Akai GX-600DB

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In dieser Woche gab es wieder einige interessante Objekte in unserer Werkstatt. Als erstes stelle ich hier eine große Bandmaschine von AKAI vor. Es handelt sich um das Modell GX-600DB von 1974 – hat also schon über 40 Jahre auf dem Buckel. Sie war ziemlich verdreckt und die Schalter machten schon deutliche Probleme. Zudem musste da ein neues Netzkabel dran, denn „Lakritzkabel“ mit angeschraubtem Schukostecker geht nun mal gar nicht.

Zunächst ein Blick in die geöffnete Maschine, alles „aus dem Vollen gedreht“ – damals wurde noch nicht gespart, war ja schließlich auch teuer. Drei große Motore verrichten hier ihre Arbeit.

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So sieht das normal mit der Rückwand aus.

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Von vorne, nach dem Reinigen – ein wirklich schöner Anblick!

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Die beiden großen, beleuchteten VU-Meter.

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Unter dieser Abdeckung befinden sich die drei Tonköpfe mit schützender Glasschicht auf dem Kopfspiegel.

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Die großen Tasten benötigen nur einen ganz leichten kurzen Tipp und schon wird der Befehl, elektronisch gesteuert, ausgeführt.

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Auf beiden Seiten Fühlhebel, die den Bandlauf überwachen.

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Die Maschine läuft wieder nahezu geräuschlos und klingt fantastisch, man muss sich schon arg
anstrengen, um Unterschiede zum Vorbandsignal festzustellen. Die wird noch lange Dienst tun.

Lennart hatte in dieser Woche einen Marantz 2325 auf dem Tisch, der (unter anderem) ein völlig verformtes Lampengehäuse an Bord hatte. Offenbar war dies schon einmal erneuert worden, denn es stand 4400 drauf (mit Filzschreiber) und ein Datum (30.6.2006). Jedoch hielt auch dieses Kunststoffgehäuse nicht, insbesondere dann nicht, wenn man schöne, helle Lampen einbaut. Die Wärmeentwicklung ist Gift für die Lampengehäuse. Deshalb baut Lennart in solchen Fällen immer ein neues Lampengehäuse aus Aluminium – das dürfte ewig halten.

Einbaufertig auf dem Tisch.

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Hier schon im Gerät, von oben betrachtet.

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Sieht von vorne dann so aus:

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Hier nochmal das alte Kunststoffgehäuse.

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Ist die Skalenscheibe montiert, schaut das dann so aus:

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Dieses Gerät wird am Montag fertig, der Besitzer kann sich schon freuen.

Der dritte Kandidat aus dieser Woche ist ein Plattenspieler von Pioneer, dessen folierte Zarge leider nicht mehr schön aussah. Der Besitzer wünschte sich deshalb ein Furnier aus echtem Holz – und das sollte er auch bekommen. Es handelt sich um einen Pioneer PL-550 von 1977, der die manuelle Version des vollautomatischen PL-570 war. Auch er verfügte über einen quarzgeregelten Direktantrieb und einen sehr soliden Tonarm. Leider ist die Nussbaum-Imitatfolie nicht sehr haltbar. Nahezu alle heute angebotenen Exemplare leiden an teilweise abgelöster Folie.

Jetzt ist alles in amerikanisch Nussbaum furniert, wobei leider die weissen Schriftzüge auf der Oberseite entfallen, denn die sind in die Folie eingedruckt.

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Aber eine gewisse Ausstrahlung haben die Geräte dieser Epoche immer, oder?

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Das Stroboskop mit neuer Lampe (die alte war durchgebrannt).

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Von der Seite betrachtet (die Stütze habe ich natürlich noch etwas höher gestellt).

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Tonarm und Bedienfeld von oben. Eingebaut ist hier ein Audio-Technica AT-20Sla.

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Alle Embleme und Elemente sitzen wieder exakt an Ihrem Platz. Dazu bohrt unser Tischlermeister extra alle benötigten Löcher von innen nach aussen durch das Furnier.

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Auch hinten alles wieder wie vorher. Der Tischler bekam natürlich ein völlig leeres Gehäuse zum Furnieren, sonst geht es ja nicht.

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Die Haube ist glücklicherweise in einem für das Alter hervorragenden Zustand.

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So, das war es für diese Woche, liebe Freunde – nächste Woche wieder mehr.

2 Kommentare für “Akai GX-600DB

  1. Der Dreher sieht toll aus,das Problem mit der Folie habe ich auch beim SX 650.Ich hab das Gehäuse mal neu foliert,sieht aber nicht so toll aus.Wo liegt das Furnieren eines Receiver Gehäuses etwa preislich?
    Gruß Axel

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