Sansui SC-737 und SC-3003

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In dieser Woche stelle ich hier zwei ältere Kassettendecks der Marke Sansui vor, die zwar schon vor längerer Zeit zur Bearbeitung hier waren, aber bisher noch nicht vorgestellt wurden. Sie sind aus der Sammlung von Mathias, der eine der umfangreichsten Sammlungen weltweit der Marke Sansui sein eigen nennen kann! Beide Decks sind älteren Jahrgangs, genauer von 1975 und 1977. In den dazwischenliegenden Jahren hat sich allerdings von der Optik her allerhand getan: man stellte weltweit rigoros von den flachen Topladern auf die senkrechten Frontlader um. Auch die Technik wurde dabei deutlich verändert.

Fangen wir mit dem älteren Toplader an, es handelt sich um das Modell SC-737.

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Innen kann man die grundsolide Technik erkennen, die stark darauf zurückzuführen ist, dass man für das Laufwerk traumhaft viel Platz hatte. Die Verwandschaft zu den Spulenbandmaschinen ist unverkennbar.

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Der Motor (es gab nur einen) hat einen Ventilator zum Kühlen und treibt über mehrere Riemen die Transportmechanik an. Alles sehr übersichtlich und, wie gesagt, grundsolide.

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Aussen wurde alles über große Hammertasten bedient und das Gerät ist, aufgrund der großen Fläche, sehr übersichtlich.

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Ein-und Ausgänge sind getrennt einstellbar, vorn gibt es noch zusätzliche Klinkenbuchsen.

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Die VU-Meter hingen sind, modeabhängig, noch recht klein, aber beleuchtet.

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Ein netter Hingucker ist die Bandlaufanzeige, deren Leucht-Strich wie eine Radarschirmanzeige rundherum läuft. Habe ich bisher woanders noch nicht gesehen.

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Auf der Rückseite findet man Anschlüsse in Cinch und DIN – umschaltbar. Das Deck ist in einem hervorragenden Zustand!

Das zweite Deck, ebenfalls von Mathias, ist zwei Jahre jünger, also von 1977 und schon ein Frontlader. Die allgemeine Mode wollte stapelbare Geräte und die Bandmaschinen liefen ja ebenfalls überwiegend senkrecht.

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Am unteren Bildrand sieht man, dass das Laufwerk sehr viel kompakter gebaut ist. Als Techniker kommt man dann nicht mehr so gut an alles heran.

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Der Riemen im Bild ist für schnellen Vor-/Rücklauf. Den Tonwellenantrieb sieht man nicht.

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Das Gerät ist nun so gestaltet, dass man alle Komponenten übereinander stapeln kann, auch Racks, in die man die Geräte einbauen konnte, waren sehr verbreitet.

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Die Front zeigt sich, trotz der ebenfalls vorhandenen Hammertasten-Mechanik, immer noch sehr aufgeräumt, obschon die Fläche sehr viel kleiner geworden ist.

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Die VU-Meter hingegen sind deutlich größer ausgefallen und zudem besser ablesbar, da sie einen hellen Hintergrund haben. Natürlich sind sie ebenfalls beleuchtet.

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Die Idee das silber mit schwarz zu kombinieren, gibt dem Gerät eine sehr solide Erscheinung.

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Hinten hat sich bis auf die Gerätehöhe nicht viel verändert, DIN und Cinchanschlüsse, umschaltbar, wie gehabt.

Diese beiden Geräte von Mathias sind beide exzellent im Zustand und arbeiten wie neu. Da kann er stolz darauf sein.

2 Kommentare für “Sansui SC-737 und SC-3003

  1. Hallo, Armin!
    Danke für den Bericht und die vorzügliche Instandsetzung!
    Das Pultdeck ist wohl in Lizenz bei Nakamichi gefertigt worden.
    Das SC-3003 war der standesgemäße Zuspieler zur Definition/Professional-Serie – schön, daß er so gut geworden ist!

  2. Hallo Mathias,

    also das Nakamichi 500 ist zwar ein wenig ähnlich, aber keineswegs baugleich mit dem SC-737. Die haben technisch nichts miteinander zu tun. Das hat Sansui ganz allein hinbekommen.

    Beste Grüße
    Armin

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