Kenwood KA-6000

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Dieser wirklich solide und robuste Vollverstärker der Marke Kenwood erschien 1968 auf dem Markt und leistete 2 mal 64 Watt sinus (4 Ohm) und 2 mal 85 Watt Musik – was für damalige Zeiten richtig viel war! Er war nicht einmal der größte in der Familie, es gab noch einen größeren KA-7002 und kleinere Brüder namens KA-4000 und KA-5002. Er wiegt 11,1 kg und hat schöne Echtholzwangen. Dieses Exemplar aus Baden-Württemberg ist fantastisch erhalten.
Hier ein Blick nach drinnen:

[Bild: kenwood-ka_6000-01-73066_nassachmuehle.jpg]

Aussen links und rechts die Kühlbleche mit den Endtransistoren, oben links der vergossene Netztrafo, rechts daneben die Treiber der Endstufe und einige der größeren Kondensatoren. Die Endstufe ist in Quasi-Komplementärschaltung aufgebaut.

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Hier einer der überdimensionierten Kühlbleche einer Endstufe mit den großen Hitachi-Endtransistoren.

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Jede Baugruppe hatte ein schwarz lackiertes Abschirmblech, hier sind alle montiert (im ersten Bild waren alle entfernt).

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Die Aussenansicht mit den hübschen Holzwangen in nussbaum natur.

[Bild: kenwood-ka_6000-05-73066_nassachmuehle.jpg]

Die Front als Gesamtansicht. Jeder der massiven Metallknöpfe ist mit zwei Schrauben an den Achsen befestigt, was für eine sehr ordentlich Haptik sorgt. Die blauen Anzeigen für die Eingangswahl ähneln den späteren Leuchtdioden, die damals noch gar nicht erfunden waren.

[Bild: kenwood-ka_6000-06-73066_nassachmuehle.jpg]

Die Bässe und Höhen werden in Stufen geschaltet, alle Knöpfe rasten unglaublich satt ein, das war Qualität für die Ewigkeit – das Gegenteil von Obsoleszens!

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Auch die Kippschalter sind so groß, dass diese auch als Netzschalter eingesetzt werden könnten. Nichts davon war defekt!

[Bild: kenwood-ka_6000-08-73066_nassachmuehle.jpg]

In der Mitte das kombinierte Volume/Balance-Poti. Eine Besonderheit für 1968 bildet der an diesem Verstärker tatsächlich vorhandene Eingang für „dynamische Tonabnehmer“ (die man später, als sie verbreitet waren, „MC“ – für moving-coil- nannte). An der Rückseite (übernächstes Bild) gibt es einen Empfindlichkeitsschalter mit 0,05mV (oder 0,5 bzw. 2,5 mV) für den Phono1-Eingang. Die Eingangsimpedanz lag dann bei 200 Ohm – sensationell für 1968!

[Bild: kenwood-KA_6000-09-73066_nassachmuehle.jpg]

Die Rückseite mit den vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, selbst ein Mono-Out für z.B. einen aktiven Subwoofer ist vorhanden. Die Lautsprecherklemmen sind wirklich erwachsen und überaus solide.

[Bild: kenwood-ka_6000-10-73066_nassachmuehle.jpg]

Hier der oben erwähnte Empfindlichkeitsumschalter für Phono1. Es gab damals nur ein MC-System am Home-Hifi-Markt (Ortofon SL-15) welches Ortofon mit einem Step-up-Transformator anbot – eben weil kein Verstärker über einen passenden Eingang verfügte.

Dieser Verstärker dürfte nochmal rund 50 Jahre halten, dem Besitzer kann man nur gratulieren zu diesem wundervoll erhaltenem Gerät!

2 Kommentare für “Kenwood KA-6000

  1. Hallo !
    Schönes Teil der Kenwood. Hier hat der Spruch “ früher war alles besser“ seine Berechtigung .
    Gruß Peter

  2. Sehr schöner Verstärker, man beachte auch die massiven Au-Drehknöpfe, besonders den Volume/Balance-Regler, alle mit Gewindestiften gesichert.
    Wo gibt’s so etwas heute noch?

    Viele Grüße
    Erwin

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