SABA PSP-350

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Und noch ein Dreher! Fertig wurde eben ein SABA PSP-350 von 1980, der eigentlich von JVC in Japan kommt und nur „gelabelt“ wurde. Er entspricht weitgehend dem JVC L-F66 und hat nicht, wie man mitunter liest, den ölgedämpften Tonarm des QL-F6 – dieser ist nur am SABA PSP-248 zu finden, wohl der beste von SABA damals. Die Nomenklatur ist da schon etwas chaotisch!

Der PSP-350 ist ein Vollautomat mit S-Tonarm und frontbedientem Lift. Er hat einen quarzkontrollierten Direktantrieb und von Hause aus ein Audio-Technica AT-13EA an Bord, welches jedoch dort nicht korrekt monteirt werden kann! Die vordere Kante des Systems stößt bereits an die Headshell an, obschon man das System für einen korrekten Überhang noch weiter nach vorn schieben müsste. Ich habe daher ein Ortofon MB5E montiert, preiswert und passend. Zudem sollte man unbedingt bei allen diesen SABA-Plattenspielern den Netzentstör-Kondensator austauschen. Dieser ist ein Metallpapierkondensator von Rifa und geht sehr sehr gern mit einem lauten Kanll kaputt, manchmal sogar mit einer zusätzlichen Stichflamme und reichlich Qualmentwicklung. Der in diesem Plattenspieler hatte sogar beinahe Durchgang (kalt 22 Ohm, warm noch weniger), was bewirkte, dass man das Laufwerk nicht abschalten konnte, der Teller dreht immer weiter, obwohl der Ein/Ausschalter eindeutig „aus“ war. Auch bekam er Cinchstecker, statt des serienmäßigen DIN-Steckers.

[Bild: pRQuQ.jpg]

Hier eine Gesamtansicht. Die Gummiauflage zerbröselt bei diesen Modellen sehr häufig und muss dann ersetzt werden.

[Bild: DZOYq.jpg]

Der Tonarm, stammt vermutlich von JELCO.

[Bild: g1s12.jpg]

Das Bedienfeld und an der Headshell kann man noch ein wenig vom Tonabnehmer sehen.

[Bild: Tu2Ip.jpg]

Vorne alles silber, hinten alles anthrazit. Alles auch bei geschlossener Haube bedienbar (obwohl man ja niemals bei geschlossener Haube Schallplatten abspielen soll! Immer schön offen lassen – wegen der Rückkopplung.)

[Bild: Hji5z.jpg]

Auch die Haube wurde etwas poliert.

Nun darf er wieder aufspielen.

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