KENWOOD L-08C und L-08M

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Kürzlich war diese High-End-Kombination aus dem Jahr 1980 bei uns auf dem Tisch. Die Geräte entstammen der „non-magnetic-Ära“ von Kenwood, in der viele hochwertige Geräte in Kunststoffgehäusen angeboten wurden, da die metallenen Gehäuse irgendwelche Verzerrungen verursachen sollten. Zusätzlich hatte Kenwood kurz zuvor die Sigma-Drive-Anschlusstechnik auf den Markt gebracht, wobei die Gegenkopplung der signalabgebenden Stufe in das Ausgangskabel mit eingeschlossen war, so dass sich damit Anpassungsnachteile kompensieren ließen. An den Lautsprecheranschlüssen wird z.B. ein Dämpfungsfaktor von 15.000 angegeben.

Diese Kombination war 1980/81 die teuerste im Kenwood-Prospekt und löste die legendäre L-07 ab, die sogar einen Plattenspieler aufweisen konnte (da gab es keinen Ersatz). Zwei Endstufen (Monoblöcke) und ein Vorverstärker kosteten zusammen über 5.000 DM. Einen dazugehörenden Tuner gab es nicht bei Kenwood, auch kein Plattenspieler oder Kassettendeck.

Alle Geräte sind in silber lackiert, die Kunststoffgehäuse leider meist in schlechtem Zustand. Der Vorverstärker-Gehäusedeckel erhielt wegen diverser Schäden eine neue Lackierung im Original-Farbton. Auch die Knöpfe (inklusive der Power-Knöpfe der Endstufen) waren völlig abgegriffen und wurden deswegen ebenfalls neu lackiert. Zusätzlich wurden alle drei Geräte technisch vollständig instandgesetzt sowie mit neuen Relais und Lampen ausgestattet.

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Hier ein Blick in den offenen Vorverstärker. Hier musste sehr viel nachgelötet werden.

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So sieht der Vorverstärker von aussen aus – durch den Neulack wieder richtig gut.

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An der Front konnte leider nicht neu lackiert werden, da wäre ja die Beschriftung verloren gegangen. Daher sieht man noch an manchen Stellen, dass die letzten 35 Jahre doch etwas am Kunststoffgehäuse hinterlassen haben.

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Hinter der Klappe, die fein gedämpft wieder wie von Geisterhand schließt, wenn man darauf drückt, befinden sich seltener benötigte Bedienelemente. Man beachte den dreistufigen Loudness-Schalter mit der frei wählbaren Bass-Einsatzfrequenz.

Der jeweils gewählte Eingang wird per Lampe in einem Display angezeigt, sieht ganz lustig aus.

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An der Rückseite findet sich, zusätzlich zu den üblichen Cinchbuchsen, noch eine schaltbare Phonoanpassung.

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Die Vorverstärkerausgänge sind in Cinch-und vierpoligen Sigma-Drive-Anschlüssen gehalten, mittels der Remotebuchsen können die Endstufen fern eingeschaltet werden.

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Die Monoblöcke mussten ebenfalls komplett nachgelötet werden, es wurden etliche Elkos und auch die Cinchbuchsen erneuert.

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Hier ein Blick auf die Endstufentransistoren – alles noch original!

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Das Anschlussfeld einer Endstufe. Rechts die (neue) Cinchbuchse nebst dem Remote-Anschluss zur Ferneinschalung, links die Lautsprecheranschlüsse, vier Kabel führen bis zur Box und werden dort, jeweils die beiden Plus und Minus, miteinander verbunden. Damit endet die Endstufe quasi erst an der Box.

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Noch ein paar optische Eindrücke dieser, selten intakt anzutreffenden, Monoblöcke:

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Nun spielt die gesamte Kombination wieder wie neu und kann sich auch weitgehend wieder sehen lassen. Viel Freude damit in der Zukunft!

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