Kenwood KA-3300D

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Heute war ein großer Verstärker der Marke Kenwood auf meinem Tisch. Er gehört Carsten (casu) hier aus dem Forum. Es handelt sich um das Modell KA-3300D (das D steht für Digital und unterscheidet ihn vom wesentlich kleineren und elf Jahre älteren KA-3300) von 1987, sehr kräftig mit 2 mal 220 Watt sinus an 4 Ohm, einem Gewicht von knapp 20 kg und einem Neupreis von 2.498,- DM. Auch gewann er einen Vergleichstest in der Audio 5/1988 gegen den renommierten Pioneer A-91D. Er ist mit einem Dämpfungsfaktor von 1000 angegeben, zudem ist ein aufwändiger Digital/Analog-Wandler eingebaut.

Er hatte einige kleinere Macken und Probleme, die sich jedoch ausnahmlos beheben ließen. Zum Glück aber keine ernsthaften Schäden dafür Unmengen von Staub im Inneren.

[Bild: K9vVt.jpg]

Hier ein Blick in das bereits gereinigte Gerät. Man sieht den Aufbau mit vier großen 18.000µF-Kondensatoren, die Endstufe ist mit speziellen Doppeltransistoren aufgebaut.

[Bild: xGVNN.jpg]

Das ist die Endstufenplatine. Die Leistungstransistoren sind nicht im Bild.

[Bild: Mj4MR.jpg]

Neue Relais sollten hinein, die G2Z von Omron gibt es aber leider nicht mehr. Glücklicherweise gibt es aber einen findigen Kopf in München, der sich eine kleine Platine ausgedacht hat, die ein G2R (was man überall leicht bekommt) anstelle des G2Z arbeiten lässt. Gunnar in München hatte sich das mal für einige Braun-Modelle angefertigt und im Braun-Forum vorgestellt. Also habe ich ihn vor geraumer Zeit mal angemailt, ob wir solche Platinen bei ihm beziehen können. Seither bekommen viele Geräte neue Relais, bei denen das sonst nur mit komplizierten Umbauten möglich wäre. Wir schmücken uns aber nicht mit fremden Federn und behaupten, wir hätten uns das selber ausgedacht – obschon ein Nachbau dieser Platine ganz einfach ist. Aber die Idee hatte er und das soll nicht unerwähnt bleiben.

Rechts im Bild das alte, ausgebaute Relais, links das neue mit der Platine schon unten dran, sie weist auf dem Bild nach oben, weil die Relais auf dem Kopf stehen.

[Bild: 86YCi.jpg]

Hier sind beide Relais schon eingebaut. Sieht doch keinesfalls „gebastelt“ aus, oder?

[Bild: iXCkX.jpg]

Bei CD spielte ein Kanal gar nicht, wenn man am Cinchstecker wackelte, kam er mal ganz kurz. Ursache war eine kalte Lötstelle, wie man oben hoffentlich erkennen kann.

[Bild: 150it.jpg]

Jetzt setzt da nichts mehr aus.

[Bild: qUpgG.jpg]

Neue Lampen sollte er auch bekommen. Und so sah der Lampenkasten aus, da kam nicht mehr viel Licht heraus. Also ausbauen, reinigen und weiss lackieren (Heizkörperlack).

[Bild: jUD3Q.jpg]

Leider hatte jemand die Scheibe des Display „bearbeitet“ und mit einer roten Folie beklebt. Im Original soll das aber so aussehen:

[Bild: kenwood08.jpg]

Auf der Rückseite der Scheibe klebte diese Folie, es sah furchtbar aus, dunkelrot und sehr fleckig.

[Bild: RwOM7.jpg]

Nach Entfernen der roten Folie sah die Scheibe so von hinten aus:

[Bild: ObpU7.jpg]

Da hatte wohl schon jemand mit Verdünner oder ähnlichem gearbeitet. Also alles vorsichtig entfernen.

[Bild: WPQBn.jpg]

Dann blaue Gummihütchen auf die Lampen, so sieht diese Scheibe von vorne aus:

[Bild: 6byGm.jpg]

Auf den Lampenkasten kam dann noch eine Diffusorfolie.

[Bild: np9S3.jpg]

Dann kommt das dem Original doch schon sehr nahe.

[Bild: QcrDS.jpg]

Nachdem wieder alles richtig funktionierte und alles blitzeblank sauber war, konnten Fotos vom kompletten Gerät entstehen.

[Bild: OnqZl.jpg]
[Bild: fUTk6.jpg]
[Bild: eJqQ9.jpg]
[Bild: a933m.jpg]
[Bild: K8RnO.jpg]

Ein klanglich wirklich vorzügliches Gerät, meinen Glückwunsch, Carsten!

Ein Kommentar für “Kenwood KA-3300D

  1. Johannes Pferdekamp|

    Hi, ich hab das Teil damals neu gekauft mit dem großen CD Player.
    Hab dann mal KAPPA 8.2i dazu gekauft.
    Die Anlage dient als Zweitanlage und ist noch fast täglich im Gebrauch. Bin nach wie vor total begeistert und der Klang ist hervorragend.

    Gruß Johannes

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