Sansui SC-5330

sind hier: Home » Gerätevorstellungen » Sansui SC-5330

Aus der Nähe von Hannover hatte ich nun zwei Geräte meiner Lieblingsmarke auf dem Tisch, von denen einer eigentlich ein unrettbarer Totalschaden und der andere so selten ist, dass ich bisher nicht einmal wusste, dass Sansui auch mal Bandmaschinen hergestellt hat! Doch der Reihe nach:
Das Kassettendeck SC-5330 von 1979 ist ein Logiktasten-gesteuertes Deck mit 2 Motoren, aber leider ohne Hinterbandkontrolle. Optisch wunderschön in diesem mattschwarz, das Sansui-Geräte damals sofort unverkennbar machte. Dieses Exemplar hatte leider eine fehlende Abdeckung vor den Tonköpfen, einen selber zurechtgeschnippelten Boden aus dünnem. bedrucktem Blech (alter Ölkanister oder so etwas) und vor allem ein komplett durchgebrochenes Laufwerk – eigentlich nicht mehr zu retten! Der Besitzer hatte es sich aber wohl in den Kopf gesetzt es unbedingt zu retten und ersteigerte einen SC-3330, den kleineren Bruder des 5330, in besserem Zustand und gab mir beide, mit der Maßgabe den größeren zu retten. Also wurden doe Bodenplatte, die Kassettenfachabdeckung und das Laufwerk hin und her gebaut, wobei das Laufwerk die größte Anstrengung war, weil Dutzende von Anbauteilen umgerüstet werden mussten – zum Glück war aber alles vorhanden und so ging es ans Werk, das „neue“ Laufwerk komplett zu überholen, bis es wieder einwandfrei lief.
Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen.

[Bild: cdizt.jpg]

Hier ein Blick von oben ins offene Gerät.

[Bild: 68xwY.jpg]

Das nackte Laufwerk von vorne, schon komplett überholt (allein 4 neue Riemen).

[Bild: ZDgqm.jpg]

So präsentiert sich das Gerät komplett montiert von vorn.

[Bild: 5KClQ.jpg]

Das offene Fach mit der nun wieder vorhandenen durchsichtigen Klappe aus der Nähe.

[Bild: ni8Rt.jpg]

Die rechte Seite mit den verschiedenen Schaltern und Potis, eindeutig auf Bedienkomfort ausgelegt.

[Bild: iiJOK.jpg]

Das Kassettenfach ohne Kassette und geschlossen.

[Bild: Vimqv.jpg]

Bei offener Klappe kommt man hervorragend zum Reinigen an die Köpfe heran.

[Bild: bWI0P.jpg]

Das Kassettendeck von hinten.

Vom gleichen Besitzer kam dann eine Bandmaschine auf den Tisch, die aus der Quadrozeit stammt (1973 bis etwa 1975) und daher auch vier parallel nutzbare Spuren aufweist. Wie gesagt, ich wusste bisher nicht einmal, dass es Bandmaschinen von Sansui gab, so war ich umso mehr über die wirklich gediegene Machart der Maschine absolut positiv erstaunt. Abnehmbare Tonkopfträger und einzeln ausbaubare Verstärkergruppen habe ich bisher kaum irgendwo gesehen und alles so massiv und gediegen… Zudem gab es noch etliche andere Bandmaschinen mit der Bezeichnung QD (Quadro-Deck) und SD (Stereo-Deck), die aber alle auf dem gleichen Chassis basieren.

[Bild: vnsPb.jpg]

Das hier sind die Tonköpfe, wie man sieht, vier Spuren – und alle gleichzeitig benutzbar.

[Bild: vnsPb.jpg]

Hier ist die Tonkopfeinheit mitsamt den Schwungmassen ausgebaut (nur drei Schrauben!) – einfach genial.

[Bild: J97V1.jpg]

Das Laufwerk ohne Tonköpfe und Schwungmassen.

[Bild: RFGix.jpg]

[Bild: h3Ime.jpg]

Hier sieht man deutlich die herausnehmbare Verstärkergruppe – so kann man alles hervorragend abgleichen, während die Maschine läuft.

[Bild: MI1Uc.jpg]

Das extrem stabile 3-Motoren-Laufwerk von hinten.

[Bild: pAsJP.jpg]

Nun ist wieder alles montiert, gerichtet, gereinigt und eingestellt.

[Bild: MWmDX.jpg]

Oben das Laufwerk…

[Bild: 5ZpLP.jpg]

…unten die Verstärkergruppe.

[Bild: lylmp.jpg]

Vier VU-Meter nebeneinander, daran erkennt man die Quadromaschine.

[Bild: su1Z2.jpg]

Knapp 30 kg solideste Technik, das macht jeden Sammler stolz!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.