nur noch einen größeren Receiver bei Pioneer damals: den SX-1010. Der hier vorgestellte ist ein SX-939 in schwarz, dann heißt er SX-9930. Die sind recht selten anzutreffen, daher stelle ich ihn hier vor. Er leistet zwei mal 100 Watt sinus an 4 Ohm, was für damalige Zeiten schon recht heftig war. Er wiegt satte 18,5 kg und ist wirklich durch und durch solide.

Dieses Exemplar muss allerdings längere Zeit in einem feuchten Keller verbracht haben, denn er roch schlecht und war stark verschmutzt. Zudem waren Schalter und Potis heftigst am Gammeln, die Platinen waren leider auch nicht mehr jungfräulich. Aber: eine komplette Schalter- und Elko-Kur brachte ihn wieder zum perfekten Funktionieren, ein gründliche Reinigung sowie die Erneuerung der Beleuchtung gaben ihm wieder ein gutes Aussehen.

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Hier ein Blick von unten in das offene und gereinigte Gerät, rechts Trafo und Siebung, links daneben das Netzteil, daneben Phonovorverstärker, vorne Klangstellung rechts und Eingangswahlschaltung links – oben sieht man ein wenig von der Endstufe.

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Von vorne ohne Frontplatte, die zur Reinigung und zum Ausbau der Schalter abgenommen wurde. Die Beleuchtung ist hier bereits neu. Die Schalter wurden alle ausgebaut, zerlegt, gereinigt, poliert und dann mit Kontaktfett versiegelt. Nun knarzt da nichts mehr.

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Blick von oben: hinten die Endstufenplatine, die Endtransistoren befinden sich auf zwei sehr großen Kühlkörpern.

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Die Treiberkarte aus der Nähe.

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Endtransistoren im TO-3 Gehäuse von Toshiba aus der Nähe.

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Es wurden auf nahezu allen Platinen unter anderem etliche Elkos erneuert.

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Hier alle erneuerten Teile auf einem Haufen: Netzkabel, Relais, Lampen und Kondensatoren.

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Auch das (leider nur folierte) Holzgehäuse wurde optisch aufgefrischt.

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Alle Knöpfe wurden im Ultraschallbad gereinigt.

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Tasten und Tuninginstrumente aus der Nähe.

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Die Skala hat wieder dieses wunderschöne Blau, was seit damals immer wieder begeistert.

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Nachdem der Drehko gereinigt wurde und der Tuner neu abgeglichen wurde, empfängt er auch wieder anständig und in Stereo.

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Auch hinten wurde alles gereinigt. Für 1975 hatte der SX-9930 eine umwerfende Ausstattung.

7 Kommentare für “Pioneer SX-9930

  1. Das ist sicher eine sehr schöne Restaurationsarbeit. Aber ich hatte auch einmal einen Pioneer-Receiver, SX 737, besessen. Was mich an diesem – und anderen Geräten wie dem SX 9930 – von Pioneer stört, ist das Neben- oder Durcheinander von gleichzeitig Drehknöpfen, Drucktasen und Kippschaltern auf der Front. Da gab es, bei mindestens gleicher Performance, Konkurrenzmodelle mit einerem wesentlich besseren Erscheinungsbild…

  2. Das ist sicher persönliche Geschmackssache…

    Beste Grüße
    Armin

    P.S. Momentan steht gerade Ihr 2285B auf dem Werkstatt-Tisch – wird Montag fertig. Schönes Wochenende!

  3. Der ist mal wieder super geworden, meiner muß noch warten, bis er die Reise zu Euch antritt. Hausbau geht leider zur Zeit vor 🙁

  4. Servus Armin,
    lese immer regelmäßig mit Begeisterung Deine Berichte. Frage, benutzt Du das Kontaktfett nur für Schalter, oder auch bei Potis?

  5. Ja, Jens, auch bei Schaltern – aber nicht auf der Kohle-Leiterbahn, sondern nur auf dem Rückführring, dort wo es immer kratzt und Metall auf Metall schleift.

    Beste Grüße
    Armin

  6. Hallo Adri,

    bei Potentiometern gibt es eine Kohleschleiferbahn, die den einstellbaren Widerstand ergibt. Vom Schleifer führt in der Mitte des Potis eine Metallbahn zurück zum mittleren Anschluss des Potis – diese Metallbahn ist gemeint mit „Rückführring“.

    Funktionieren die gereinigten Schalter alle wieder korrekt?

    Beste Grüße
    Armin

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