Pioneer - aktive Frequenzweiche

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Heute war etwas sehr seltenes auf meinem Tisch, eine aktive Frequenzweiche von Pioneer aus dem Jahr 1976 (wurde jedoch bis weit in die 80er hinein verkauft), die zur berühmten Serie-20 gehört. Diese Serie besteht komplett aus wirklich beachtlichen Geräten:
C-21 : Vorverstärker
M-22 : Class A Endstufe
M-25 : Class AB Endstufe
D-23 : Frequenzweiche

U-24 : Umschalteinheit
F-26 : 7-gang Tuner
F-28 : 5-gang Tuner
A-27 : Class AB Vollverstärker
PLC-590 : Laufwerk ohne Tonarm

Ohne Ausnahme werden alle diese Modelle bis heute stark gesucht, was einen nicht wundert. Qualitativ höherwertig ist nur die Exclusive-Baureihe.

Die Frequenzweiche wird zwischen Vorverstärker und mehrere Endstufen geschaltet, sie teilt die Frequenzbereiche wahlweise in 2-, 3- oder 4-Wege ein und hat ebenso viele Endstufenausgänge, um dann diese mit nur dem eingestellten Frequenzbereich zu beschicken. An die Endstufen werden dann die Lautsprecher (also keine kompletten Boxen!) direkt angeschlossen.

So sieht das dann als Diagramm zum besseren Verständnis aus:

[Bild: XL3BP.png]

Man kann sehen, dass so eine Frequenzweiche nicht gerade in jeder Anlage zu finden ist. Tatsache ist, dass gerade die D-23 als eine der besten aktiven Freqenzweichen gilt, die jemals gebaut wurden. Man kann nahezu jede Frequenz auswählen, mit enggestuften Schaltern – keine Potentiometer, mit denen eine gewählte Kombination eben leider nicht reproduzierbar ist – ausgestattet und wählbaren Flankensteilheiten von 6, 12 oder 18 dB – hübsch getrennt nach oben und nach unten. Dazu kommen noch Pegelsteller, die kanalgetrennt in 32 Stufen die Lautstärken der gewählten Frequenzbereiche einstellen. damit ist die D-23 die wohl vielseitigste Frequenzweiche, die es je zu kaufen gab. Sie kostete seinerzeit knapp 2.000 DM.

Sie bekam eine umfassende Schalterkur (492 Kontaktsätze!), eine neue Power-Lampe und eine neue Masseklemme (die alte war abgebrochen). Das Netzkabel wurde korrekt angeschlossen, ein Knopf musste neu zusammengeleimt werden und die US-Steckdose
hinten wurde tot gelegt.

Man bestaune den blitzsauberen Aufbau, der schon stark an den Exclusiv C3 erinnert.

[Bild: Vrpve.jpg]
[Bild: radaq.jpg]

Von aussen ist die sachlich nüchterne Gestaltung wahrlich weitsichtig gelungen, denn die wird nie altmodisch!

[Bild: Uy2zf.jpg]
[Bild: Uzwt8.jpg]
[Bild: QI242.jpg]
[Bild: uoySA.jpg]

Um den Netzschalter so aussehen zu lassen, musste ich meine Trickkiste schon ganz schön weit öffnen:

[Bild: QQZQ2.jpg]

Und der Blick von hinten – die Beschriftung ist Marke Dymo (kundenseitig angebracht) und die neue Masseklemme ist ganz links (vergoldet) – dort gähnte nur ein Loch.

[Bild: wZYQJ.jpg]

Ein wirklich seltenes Sammlergerät – ich glaube, selbst Siamac besitzt sie nicht.

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