Pioneer Exclusive C-3a

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Jetzt möchte ich hier mal etwas ganz seltenes vorstellen, was ich wahrscheinlich kaum noch einmal auf meinen Tisch bekommen werde!
Dieser Vorverstärker hat seinen Weg aus dem Ursprungsland nach Berlin, seiner neuen Heimat, über einen der größten Hifi-Gebraucht-Händler der Welt gefunden: er stammt von http://www.hifido.co.jp, die neuerdings auch ihre Seite in englisch anbieten und alle Angebote auch in Euro, bezahlbar per paypal, ausschreiben. Unglaublich was dort so angeboten wird. Aber: nahezu alle Geräte sind ausschließlich in 100 V-Version (nicht umstellbar), die Tuner haben häufig „falsche“ Frequenzbereiche, weil in Japan das FM-Band von 70 bis 90 MHz geht und, vielleicht am Wichtigsten, man restauriert die Geräte dort kein bisschen, nicht einmal gereinigt wird. Aber das wird stets sehr ehrlich fotografiert – man sieht tatsächlich, was man bekommen wird. Einen zusätzlichen Aufwand für das Wiederherstellen des Gerätes sollte von vornherein einkalkuliert werden!

Exclusive war sozusagen die Edelmarke von Pioneer, etwa so wie Maybach von Mercedes oder Lexus von Toyota. Nur diese Geräte erhielten die Bezeichnung Exclusive, davon gab es ganze Geräteserien, Tuner, Vor- und Endverstärker, Plattenspieler und Lautsprecher. Außer Siamac kannte ich bisher niemanden in Deutschland, der Geräte dieser Edelmarke besitzt. Dieser hier ist ein ultraseltener Pioneer Exclusive C-3a, ein Vorverstärker von 1973, der in seinem Aufbau dem später (1975) auch in Deutschland angebotenen SPEC-1 ähnelt.
So konsequent, wie hier in allerbester Qualität und völlig kompromisslos ein Gerät hergestellt wurde, habe ich bisher noch nicht woanders gesehen – nicht einmal Burmeister-Geräte kommen da mit.

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Ein Blick von oben in das geöffnet Gerät. Links oben das Netzteil, das auch einen 2 mal 30 Watt Verstärker antreiben könnte. Unten links die vier Klangsteller: tief Bässe, hohe Bässe, niedrige Höhen und hohe Höhen – mit Schaltern in dB-Schritten, statt mit Potis.
Oben rechts der Phonovorverstärker, unten rechts der Eingangswahlschalter, dazwischen das sensationelle Volume-Poti.

[Bild: W3vEg.jpg]

Hier die vier Klangsteller aus der Nähe. Alle Folienkondensatoren, keine Elkos!

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Das Volume-Poti, eine Pioneer-eigene Entwicklung in einer hermetisch geschlossenen Edelstahlröhre beheimatet und ist ein 22stufiger Feinschalter, deren Stufen man beim Stellen nicht bemerkt, mit einer Genauigkeit von +/- 0,2 dB mit Metallfimwiderständen aufgebaut! Der Wahnsinn!

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Ein Blick von unten, bestes Epoxy-Platinenmaterial und alles in Steckkartentechnik mit sauberst verlegten Kabelbäumen – da juchzt das Technikerherz!!

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Die Front, das Geräte wird solange halten, dass man nur eine absolut zeitlose Gestaltung an den Tag legen konnte. Gelungen!

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Unten gibt es noch ein Magnet-gehaltene Klappe für selten benötigte Funktionen.

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Nach einer gründlichen Reinigung stellte sich der Zustand als nahezu völlig makelllos („mint“) heraus.

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Die Klangsteller von vorne.

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Alle Knöpfe zylindrisch und aus Vollalu, alle zum Drehen zweifach geschraubt.

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Da steht eben nicht Pioneer!

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Alle Buchsen sind vergoldet, sogar die beiden Masseklemmen.

[Bild: toUlz.jpg]

Die Rückwand ist um 45 Grad angeschrägt zum bequemeren Anschließen von oben. Um das Ganze drumherum gehört ein Holzgehäuse, welches der Besitzer aber nicht mit eingesandt hat.

[Bild: aTYvo.jpg]

Wie gesagt: hier kann man nichts umrüsten!

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