SONY TA-E7

sind hier: Home » Gerätevorstellungen » SONY TA-E7

So, nun geht es hier weiter mit der Anlage, die zu dem vorgestellten TC-K7II gehört, der High-End-Vorverstärker TA-E7 – hätte es damals bei SONY schon den Suffix ES für Esprit gegeben, dieses Gerät hätte ihn zweifelsfrei bekommen. Er hatte bereits einen ganz hervorragenden MC-Eingang für das ebenfalls im Jahr 1978 heraus gekommene XL-55 Moving-Coil-System, auf diesen komme ich später noch einmal explizit zurück. Auch sonst ist dieser Vorverstärker ganz im Stil eines Pioneer Exclusive aufgebaut, die Konzerne wollten einfach zeigen was sie konnten – und diese Spitzengeräte wurden auch genau deswegen gerne gekauft, jedenfalls von denen, die sich das leisten konnten, denn teuer war der wirklich – rund 2.000,- DM war für einen Vorverstärker schon heftig.

[Bild: sonyta-e7-01-10245berl7c4u.jpg]

Dies ist ein Blick von oben in das nicht nur geöffnete, sondern auch mit ausgeklappter Front. Man beachte die liebevoll gebundenen und verlegten Kabelbäume.

[Bild: sonyta-e7-02-10245berlhiwq.jpg]

Hier ist das geöffnete Gerät von der Seite her betrachtet, zum Gück hat SONY an die Techniker gedacht, die später einmal an die Innereien heran müssen. Daher kann nach dem Entfernen zweier Schrauben die gesamte Front um 90 Grad nach vorn klappen.

[Bild: sonyta-e7-03-10245berllf9s.jpg]

So macht das Arbeiten Spaß!

[Bild: sonyta-e7-04-10245berlkd0w.jpg]

So schaut das Gerät bei entfernter Frontplatte aus. Die beiden VU-Meter sind zwar nichts besonderes, strahlen aber eine Beständigkeit aus, die kein noch so kompliziertes Leuchtdioden- oder Fluoreszens-Anzeigesystem erreichen kann.

[Bild: sonyta-e7-05-10245berlihbn.jpg]

Die kleinen grauen Transistoren, die man hier sieht, sorgen im TA-E7 für die Vor-Vor-Verstärkung im Phono 2 MC-Eingang. Es sind 16 Stück in zwei Reihen zu je acht exakt gleicher Transistoren – und das ist nur ein Kanal! So etwas nennt man ein Transistor-Array. Der Vorteil der parallel geschalteten Transistoren liegt darin, das sich das Funkelrauschen jeden einzelnen Transistors in der Summe nahezu aufhebt. Jeder Transistor produziert ein solches Rauschen, man lausche nur mal am offenen Phonoeingang eines beliebigen Verstärkers bei voll aufgedrehter Lautstärke! Der Trick mit den vielen gleichen Transistoren ist genaus einfach wie genial. Leider ist hier einer oder mehrere der Transistoren im rechten Kanal defekt, links muckt auch schon einer herum. Abhilfe brächte hier nur alle Transistoren (also 32 Stück) komplett zu erneuern. Leider gibt es diesen Transistor nicht mehr neu, so dass man auf eine Alternative ausweichen müsste. Da der Besitzer den Phono 2-Eingang ohnehin nicht benutzt, haben wir uns bei einer Besprechung darauf geeinigt, das im Moment so zu belassen und eine eventuelle Reparatur auf später zu verschieben, Phono 1 funktioniert perfekt, hat jedoch nur MM Empfindlichkeit und ist nicht variierbar in Empfindlichkeit und Eingangswiderstand.

[Bild: sonyta-e7-06-10245berlrfua.jpg]

Hier nun aber der Anblick von schräg oben des ganzen Gerätes. Klassisch und geradlinig ist er.

[Bild: sonyta-e7-07-10245berldd1m.jpg]

Da wird nichts unmodern, auch in 50 Jahren nicht. Die „einfachen“ Zeigerinstrumente lassen sich umschalten in AVERAGE (Lautstärkenanzeige) oder PEAK (Spitzenwertanzeige) oder SAMPLING HOLD (hier wird der Spitzenwert 10 Sekunden gehalten, bevor er wieder abfällt) und darüber hinaus in der Empfindlichkeit stufenlos einstellen. Das ist wahrlich selten.

[Bild: sonyta-e7-08-10245berljc8d.jpg]

Auch von hinten klar und aufgeräumt, interessant: der Knopf für die Variablität des PHONO 2-Einganges ist identisch mit den Knebelknöpfen der Front. Der Rotstift der Kaufleute lag damals offenbar noch in der Schublade…

[Bild: sonyta-e7-09-10245berl2c8d.jpg]

Der schreit geradezu nach der passenen Endstufe TA-N7:

[Bild: p041i1.jpg]

Unten links im Bild die Endstufe. Rechts unten der passende Tuner, ein ganz ähnlicher steht im Moment auf meinem Tisch, eine Beschreibung folgt in Kürze.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.