Kenwood KX-1003

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Heute war ein Kassettendeck der Marke Kenwood auf meinem Tisch – das Modell KX-1003 (baugleich mit KX-1030, lediglich die Frontplatte hat eine andere Farbe!). Es stammt von 1978 und war seinerzeit das teuerste Deck im Programm. Es verfügt über drei Tonköpfe in Ferritausführung, jedoch nur über einen Motor. Das Laufwerk ist dennoch sehr robust und solide konstruiert, dieses Exemplar lief wieder völliog problemlos, nachdem alle Gummiteile erneuert und die Kupplungen überarbeitet wurden. Von Verschleiß keine Spur, nur der Motor musste erneuert werden, lag aber wohl daran, dass jemand schon versucht hatte, ihn zu überholen. Auch fehlten einige Schrauben im Laufwerk, dafür strahlte und glänzte alles (innnen und aussen!), als wäre das Gerät erst drei Wochen alt.

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Mehr Kopfzerbrechen bereitete mir ein Prasseln im linken Kanal bei Wiedergabe, zusätzlich zum Musiksignal – aber deutlich hörbar. Nachdem das Dolby-IC erneuert war (die NE545 neigen ganz gerne mal zu so etwas), war zunächst Ruhe, das Prasseln kam aber wieder, wenn auch nun leiser. Nach vielem Probieren stellten sich zwei Keramik-Kondensatoren als Übeltäter heraus. Dann war es genaus so still wie im rechten Kanal.

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Blick von oben in das geöffnete Kassettenfach, Die Klappe ist kinderleicht abzunehmen (einfach nach oben abziehen) und das Deck kann uneingeschränkt auch ohne Klappe betrieben werden.

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So schaut das Deck von aussen aus. Die Farbe des KX-1003 nennt sich Gun-Metallic. Passend dazu gab es auch Verstärker (KA-8150) und Tuner (KT-7550).

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Die Front des Gerätes. Trotz guter Daten und Werte (Frequenzgang 25…20.000 Hz bei Metalband) verkaufte sich der KX-1003 (KX-1030) nicht so gut, denn eine Hammertastenmechanik war zu dieser Zeit nicht mehr ganz aktuell. Einige Konkurrenten hatten da bereits logikgesteuerte 2-Motoren-Laufwerke, welche zum gleichen Preis lieber genommen wurden. Kenwood versuchte es danach noch ein letztes Mal mit einem selbstkonstruierten Deck (KX-1060 und 2060) in der Spitzenklasse und gab es dann auf und kaufte das etablierte Sankyo-Laufwerk ein (KX-880 und KX-1100). Dennoch fällt mir heute die wirklich robuste, schier unvergängliche Bauweise auf, die dieses Kassettendeck auszeichnet.

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Hier die Rückwand. Dieses Exemplar, welches aus dem Kosovo zu uns zur Überholung kam, ist in einem wirklich fantastischen Zustand!

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