Marantz 2275

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Das Problem an diesem Receiver von 1975 war sein Lampengehäuse. Dieses Gebilde aus weißem Kunststoff war völlig deformiert, da als Ersatz für die originalen Pilotlampen mit 250mA, solche mit 300mA verwendet wurden. Das sieht zwar besser aus, die dabei entstehende Abwärme wird allerdings von dem Kunststoff nicht vertragen – es verformt sich, zudem fängt es an zu zerbröseln im Laufe der Zeit. Es wäre schade um diesen, relativ selten anzutreffenden Receiver, der den sehr erfolgreich verkauften Vorgänger 2270 ersetzte und mit 1.998,- DM auch nicht gerade ein Sonderangebot war. Er hatte, wie die Typenbezeichnung bereits verrät, 2 mal 75 Watt Leistung und wog 20,5 kg (ohne das optionale Holzgehäuse).
Als Abhilfe für ein desolates Lampengehäuse gibt es nur zwei Möglichkeiten: eines aus einem Schlachtgerät bekommen (was sehr schwierig sein dürfte, zudem ist der Zustand ungewiss) oder man baut ein neues, besseres – nämlich aus Blech. Dies hat Lennart für diesen Receiver aus Alublech zurecht geschnitten und gebogen, dann zusammen geklebt.

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Unten das alte Gehäuse, oben das neue.

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Hier nochmal aus der Nähe, die einzelnen Kammern beleuchten die Felder für Phono, AUX, AM. FM. usw. – dabei darf kein Licht in die Nachbarkammer fallen, das sieht sonst blöd aus.

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Hier von der Rückseite, Lennart hat auch die Laschen zur Befestigung des Gehäuses bedacht und dort 3,5mm-Löcher gebohrt, um das Gehäuse im Gerät zu befestigen.

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Hier ist es nun schon eingebaut an Ort und Stelle.

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So schaut das im Gerät von oben aus. Als ob es da hingehört.

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Hier nun das wieder zusammengebaute Gerät von außen. Es hat das optionale Holzgehäuse. Eine weitere Möglichkeit, weshalb das Lampengehäuse vorzeitig schlapp gemacht haben könnte, ist das am Gerät belassene Blechgehäuse, obwohl es im Holzgehäuse steckte. Den Blechdeckel oben sollte man in jedem Fall vor dem Einbau in ein Holzgehäuse abnehmen! Sonst stimmen die thermischen Verhältnisse im Gerät einfach nicht mehr.

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Die Front des 2275. So sehen Marantz-Receiver-Beleuchtungen eigentlich aus. Eine strahlende Beleuchtung, wie man sie zuweilen auf Fotos sieht, bekommt man nur mit modernen LED’s hin. Das haben wir auch schon oft gemacht – ist aber reine Geschmackssache. Zumindest werden LED’s nicht sehr warm, so dass neue Lampengehäuse nicht so schnell nötig werden. Das Blechgehäuse hingegen dürfte dauerhaft halten.

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Hier kann man genau sehen, dass das Licht nicht in die Nachbarkammern hinüber strahlt. Gut so.

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Noch ein abschließender Blick von hinten auf den komplett überholten Receiver – der nun wieder zu seinem stolzen Besitzer durfte.

4 Kommentare für “Marantz 2275

  1. Ich besitze auch noch so ein Schätzchen und zwar den 2330 und ein passendes Tapedeck dazu.
    Mit solchen Geräten macht das Hobby Hifi doch erst richtig Spaß.
    Der Receiver hat kein überragendes Empfangsteil dafür spielt der Verstärker meiner Meinung nach mit seinem hervorragend warmen Klangbild schon die eine oder andere Röhre an die Wand.
    Das hätte ich von einem Transistor nie erwartet.

  2. Hallo Armin, hallo Lennart,

    danke für den wirklich schönen Bericht zur Restauration des schönen Marantz 2275. Die Lösung mit dem Blechlampenkast ist wirklich vom Feinsten!
    Sehr schöne Lösung, die Lennart da gebaut hat.

    Viele Grüße
    Jan

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