Kenwood L-02T

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So und nun mal wieder ein Gerät der absoluten Spitzenklasse – ein Kenwood Tuner L-02T von 1981, der seinerzeit knapp 4.000 DM gekostet hat, weswegen er heute nur extrem selten auftaucht. Den dazugehörenden Verstärker habe ich hier schon vorgestellt click, der wurde aber auch häufiger verkauft als der Tuner. Deshalb bin ich froh, dass nun mal einer auf meinem Tisch stand.

Zunächst mal einige Bilder des beachtlichen Innenlebens:

[Bild: kenwood-l02t-5-41462n05u03.jpg]

 

[Bild: kenwood-l02t-6-41462nzdupn.jpg]

Hier der 7-fach-FM-Drehko, der Tuner hat kein AM.

[Bild: kenwood-l02t-4-41462nghufq.jpg]

Außer einer Reinigung des Drehkos und einem Abgleich des Frontends ging es hauptsächlich um die Beleuchtung. Der L-02T hat einen Skalenzeiger, der sich hinter einer opaken Kunststoffleiste unterhalb der Skala befindet und diese von hinten durchleuchten soll. Dabei fällt das Licht aus einer Röhre, in der sich eine Lampe befindet, durch einen schmalen Spalt, in dem eine rote Folie sitzt. Dieser schmale, rote Lichtstreifen soll von hinten die Stellung des Zeigers anzeigen. Wenn hier nicht ein exakt passende Lampe arbeitet, sieht man überhaupt nchts mehr – weiß also nicht, wo sich der Skalenzeiger befindet – außer man liest den Frequenzzähler aber, der rechts auch noch eingebaut ist. Aber das ist wohl nicht Sinn der Sache. Da sich nun keine wirklich passende Lampe fand, habe ich die Innenseite des Schachtes in der sich die Lampe befinden soll, mit einem Stück Alublech ausgekleidet, dass das Licht nach vorne reflektiert. Zusätzlich habe ich die mittlere Fläche unten in einem Winkel von 45° nach vorne gebogen, so dass ein Spiegel entsteht, der das von oben kommende Licht nach vorne umlenkt.

[Bild: kenwood-l02t-1-41462n6sugx.jpg]

Hier ist es in dem Schacht eingebaut:

[Bild: kenwood-l02t-2-41462ne3u6h.jpg]

Nun kommt von oben eine Warmton LED in sehr hellem weiss darüber und so entsteht vorne ein sehr heller roter Lichtstreifen, oben über dem rechten Instrument kann man den gut sehen.

[Bild: kenwood-l02t-12-4146266uu3.jpg]

Auch die beiden Anzeigeinstrumente brauchten neues Licht, denn hier hatte jemand eine irgendwie blau eingefärbte Pilotlampe einzubauen, das mit dem Löten sollte er vielleicht auch noch ein wenig üben…

[Bild: kenwood-l02t-3-41462nwjugu.jpg]

Als Ersatz kamen zwei Pilotlampen mit höherem Strom (300mA) und farblich passenden Gummiüberzügen hinein.
Hier mal zur Übersicht von links nach rechts: die Ersatzlampe, die den Zeiger beleuchten sollte, eine Original-Lampe aus einem der Instrumente, unser angefertigter Ersatz, und rechts die beiden ausgebauten Lampen aus den Instrumenten.

[Bild: kenwood-l02t-7-41462nimu0v.jpg]

Dann konnte der Tuner wieder zusammengebaut werden:

[Bild: kenwood-l02t-8-41462n7susa.jpg]

 

[Bild: kenwood-l02t-9-41462npeuf4.jpg]

Hier die beiden neu beleuchteten Instrumente:

[Bild: kenwood-l02t-10-414624ruup.jpg]

 

[Bild: kenwood-l02t-11-41462swuxx.jpg]

Und der Frequenzzähler:

[Bild: kenwood-l02t-13-41462x8uxj.jpg]

Ein wohl einmaliges Detail gibt es am L-02T: links aussen am Gehäuse findet sich eine Schlitzschraube, mit der man die Skala abgleichen kann – die Skala bewegt sich etwa 3-4 mm hin und her, damit der Zeiger und der Frequenzzähler exakt übereinstimmen – hatte ich bisher noch nie an einem Tuner gesehen (und vergessen zu fotografieren, daher hier ein Foto von hifido).

[Bild: b.jpg]

An der Rückwand findet man Cinch- und Sigma-drive-Ausgänge, die nicht parallel arbeiten, denn nur an den Sigma-Drive-Buchsen bekommt man ein stellbares Signal, an den Cinchbuchsen ein fixes. Zusätzlich finden sich noch Oszilloskop-Buchsen hinten.

[Bild: kenwood-l02t-14-41462oyu1s.jpg]

So einen Tuner hatte zuletzt in meiner Kenwood-Techniker-Zeit in den 1980er Jahren auf dem Tisch. Schön, dass es sich nun wiederholte.

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