Sanyo P-55

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Heute hatte ich eine Endstufe von 1979 auf dem Tisch – ein echter Tiefstapler von Sanyo. Die P-55 gehört zur Plus-Serie 55, die damal schon recht eindrucksvoll daher kam, aber leider keine großen Verkaufserfolge erzielen konnte, Dabei ist die Plus-Serie 55 gut designt, mit hochwertiger Technik ausgestattet und war keineswegs teuer. Aber der Name Sanyo ließ stets an Kofferradios denken…dabei hatte dieser Hersteller die Geräte mit 19Zoll-Griffen ausgerüstet und in ein passendes Rack gesteckt, wenn man das wollte.

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Die Endstufe mochte kaum noch einschalten, es gab reichlich kalte Lötstellen, die Relais waren auch abgenutzt. Die Technik stammt überwiegend von Hitachi, damals weltweit führend in Sachen MOS-FET. In der Endstufe gibt es vier Pärchen der „berühmten“ 2SJ49/2SK134, hier im Bild.

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Damit leistet die Endstufe 2 mal 100 Watt sinus an 4 oder 8 Ohm und wiegt 12 kg.

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Innen sieht man einen bildschönen Aufbau in Doppel-Mono mit zwei Ringkerntrafos und einer damals sehr modernen Heatpipe (Ein Kühlkörper, in dem eine Flüssigkeit mit zunehmender Wärme immer schneller zirkuliert und dadurch die Wärme schneller abführt). Für die gegebene Leistung war die Endstufe sehr klein.

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Das Äußere ist schlicht in grau und silber gehalten.

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Die Front wird von einer 24fachen LED-Leistungssanzeige dominiert.

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Hier die Anzeige im Betrieb aus der Nähe.

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Der Rest ist kühl und sachlich, aber zweckmäßig gestaltet.

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An der Rückseite befindet sich noch ein Schalter zum Brücken, damit gibt es dann einen Monoblock mit 200 Watt sinus – damals schon fast die Königsklasse.

Ich wünschte mir noch andere Modelle dieser Plus-55-Serie auf meinem Tisch, selten genug sind sie ja, leider.

Ein Kommentar für “Sanyo P-55

  1. Bin auch begeistert von Technik und Schaltungstechnik von MosFet Endstufen. Alles wird auf den Kopf gestellt… 330kOhm im Gate… krass. Superschnell 150V /mikroSek.

    Hatte bisher nur Erfahrung mit Elektors Crescendo von 1982.
    Grüsse Hp

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