Nakamichi ZX-9

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Aprospros Nakamichi, ich hatte gerade einen ZX-9 auf dem Tisch, der komplett überarbeitet wurde. Nichts direkt kaputt, sondern nur Alterserscheinungen… Er stammt von 1982 und ist der Nachfolger des 682ZX und der direkte Vorgänger des legendären Dragon. Im Gegensatz zu dem letztgenannten verfügt der ZX-9 „nur“ über eine elektronische Handeinstellung des Azimuth, der Dragon hatte dieses feature automatisiert und per Motor ausgeführt. Beide gemeinsam hatten eine für jede Kassettensorte kanalweise getrennt einstellbare Aufsprech- und Vormagnetisierungspegel sowie die diskreten drei Tonköpfe, das hatte nur Nakamichi! Ebenfalls gemeinsam ist ihnen der Direktantrieb der Schwungmassen. Die Tonwellen sind unterschiedlich im Durchmesser und die vordere (rechte) weist eine griffige Oberfläche auf um das Band ständig zwischen den Tonwellen straff zu halten. Der Frequnzgang geht bei Metalkassetten locker bis 21.000 Hz, das konnten auch nicht viele.

Dieses Exemplar hier benötigte dringend einen neuen Capstan-Riemen, der alte war eigentlich nur noch Kaugummi.

[Bild: rAZEc.jpg]

Das hier ist der neue Riemen bereits im Einsatz, man schaut von unten in das Laufwerk. Rechts der Motor, links die Schwungmasse.

[Bild: rnjoS.jpg]

Hier mal ein Blick von oben in das Gerät, man kann unter Umständen erkennen, was ich an den Nakamichis überhaupt nicht mag: man kommt nirgendwo heran! Um das das laufwerk zu zerlegen muss es ausgebaut werden. Hierzu muss die Frontplatte abmontiert werden, wozu nicht weniger als 23 Stecker gezogen werden müssen!! Man kann die Kabelbäume ja gut sehen auf dem Foto.

[Bild: FHPLe.jpg]

Hier das Laufwerk von oben – servicefreundlich ist anders. Wie zum Hohn hat Nakamichi in dem Service-Manual die Anleitung zum Auseinanderbauen einfach weggelassen…

[Bild: Cnq9k.jpg]

Das ist die Bandführung, links die größere Capstanwelle, daneben der small-window-Löschkopf, dann der Aufnahmekopf, der Wiedergabekopf und dann die aufgeraute, kleinere Capstanwelle. Dadurch, dass beide Wellen exakt gleich schnell drehen, aber unterschiedlichen Durchmesser haben, wird das Band vorne schneller als hinten transportiert und dabei gestrafft. Es hat dadurch sehr guten Kopfkontakt.

[Bild: 5UaZC.jpg]

Die (etwas unübersichtliche) Front des Gerätes.

[Bild: CEXy1.jpg]

Die mechanische Klappe und das elektronische Zählwerk.

[Bild: 98DVK.jpg]

Die Bandsorten-Pegelsteller sind gegen unabsichtliches Verstellen unter Kappen verborgen.

[Bild: 0juNe.jpg]

Schlichte Rückwand mit vergoldeten Cinch-Buchsen.

Eines der besten Kassettendecks ever, klanglich unübertroffen, in der Ausführung nach meinem Geschmack allerdings zuviel Plastik und wenig servicefreundlich.

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