Pioneer M22

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Heute ist dann mit Urlaubsverzögerung noch eine wundervolle Endstufe fertig geworden – eine Pioneer M22 von 1976! Diese reine Class A Endstufe mit nominalen 2 mal 30 Watt gilt in Kennerkreisen als Hifi-Ikone, man sagt ihr eine äußerst feine Höhenwiedergabe nach – ich habe auch hören können, dass siie tatsächlich „anders“ klingt, kann aber nicht genau sagen, was da anders ist. An meinen Canton LE500 die ich am Tisch zum Probe hören habe, klang sie ein winziges Quentchen dunkel, aber dabei unglaublich fein zeichnend – das müsste man vertiefen, um da Genaueres dazu zu sagen. 22kg Endstufe für „lächerliche“ 2 mal 30 Watt erscheinen schon etwas merkwürdig, aber wenn man sich den Aufwand anschaut, der da betrieben wurde, wird einem schnell klar, dass dies edelste Hifi-Technik ist. Die Preise auf dem Gebrauchtmarkt sprechen für sich – für einen 3stelligen Preis bekommt man wohl kaum eine M22 in gutem Zustand.

An diesem Exemplar war eine Endstufe defekt, das wurde repariert – mit Originalteilen (zum Glück noch vorhanden), zudem wurden die Relaiskontakte poliert, denn solche Relais sind nicht mehr zu bekommen, zudem waren die Kontakte noch in gutem Zustand.

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Hier ein Blick in die Innereien (von unten) – oben mittig die beiden Trafos, darunter die vier Siebelkos – rechts und links die Endstufenblöcke.

[Bild: zZkAx.jpg]

Das Gerät ist extrem servicefreundlich aufgebaut, jede Endstufe lässt sich nach Entfernen von nur vier Schrauben und einiger Stecker komplett aus dem massiven Druckgusschassis entfernen.

[Bild: NXZX4.jpg]

Hier ist das Chassis mit dem verbleibendem Loch zu sehen.

[Bild: n6Jkn.jpg]

Nur zwei Schrauben und der Deckel auf dem Endstufenblock kann abgenommen werden.

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Noch drei weitere Schrauben und die Platine kann umgedreht werden – so lobe ich mir das!

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So schaut die Endstufe im spielfertigen Zustand von hinten aus – in der Mitte hinten die beiden gleichen Netztrafos für den spiegelsymmetrischen Doppel-Mono-Aufbau und davor vier dicke Siebelkos von jeweils 33.000 µF Kapazität. Vorne die Anschlüsse für Lautsprecher und die beiden Cinchbuchsen der Eingänge, dann noch ein Netzschalter und eine Kontrolllampe – mehr gibt es nicht und wozu auch?

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So von vorne!

[Bild: Y4kV6.jpg]

Das Typenschild mit dem Hinweis auf den reinen Class-A-Betrieb (manchmal auch pure-Class-A genannt). Diese Art der Transistorschaltung ahmt die Röhrentechnik nach, hierbei wird mehr als die Hälfte der Leistung in Wärme umgewandelt, nur rund
ein Drittel wird zur Wiedergabe als Ausgangsleistung verwendet. Hier werden 270 Watt aus dem Netz entnommen und nur 60 Watt an die beiden Lautsprecher geschickt. Wie gesagt: es soll besser klingen. Man hat auch den Eindruck…

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Selten hat mir eine Power-Lampe besser gefallen als hier!

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Die vier Siebelkos von beeindruckender Größe.

[Bild: h91bR.jpg]

Das Anschlussfeld mit für damalige Verhältnisse schon high-endigen Lautsprecherklemmen.

Wohl dem, der ein solches Gerät sein eigen nennen darf! (Hör ich da Neid? Irgendwie schon…)

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