Sansui 5000A

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Der Sansui Receiver 5000A von Niels (contenance) war ebenfalls in einem bemitleidenswerten Zustand. Dieser Traumreceiver stammt aus dem Jahr 1969 (man will es einfach nicht glauben), leistet 2 mal 55W sinus und verfügt über drei Paar Lautsprecheranschlüsse, zwei Tape Anschlüsse, zusätzlich noch eine DIN-Buchse für Tape und einen entzerrten Tape-Head-Anschluss auch noch – Wahnsinn! Phono und AUX-Eingänge gibt es natürlich auch noch – und das 1969. Darüberhinaus verfügt über ein Empfangsteil mit zwei Drehkos und ausgezeichneten Empfangseigenschaften.
Dafür damals 1.600,- DM zu bezahlen war schon außergewöhnlich, denn mit solchen Geräten konnte der Normalverbraucher kaum etwas anfangen. Die meisten in unseren Breitengraden vorkommenden Geräte stammen aus der Hand von US-Soldaten, die diese Modelle gerne preiswert (zoll- und steuerfrei) im PX-Shop kauften, aber häufig vor der Heimkehr einem jungen Deutschen verkauften – die Glücklichen, damals, die so ein Angebot wahrnehmen konnten. Der Reciever bringt gute 15 kg auf die Waage.

Defekt war leider einiges – er wollte kaum noch einen Ton von sich geben, ein Schalter war abgebrochen und der Knopf dazu fehlte.

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Zum Glück steht im Schrott ein 5000, der genau so einen Schalter hat, der hier Ersatz spendete.

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Hier der aufwändige FM-Drehko, der wirklich einen super Empfang ermöglicht.

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Noch ein verblüffendes Detail – inmitten der Platinen steckt ein Halter mit zwei Ersatzlampen. Habe ich bei noch keinem anderen Hersteller gesehen! Niels wollte die Beleuchtung, die aus insgesamt 13 Lampen besteht am liebsten auf LED’s umgerüstet haben. Nach Studium des Schaltplanes habe ich mich aber dann doch für die Glühlampenlösung entschieden, zumal diese überwiegend noch funktionierte, obwohl sie komplett noch original war. Durch entsprechend niedrige Ansteuerung der Lampen ist hier mit einer sehr hohen Lebenserwartung zu rechnen und es sieht einfach viel, viel authentischer aus – denn 1969 gab es einfach noch keine Leuchtdioden! Ich konnte ihm allerdings den hier in diesem thread geäußerten Wunsch erfüllen, die Skalenbeleuchtung als Dauerfunktion zu schalten. war zwar nicht ganz einfach – aber machbar.

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Hier die Innenansichten dieses Oldtimers. Unten kann man oben links den Netztrafo, rechts daneben Netzteil und Treiberkarten – die Endstufen sitzen hinten an Kühlkörpern – und daneben das abgeschirmte Eingangsbuchsenfeld mit Phonovorverstärker und dem Eingangswahlschalter. Für damals sensationell, den mt einer langen Stange zu betätigen, um Einstreuungen gering zu halten. Links sieht man dann die beiden Drehkos, der FM geschlossen, der AM offen, rechts daneben die Tunerplatinen – ohne ein einziges IC im Gerät (gab es halt noch nicht).

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Nachdem alle Fehler beseitigt waren, wurde das Gerät wieder zusammengebaut. So wie hier sieht er normalerweise aus. Schwarze Bleche rundherum, übrigens unten mit einer Tasche versehen, in der der Schaltplan liegen sollte (fehlte leider), so kennt man diese Gerätebaureihe.

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Gegen Aufpreis gab es dann ein Holzgehäuse, mit dem der 5000A dann nochmal sehr viel mehr hermacht. Niels wollte es gerne in Mooreiche furniert haben und anschließend hochglanz transparent lackiert. Niko (der Tischler) und Thomas (der Lackierer) kamen diesen Wünschen dann auch nach.

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So ist das natürlich ein Unikat, obschon der 5000A an sich schon selten genug sein dürfte.

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Hier noch ein abschließender Blick von hinten auf das Gerät im Holzgehäuse.

Niels, freu Dich – das ist ein wirklich super Sammlergerät!

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