Onkyo M-505 - eine sehr feine Endstufe

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Heute nun endlich stelle ich die Endstufe zu dieser bereits vor zweieinhalb Jahren gezeigten Edel-Anlage von Onkyo vor – die M-505. Der alte Bericht ist hier zu finden:  http://www.good-old-hifi.de/onkyo_m-505_t-909_p-303_u-30_e-30/   Diese äußerlich kleine, aber mit über 17 kg recht gewichtige und dazu mit zwei mal 165 Watt sinus an 4 Ohm auch sehr kräftige, Endstufe sieht dazu noch außergewöhnlich aus. Wie gemacht für Musikliebhaber, die keinen großen Wert auf optischen Prestige legen.

Diese Endstufe war vor einiger Zeit bereits bei mir in Bearbeitung, wobei ich das abgenutzte Lautsprecherrelais erneuern musste. Da dies nicht mehr erhältlich ist, nahm ich ein ähnliches (MY2) und feilte es so zurecht, dass es in das gegebene Gehäuse mit Befestigungslaschen hienein passte. Leider stellte sich nach einigen Monaten heraus, dass der Schaltkamm im falschen Gehäuse sich nicht völlig unbehindert bewegen konnte. So fiel der linke Kanal aus. Als ich die Endstufe hier wieder anschloss, spielten beide Kanäle klar und deutlich, beim Antippen des Relais fiel jedoch sofort der linke Kanal aus. Also musste ich mir ja da wohl etwas Neues ausdenken.

Hier das Unglücksrelais, bereits wieder ausgebaut.

Die beiden Laschen rechts und links habe ich mit der Säge abgeschnitten.

Die abgeschnittenen Laschen wurde dann mit 2-Komponenten-Kleber an ein passendes neues Relais (GW4) mit 10A-Kontakten angeklebt.

Dann konnte das neue Relais eingebaut werden.

Unter diesem Massebügel wurde das Relais verdrahtet und die Anschlüsse mit Schrumpfschlauch isoliert.

So schaut die Endstufe insgesamt von unten aus.

Die Leistungstransistoren Marke Toshiba, leider nicht mehr zu bekommen. es sind die zweitgrößten dieser Baureihe, die werden nur noch von dem Paar 2SB554 und 2SD424 übertroffen. Es sind eigens für Hifi-Audio-Zwecke entwickelte Transistoren.

Man erkennt den Aufbau in strengem Doppel-Mono mit vier Elkos und zwei Trafos.

Die Treiberstufen sind mit Doppel-FET-Eingangs-Differenzierstufen ausgestattet.

Die Sielkos haben umfangreiche Aufdrucke und eine Kapazität von 18.000µF jeweils.

Die Netztrafos leisten jeweils knapp 500 Watt.

Hier nochmal das nun nicht mehr verwendete Relais.

Die Masse- und Spannungszuleitungen sind reichlich überdimensioniert.

Überall dicke, fette Schienen und Kabel mit reichlich Querschnitt.

Äußerlich sehr schlicht, die frei liegenden Kühlkörper deuten auf reichlich Leistung hin.

An der Front gibt es nur einen Power-Schalter und zwei Lampen.

Beide leuchten nach dem Einschalten, mit dem Klicken des Relais erlischt die Rote Lampe rechts.

Die grüne leuchtet jedoch weiter.

Vorne rechts steht: „Manufactured by Onkyo“ – ob die wirklich in Handarbeit hergestellt wurden? Bei dem Preis von 1.798,- DM ist das aber durchaus denkbar, häufig sind die nie gewesen!

Hinten gibt es auch nur wenige Bedienelemente.

Goldene Cinchbuchsen…

…und ein Schalter daneben, der den Betrieb ohne oder mit zwei unterschiedlichen Koppel-Kondensatoren erlaubt. Die dazugehörenden unteren Grenzfrequenzen sind angegeben: 0, 10 oder 15 Hz.

Auch Eingangspegelsteller gibt es und Anschlüsse für nur ein Paar Lautsprecher, für Musikliebhaber als Zielgruppe völlig in Ordnung.

Diese 40 Jahre alte Endstufe spielt ganz wundervoll und darf noch lange nicht zum alten Eisen gezählt werden!

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