Lautsprecherbox V von SABA

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Heute stelle ich Euch einen Traum aus meiner Jugend vor: die Lautsprecherbox V von SABA aus dem Jahr 1967. Ich hätte bis vor kurzem nie gedacht, dass mir so eine Box mal live in meinem Leben begegnet. Ich habe diese Box vergöttert und angebetet und lange Zeit vergessen, weil sie so unerreichbar war. Vor etwa zwei Jahren ersteigerte ich bei ebay nach und nach fast alle Hifi-Jahrbücher und da sah ich sie dann wieder und alles fiel mit sofort wieder ein…wie eine unerfüllte Jugendliebe!

[Bild: Saba V.jpg]

Das ist die Seite aus dem Jahrbuch 3 von 1967, mit dem meine unvergängliche Liebe zu Hifi begann und ich stand auf Bässe, rabenschwarze, abgrundtiefe Bässe (das tue ich heute immer noch), und an diesen absolut unerschwinglich teuren Boxen faszinierte mich am stärksten, dass darin unglaubliche Tieftöner ihren Dienst verrichten. Denn 1000,- DM waren damals zwei Monatsnettogehälter und das wäre dann nur eine Box gewesen, mein erstes Auto, klar ein gebrauchter VW Käfer, hatte nur 500,- DM gekostet, Benzin an der Tanke gab es für 049,9 DM pro Liter (Normal) – das waren Zeiten – aber 2.000,- DM für ein paar Boxen – unvorstellbar! Aber träumen diurfte man ja.

[Bild: Saba 400.jpg]

Das ist der Tieftöner aus der Box und von dem versprach ich mir Wunderdinge der Basswiedergabe.

Kürzlich bekam ich eine email von einem Besitzer eines solchen Paar Boxen und er fragte mich, ob ich, ausnahmsweise, weil es doch keine japanischen Hifi-Produkte wären, mich seiner SABA Box V annehmen würde – klar wollte ich, innerlich machte ich einen riesigen Freudensprung – ein Wunschtraum würde nun in Erfüllung gehen, ich würde diese Lautsprecher endlich mal hören können.

Gestern nun war es soweit – dicke verpackt kamen die beiden Monsterboxen per Spedition hier an. Das Auspacken verschlang rund anderthalb Stunden und dann konnte ich sie mir anhören!!!

[Bild: D4Ys2.jpg]

Dieses Erlebnis, wie soll ich sagen, war schon sehr, sehr beeindruckend, kam aber viel zu spät in meinem Leben. Mittlerweile habe ich schon viele, viele Lautsprecher gebaut, darunter auch viel mit einem 15-Zoll-Bass, nicht zuletzt auch die HisVoice L, an der ich mich mittlerweile orientiere, und da kann dieser inzwischen rund 45 Jahre alte Lautsprecher eben nur noch ungefähr mithalten – aber das kann er wirklich. Er geht beeindruckend tief herunter im Bass, mit einer Leichtigikeit und einem Pegel, den nur 38er-Bässe liefern, leider nicht ganz sauber – aber das wird einer meiner Aufgaben sein, die ich an diesen Kultobjekten zu erledigen habe. Das wird schon. Im Hoch-Mitteltonbereich überraschen Sie mit einer Klarheit und vielen klitzekleinen Details, die sehr impulsiv und gleichzeitig fein abgebildet werden. Das ist genau der Sound, den man diesen SABA Greencone-Chassis nachsagt, von denen entliche in den Radios der 50er und 60er Furore machten.

[Bild: qhKAE.jpg]

Das Gesamtklangbild ist umso erstaunlicher, wenn man sieht wieviele Chassis in der Box arbeiten und dass die Aufteilung als 5-Wege-Box konzipiert ist. Alle Chassis, bis auf das Hochtonhorn, welches von Pioneer stammt, Modell PT-6, sind von SABA selbst produziert und verfügen über einen extrem hohen Wirkungsgrad, was die maximale Belastbarkeit von 50 Watt rasch relativiert. ES macht auch einen guten Teil der Faszination aus, den diese Lausprecher auf einen unwillkürlich ausüben.

[Bild: kzSvQ.jpg]

Hier habe ich die Schallwand ausgebaut und man kann die Chassis von hinten betrachten. Alle haben ihr eigenes „Gehäuse“, welches sie von den Bassdruckwellen des Tieftöners schützen. Der Tieftöner ist mit Stoff gegen das Bedämpfungsmaterial geschützt, damit es nicht die Menbran berühren kann. Die beiden Superhochtöner und die beiden Mittelhochtöner sind wegen der besseren Streuung (Kalottenlautsprecher wurden erst 2 Jahre später erfunden) schräg angeordnet.

[Bild: MR4hc.jpg]

[Bild: eGIA7.jpg]

Ein Blick nach innen zeigt eine sehr ordentlich gemachte Frequenzweiche, die auf einem Extrabrett befestigt ist. Eisenlose Luftdrosseln waren damals noch eher unüblich, galten aber schon damals als die bessere und teurere Variante. Die gesamte Box lässt den Schluss zu, dass diese einzeln in Handarbeit gefertigt wurden – allzu viele dürften es auch nicht gewesen sein. Die Befestigung der Schallwand erfolgt mit zwölf M4-Schrauben mit Einschlagmuttern.

[Bild: 1jvbm.jpg]

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Das Anschlussterminal bietet Polklemmen für blanke Kabel und Bananenstecker, zusätzlich ist noch eine DIN-Lautsprecherbuchse vorhanden – „state of the art“ für 1967!! Zusätzlich bieten zwei Drahtpotis Höhen- und Mittenverstellung zur optimalen Raumanpassung.

[Bild: eKCUT.jpg]

Soviel zum ersten Eindruck dieser wirklich erwähnenswerten Lautsprecherboxen. Wenn ich daran arbeite, werde ich weiter berichten.
Darauf freue ich mich schon jetzt! Sie gehören übrigens dem Forenmitglied Alex.

3 Kommentare für “Lautsprecherbox V von SABA

  1. Schönen Tag!
    Haben Sie noch SABA BOX V Lautsprecher?
    Könnten Sie es mir verkaufen?
    Danke und beste Grüße
    Vu Quang Long
    Tel: 0084918431960

    Lieber Vu Quang Long,
    wir restaurieren solche Schätzchen – aber wir handeln nicht damit. Hier bei uns findet kein Verkauf statt.
    Beste Grüße Armin

  2. Good day!Sir
    Do you know the value of two biggest capacitor of this SABA crossover ?
    Thanks much in advanced

    Hello, the biggest capacitor is C1 with 250µF, the second-biggest is C2 with 50µF
    Is this what You want to know?
    best regards Armin

  3. Thanks so much
    You are very kind man, I think i should buy some cables /adapter from you
    Do you have this crossover electric line/diagram ?
    I need each component value with all Value& Voltage of all capacitors
    Thanks much in advanced if you can help me

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