MITSUBISHI M-P01

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So, nach der Tunerorgie nun ein Mini-Vorverstärker der Marke Mitsubishi. 1978 hatte dieser große, in der Hifi-Szene jedoch nahezu unbekannte Hersteller (war in Japan auch unter dem Namen „Diatone“ aktiv) neben sehr interessanten 19-Zoll-Geräten auch eine Minianlage im Programm, hinter der sich eine Toshiba 15er-Mini-Anlage (Spitzname „Herdplatte“) verstecken konnte – obschon die Toshiba deutlichst mehr verkauft wurde.

Auf dem Tisch hatte ich den Vorverstärker M-P01, die passende Endstufe dazu hieß M-A01. Der Vorverstärker ist sehr wertig und langlebig aufgebaut. Defekt waren lediglich Lampen und es gab Kontaktprobleme. Zwei Elkos waren wohl mal sehr heiß geworden, weil deren Isolierung schadhaft war und sie sich berührten. Alle Lampen wurden also erneuert, alle Schalter und Potis gründlich gereinigt und einige kalte Lötstellen beseitigt. Schwierigkeiten bereitete der Anbau der abgenommenen Frontplatte: hier müssen alle Tasten gleichzeitig in die Aussparungen der Frontplatte eingeführt werden und man kommt von keiner Seite heran…zum verrückt werden. Aber nach einem längeren Geduldsspiel war auch das erledigt.

An der ausgebauten Front hat sich Lennart wieder einmal bewiesen, die Schrift des Herstellernamens war bereits teilweise abgerubbelt:

[Bild: Mitsubishi_M_P01_01_90419_N_rnberg.jpg]

Da nimmt er einen Edding mit permanentem Lack und einer sehr feinen Spitze und malt das von Hand wieder an:

[Bild: Mitsubishi_M_P01_02_90419_N_rnberg.jpg]

Ein Blick in das Innere des kleinen Vorverstärkers sieht zunächst nicht überwältigend aus, erst wenn man begreift, dass sich darunter eine noch größere Platine befindet – raumfüllend bestückt, samt getrennten Phono-MC und MM-Eingängen, versteht man, wie hochwertig der Kleine eigentlich ist.

[Bild: Mitsubishi_M_P01_03_90419_N_rnberg.jpg]

Die Front ist klassisch silber gehalten, die Gehäuse in diesem undefinierbaren, von Technícs eingeführtem „kackbraun“ lackiert.

[Bild: Mitsubishi_M_P01_04_90419_N_rnberg.jpg]

Hier sieht man die Front und die Vielzahl der Knöpfe (die alle durch die Frontplatte geführt werden müssen bei der Montage) – es gibt nur ein einziges Poti: Volume. Die Balance kann durch verdrehen eines der beiden Kopfhälften verstellt werden.

[Bild: Mitsubishi_M_P01_05_90419_N_rnberg.jpg]

Der Eingangwahlschalter ist hübsch von innen beleuchtet, für die beiden Phonoeingänge und für die zwei Hochpegeleingänge grün und links daneben noch ein Mono-Stereo-Schalter in orange beleuchtet. Sieht einfach geil aus!

[Bild: Mitsubishi_M_P01_08_90419_N_rnberg.jpg]

Noch witziger sind die beiden Klangsteller gemacht: hier gibt es für Bässe und Höhen je einen grün beleuchteten Druckschalter, der defeat (also linear) anzeigt, rechts und links davon gibt es jeweils vier rote Leuchtdioden, die die Anhbung oder Absenkung in 2dB Schritten anzeigen. Dies kann durch je vier Drucktasten, sowie einer plus-minus-Taste gewählt werden – einmalig! So etwas habe ich noch nie anderweitig gesehen.

[Bild: Mitsubishi_M_P01_06_90419_N_rnberg.jpg]

[Bild: Mitsubishi_M_P01_07_90419_N_rnberg.jpg]

Auch von hinten zeigt sich ein klarer Aufbau, die US-Steckdosen wurden natürlich wegen der VDE-Vorschriften tot gelegt.

[Bild: Mitsubishi_M_P01_09_90419_N_rnberg.jpg]

Ein wundervolles und rares Sammlerstück!

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