Kenwood KA-8100

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Heute war mal wieder ein Kenwood an der Reihe (hatten wir schon länger nicht mehr, oder?) – diesesmal ein Verstärker aus der Zeit, in der Kenwood am besten war: 1977, Kenwood hatte schöne Verstärker im Angebot, alle silbern, mit dicken Frontplatten und fetten silbernen Knöpfen – einfach klassisch. Und alle heute meist noch ziemlich in Ordnung! Die Modellreihe bestand aus: KA-1500, 3500, 5500, 7100, 7300, 8100 und 9100. Einer schöner als der Andere! Der hier ist ein KA-8100 (also der zweitgrößte) mit einer Leistung von 2 mal 120 Watt an 4 Ohm, in schöner Doppel-Mono-Technik und einem Gewicht von 14,5 kg. Nötig war eine umfassende Schalterkur (Ausbau der Schalter), der Ersatz des leider nicht mehr zu reparierenden Volume-/Balance-Potis und eines neuen Relais. Zudem wurde der Ruhestrom und der Offset eingestellt und eine Unterbrechung in der linken Endstufe beseitigt. Das Poti zu ersetzen war das zenrale Problem – so eines gibt es nämlich nirgendwo mehr.

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Das ist das Balance-/Volume-Poti, wobei die Schleiferplatte des einen Volumepotis geplatzt ist und dadurch die Schleifer nur noch zufällig gelegentlich die Schleiferbahn berühren. Die beiden hinteren, großen Potis sind für Lautstärke zuständig – dort gibt es noch einen Abgriff für Loudness. Die Schwierigkeit ein passendes Ersatzpoti zu finden, liegt einerseits darin, dass es ein Vierfachpoti ist, mit zwei ineinanderliegenden Achsen und andererseits auch die Knöpfe entsprechend passen müssen. Nach langem Suchen wurde ich bei einem SONY STR-7055 fündig, der ein (beinahe) passendes Potis hat. Lediglich ein paar Unterlegscheiben mussten her, damit die Knöpfe nicht zu weit von der Frontplatte abstehen. Also wurde ein solches aus einem Opfergerät ausgebaut und der KA-8100 darf weiterhin im Dienst bleiben.

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Der KA-8100 verfügt über zwei Trafos und vier Siebelkos, ein sogenannter Doppel-Mono-Aufbau, vorne an der Front mit „Dual-Power-Supply“ betitelt. Dies sorgt dafür, dass wenn z.B. im rechten Kanal gerade ein sehr lauter Impls wiedergegeben wird, die Spannung für den linken Kanal nicht „abgesaugt“ wird, sondert dort konstant weiterhin in voller Kraft zur Verfügung steht.

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Auch von unten alles sehr aufgeräumt und übersichtlich.

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Das sind die kräftigen (120V 10A) und schnellen (15 MHz) Sanken-Transistoren im TO-3-Gehäuse.

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So schaut der KA-8100 von schräg oben aus – keine Schnörkel, keine Mätzchen, einfach ein guter Hifi-Verstärker!

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Die Front, die trotz Vorarbeit des Besitzers, gründlich gereinigt wurde.

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Einige Eindrücke der wirklich klassisch gestalteten Front. An Besonderheiten hat der KA-8100 eine dreistufige Loudness (schwach – mittel – stark) zu bieten, die zudem noch mit Einsatzfrequenzen von 50 Hz (nur Tiefbässe) oder 100Hz (alle Bässe werden angehoben) schaltbar sind, natürlich auch abschaltbar! Als einzige Power-Kontrolle dient eine rote LED.

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Hinten gibte es Anschlüsse für zwei Plattenspieler, zwei Tapes, Tuner und Reserve. Ebenso wins zwei Paar Boxen anschließbar. Darüber hinaus ist der Verstärker zwischen Vor- und Endverstärker auftrennbar, man kann also damit andere Endstufen ansteuern, wenn man das möchte.

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Auch die Buchsen erhielten eine gründliche Reinigung – nun ist er insgesamt wieder (beinahe) wie neu!
Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk, dass sich der Besitzer hier selber macht.

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