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Restaurierung eines Pioneer SX-828 Receivers

Pioneer Logo Baujahr 1973 und kein bisschen müde!

 

Ich hatte wieder mal einen Pioneer auf dem Tisch, bei
dem ich mir schon ein wenig Gedanken machen musste - nicht wegen der Restaurierung, sondern wegen des Wunsches auf LED-Umbau der Skala, da diese ja auch einen Dimmer besitzt.

Dieser Receiver von 1973 mit immerhin 2 x 90 Watt an 4 Ω besticht auch noch heute durch seine ultrasolide Bauweise und klingt nun wieder so, als wären die Jahre spurlos an ihm vorübergegangen.

 

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Nachdem ein paar Elkos in den Endstufen und im Vorverstärker erneuert waren, die für etwas Gleichspannung am Ausgang sorgten und als dessen Folge das Gerät keinen Ton mehr von sich gab, spielte er wieder frisch auf. Alle Schalter und Potis, sowie die Relaiskontakte wurden gründlich gereinigt und versiegelt, schon klang alles wieder wie neu.

Diese Pioneer-Geräte aus dieser Zeit sind einfach hervorragend gebaut - man kann die kompletten Boards herausklappen - auch während sie Musik machen und dann wunderbar an Ihnen arbeiten. Auf dem linken Bild erkennt man das Schalter- und Poti-Board, im mittleren Bild sieht man die komplette Endstufe, alles nur nach Lösen einiger Schrauben!

Dann wurde auch noch der Tuner überholt - eine Besonderheit hier - er hat getrennte Drehkos für AM und FM - und anschließend alles neu abgeglichen: Top-Empfang! Leider hatte das Signalinstrument einen mechanischen Defekt. Also ausbauen, Instrument öffnen und eingedrungene Fremdkörperchen entfernen - das ist nichts für Grobmotoriker!

 

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Das andere Instrument, für die Mittenanzeige war zwar völlig in Ordnung, leider ist es mir aber nicht gelungen, die Schaltung, die es normalerweise nach rechts und links schwingen lässt, instand zu setzen. Da ist ein alter FET-Transistor drin (3SK30A), den es kaum noch gibt und wenn dann für Mondpreise - und ich bin keineswegs sicher, dass wenn man ihn erneuert, dass dann alles wieder richtig geht. Also habe ich einen Widerstand parallel zum Instrument eingelötet, dann sieht es wenigstens wieder richtig aus, obschon es nun stets die Sendermitte anzeigt. Das ist aber auch schon der einzige Makel am Gerät.

Auch die im Takt der Musik flackernde Stereo-Anzeige konnte ich beruhigen, denn der MPX-Filter war noch etwas schwach, so daß hochtonreiche Musik durchaus das Leuchten der Lampe Bruchteile von Sekunden schwächer werden ließ. Ein 47µF-Kondensator behob diesen Fehler und läßt sie nun ruhig und gleichmäßig strahlen:

 

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Wie zu Anfang schon gesagt, wünschte sich der Besitzer eine Umrüstung der Skala und der Instrumente auf LED, jedoch so, dass auch die Dimmfunktion des Schalters an der hübschen Front erhalten bleibt. Da galt es ein wenig zu grübeln, zumal bei AM die Beleuchtung eines Instrumentes abgeschaltet wird.

Die Lösung lag in Vierfach-LEDs, die für 12V Gleich- oder Wechselspannung ausgelegt sind. Diese wurden zunächst aus ihren Soffitten-Gehäusen ausgebaut und dann mit einem für 7,2V passenden Vorwiderstand ausgestattet. Der von Hause aus angebrachte 12V-Vorwiderstand wurde natürlich zuvor entfernt, und dies bei jeder LED einzeln - insgesamt sieben.

Diese wurden nun hinter der Skala und den Instrumenten platziert und nach vorne, Richtung Skala ausgerichtet. Damit möglichst keine fleckige Ausleuchtung entsteht, habe ich, nach dem Vorbild der Marantz-Receiver eine Diffusor-Folie eingebaut und zwar direkt vor den LED's, diese werden ja kaum warm.

 

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So kann sich das Ergebnis, glaube ich, sehen lassen. Die Quellenanzeige, Stereoanzeige und die Speakeranzeigen wurden übrigens absichtlich als Glühlampen belassen, da hier geschaltet wird und mal nur eine, mal mehrere Lampen gleichzeitig anzeigen. Da ergeben sich dann mit Vorwiderständen unterschiedliche Intensitäten, was ziemlich blöd aussieht.

Links im Bild gedimmt, rechts in voller Stärke. Den Unterschied sieht man auf den Bildern leider kaum. Am Gerät selbst ist er wesentlich deutlicher!

 

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Hier nochmal Bilder vom Inneren des Gerätes: links von unten, auf dem mittleren Bild von oben und rechts dann auch auch von oben mit all seinen Abschirmblechen. Die sollen ja nichts "verstecken", sondern sind sind für einen zuverlässigen, brummfreien Betrieb - wie bei jedem anderen Klassiker - einfach unerlässlich.

 

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Dieser Bolide kann sich von allen Seiten wirklich sehen lassen und ist noch immer ein überaus musikalischer Begleiter, bei dem auch wie bei Spitzengeräten jener Zeit üblich Pre-Out und Main-In Buchsen zu finden sind. Ebenso kann er elkolose, echte Komplementärendstufen mit TO-3-Transistoren vorweisen. Für 1973 wahrhaft fortschrittlichste Technik!

Leider hat das Bild unten Lichtspiegelungen der Kamera, aber ist er nicht ein Schönling? Jetzt kann er wieder nach Hause und wird dort seinen Besitzer mit Klang und Aussehen verzaubern!

 

SX-828

Der Kunde zahlte für diese komplette, mit dem LED-Umbau sehr aufwändige Restaurierung nur 277,45 €