Rotel RT-1024

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Die Marke Rotel wurde 1961 von der Familie Tachikowa gegründet, iniitiert von einem namentlich nicht bekannten Hifi-Enthusiasten. Die Geräte waren zunächst nicht besonders aufsehen erregend, entwickelten sich aber Mitte der 1970er-Jahre zu ausgespochen auffälligen Geräten, die durch massive, besonders dicke Frontplatten, Aluknöpfe aus dem Vollen gedreht  und sehr große, in hellem gelb kräftig beleuchetete Skalen auffielen. Diese Geräte waren unglaublich robust und haltbar gebaut und dabei technisch durchweg sehr hochwertig – gleichzeitig aber sehr preiswert angeboten. So blieb der Erfolg nicht aus, diese Serien (RA= Verstärker, RT = Tuner und RX = Receiver) wurden sehr gut verkauft. Dennoch geriet die Firma Rotel in finanzielle Probleme und geriet deswegen in britische Hände. Später wurde die Produktion in Japan aufgegeben und nach China verlagert, aber die Marke existiert noch heute.

Der hier vorgestellte Tuner RT-1024 ist der größte Tuner aus dieser Baureihe und stammt von 1975. Es gibt ihn auch als RT-1025, völlig identisch, bis auf die fehlende Dolby-Abteilung, die sich für den geplanten (aber nie eingeführten!) FM-Dolby-Rundfunk als auch extern benutzen ließ. Er kostete damals 1.298,- DM (1.098,- DM als RT-1025) und hat eine bemerkenswerte Empfindlichkeit von 1,2µV.  Kein schlechtes Angebot! Die dazugehörenden Verstärker heißen RA-1312 und RA-1412, welche 1.648,- bzw. 1.798,- DM kosteten.

Der Aufbau innen hält durchaus, was das Äußere verspricht. Links oben der Drehkondensator, darunter das Netzteil, rechts die ZF/MPX-Platine, darunter die AM-Platine.

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Der Drehkondensator (hier offen) ist ein Fünfgang-FM-Typ.

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Von außen ist der RT-1024 ein mächtiges Gerät mit 12 kg Gewicht.

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Die Solidität, die dieser Tuner ausstrahlt sucht in der Hifi-Welt ihresgleichen!

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Die Front wird einerseits von den beiden dicken 19-Zoll-Griffen dominiert, andererseits ist die Front außerordentlich hell beleuchtet und verfügt über vier Instrumente.

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Links gibt es eine Multipath-Anzeige,  selbst die Kopfhörerlautstärke ist einstellbar, die Stereo-und Dolby-Anzeigen sind bereits mit LED’s bestückt.

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In der Mitte befinden sich die Bedienelemente für die Dolby-Abteilung.

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Rechts findet sich ein zweistufiger Mutingschalter und der Wahlschalter für AM und FM.

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Hinten gibt es einen Pegelsteller, um den Tuner z.B. an den Plattenspieler anzupassen. Daneben gibt es acht Cinch-Buchsen für die Dolby-Abteilung. Offenbar ging man bei Rotel  davon aus, die Käufer dieses Tuners könnten noch Kassettendecks ohne Dolby besitzen.

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Das Typenschild gibt Auskunft darüber, dass diese Gerätereihe noch vollständig aus Japan kam. Dieser Tuner ist jedenfalls hochwertig verarbeitet bis in die letzte Schraube. Wer so etwas noch besitzt, darf wirklich stolz darauf sein.

Ein Kommentar für “Rotel RT-1024

  1. Was soll so toll sein? Trafo neben Drehko
    platzieren ist ein Unding. Ein Optikteil für
    Elstern, da bleib ich lieber beim Klein und Hummel FM-2002.

    ja, klar, neben einem Rolls-Royce sieht ein Mercedes C-Klasse eben
    einfach nur billig aus, oder was?

    Beste Grüße
    Armin

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