Kirksaeter lab12-b & lab 120-b

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Heute folgt eine Vorstellung von zwei Kirksaeter-Geräten, die dem Forumsmitglied ArneW203 gehören. Die beiden bronzefarbenen Geräte stammen von etwa 1977-1978 und bilden als Preceiver (Tuner und Vorverstärker in einem Gehäuse) und Endstufe eine Einheit. Dieses Gespann dürfte höchst selten sein, da Kirksaeter ohnehin nur selten verkauft wurde und diese Kombi noch dazu sehr teuer war. Allein die Endstufe kostete 1.798,- DM, dazu kam der Preceiver mit 1.398,- DM. Dafür erhält man handgefertigte Geräte in durchaus anständiger Qualität, denen die Zeit offenbar nicht viel anhaben kann.

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Die Platinen sind schon allerbeste Qualität, die Anordnung in den aus Alustrangprofilen bestehenden Gehäusen erinnert mich immer an die Tandberg-Receiver der Serie TR-20… Die Verstärkerzüge sind durchweg nach japanischer Manier zumeist aus Bauteilen der Marke Sanyo gefertigt, die Tunerteile zeigen deutsche Ursprünge der Hersteller Görler und Preh – sozusagen best of both worlds!

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Außen sind die Strangprofile von oben und unten mit Spanplatte verkleidet, unten schwarz lackiert, oben eichefarbig furniert.

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Die Front zeigt sich in grüner Beleuchtung, mit großen Knöpfen aus Alu und großen Kunststofftasten in braun. Die Ausstattung übertrifft beinahe alles was ich kenne: Eingangspegelregler hinten direkt neben den Buchsen, alle Ein- und Ausgänge in mehreren Normen (DIN und international), Überblendsteller zwischen der Quelle und der angewählten Aufnahmequelle – um diese abzuhören, stufenlose Mutingschwelle an der Front einstellbar und, und, und… man wollte einfach alles bieten.

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Das Einzige, was sich nicht retten ließ sind die 7-Segment-Anzeigen, die zusätzlich zur Skala noch die empfangene Frequenz digital anzeigt. Diese grünen Anzeigebausteine sind einfach abgenutzt, jedenfalls einige Segmente – und ich habe nach passenden Bauteinen gesucht – aber nur ähnliche gefunden. Und da diese in einem Ausschnitt der Frontplatte sitzen, müssen die Abmessungen schon genau stimmen. Sieht leider nicht schön aus. Die Funktionen sind aber alle uneingeschränkt vorhanden. Ein neues Skalenseil hat das Gerät auch bekommen.

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An der Rückwand fällt auf, dass die Buchsen alle frei stehend aufgebaut sind und ausschließlich an ihren Lötpunkten befestigt sind. Dies hält aber durchaus, wenn auch eine der Phonobuchsen beínahe heraus gerissen war.

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Die Endstufe wirkt beinahe leer bei einem Blick in das Innere, aber das täuscht – der riesige Kühlkörper befindet sich ausserhalb, daher bleibt viel Platz im Inneren.

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Da ist der üppig dimensionierte Ringkerntrafo…

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…und vier Elkos zu je 4.700µF je Spannungsstrang.

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Die Endstufe, überwiegend aus aktiven Bauteilen der Marke Sanyo gebaut, ist ebenfalls sehr großzügig ausgelegt. Die Relais haben zwei Kontakte je Kanal und schwächeln kein bißchen. Immerhin leistet sie zweimal 120 Watt sinus an 4 Ohm.

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Der Blick von unten offenbart eine sehr kompakte Bauweise.

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Von außen hingegen wirkt sie sehr schlicht.

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Zwei riesige LED-Ketten informieren stets über das Klanggeschehen.

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Ausser einem kombinierten Netz- und Lautsprecherwahlschalter gibt es keine Bedienelemente an der Endstufe.

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Hinten findet sich der gigantische Kühlkörper.

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Man kann drei Paar Lautsprecher anschließen in unterschiedlichen Normen – Kirksaeter verkaufte die meisten Geräte ins Ausland, vor allem in die USA.

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Auch hier finden sich die frei stehenden Buchsen und auch dort Pegelsteller für jeden Kanal.

Arne, meinen Glückwunsch an diese wahrlich seltenen Burschen in einem tollen Zustand (kaum Gebrauchsspuren), darauf kannst Du stolz sein.

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