SONY ST-A7B & EL-7

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Heute stelle ich Euch zwei Geräte der Marke SONY aus dem Jahr 1976 vor. Einmal den ST-A7B – extrem selten und ein Weltspitzentuner und dann passend dazu den EL-7, den besten Elcaset-Recorder den es von Sony gab.

Der ST-A7B ist ein 5-Gang-Drehko-Tuner der Spitzenklasse, der, seinerzeit ein absolutes Novum, einen Fequenzzähler mit digitaler Frequenzanzeige auszuweisen hatte. Die Anzeige wurde noch mit so genannten Minitrons realisiert, „richtige“ Anzeigedisplays gab e damals halt noch nicht – man kann daran erkennen, wie mutig und der Zeit voraus Sony mt diesem Modell damals war. Der kleinere Bruder ST-A6B hatt noch zusätzlich Mittelwelle und kostete nur ein Drittel dessen, was Sony für den ST-A7B aufrief.

Defekt war die Anzeige, die nicht nur einige Digits nicht mehr anzeigen mochte, sondern auch immer wieder völligen Blödsinn anzeigte, indem Sie bei einer millimeterkleinen Bewegung z.B. von 88,5 auf 105,2 wechselte. Hier musste der Drehko gereinigt und neu abgeglichen werden und beide Platinen vom Zähler komplett nachgelötet werden – es wimmelte nur so von kalten Lötstellen.

[Bild: SONY_ST_A7_06_64560_Riedstadt.jpg]

Hier eine Innenansicht dieses Tuners. Links oben das Netzteil, darunter die Zählerplatine. Rechts oben der 5fach Drehko mit seiner blau-transparenten Abdeckung, darunter das FM-Teil (AM gibt es nicht) und die respektable Schwungmasse.

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Hier der Drehko aus der Nähe.

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Normalerweise sieht man alle die Platinen nicht, denn da gehören diese schwarzen Abdeckungen drüber. Daran kann man schon den hohen Preis und die Exklusivität ablesen.

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So sieht der Tuner von aussen aus, passt zum Beispiel exakt zum bekannten TA-F6B.

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Im letzten Bild sind die vier Minitrons gut zu sehen. Diese leuchten mit üblichen Glühlampenfäden (allerdings sehr langlebig) von denen 7 Stück vorhanden sind – es war eine der ersten 7-Segment-Anzeigen, die nicht auf Röhrenbasis (Nixie wie in älteren Revox-Tunern) arbeiteten. Da sitzt dann eine blau-grüne Folie davor und schon sieht das richtig gut aus.

[Bild: SONY_ST_A7_013_64560_Riedstadt.jpg]

Das ist der Anblick der Rückseite. Dort finden sich zwei Pegelsteller (rechter und linker Kanal) zum Angleichen – vorbildlich.
Ein wertbeständiger Tuner, der weltweit kaum ernsthafte Konkurrenz findet – und die Tuner, die dafür in Frage kommen, kann man an seinen zehn Fingern abzählen.

Das zweite Gerät ist ein Elcaset-Kassettendeck, das größte von Sony – der EL-7. Mit dieser großen Kassette wollten Sony, Teac und Technics gemeinsam die Lücke zwischen der Compactcassette und den open-reels füllen. Man wollte den Bedienkomfort der Kassette mit den auditiven Eigenschaften der Viertel-Zoll-Bänder kombinieren. Dies gelang eindrucksvoll, die Kassette mit dem Viertel-Zoll-Band läuft mit 9,5 cm/s und erreicht Frequenzgänge bis zu 27.000 Hz (nach DIN, bei -3dB immerhin noch 22.000 Hz) bei rund 60dB Dynamik (ohne Dolby!)- davon träumen selbst große Nakamichis vergebens. Aber das ist auch kein Wunder, denn hier ist rund 4mal soviel Platz auf dem Band, wie bei der Kompaktkassette. Leider setzte sich das System nicht so recht durch und wurde Ende 1980 bereits eingestellt. Das kleinere Modell Sony EL-5 hatte nur einen Motor und hielt mit seinen Rutschkupplungen meist nur wenige Monate durch, dann mussten diese ersetzt werden. Daher gab es schon früh keine Ersatzteile mehr und der EL-5 ist heute nur noch selten zu finden. Der große und viel teurere EL-7 war von vornherein schon selten, hatte dafür ein nahezu unkaputtbares Laufwerk mit drei Motoren. Die Teacs und Technics sind noch seltener zu finden.

Am vorliegenden Moell musste das Laufwerk instandgesetzt werden, obwohl es das „unkaputtbare“ ist. Denn offenbar hat es viele Jahre unbenutzt herum gestanden – und so wollten sich einige Laufwerksteile nicht mehr so leichtgängig in ihre Positionen bewegen. Nachdem all das wieder leichtgängig war und zusätzlich alle Verschmutzungen beseitigt waren, lief auch alles wieder vorzüglich. Eine Probeaufnahme beeindruckte mit einer Qualität, die nicht an Kassette, sondern vielmehr an CD denken liess.

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Hier mal der direkte Vergleich der Kassetten – ein ganz schöner Unterschied, oder?

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Hier ein Blick in das Innere des Gerätes, ein ziemlicher Kabelverhau, aber ein ultrasolides Laufwerk.

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Die beiden Schwungmassen werden von einem kräftigen Capstan-Motor angetrieben, darunter kann man die beiden Wickelmotore erkennen, die beide ohne Kupplung auskommen, da sie die Bandteller direkt antreiben.

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Hier ein Blick in das geöffnete Kassettenfach. Die Kassette steht bei diesem System auf dem Kopf, die Köpfe sind oben. Die beiden silbernen Kegel sind die Gummiandruckrollen.

[Bild: SONY_EL_7_08_64560_Riedstadt.jpg]

Das Gerät präsentiert sich ganz wie ein „normales“ Kassettendeck, es ist lediglich wenige Zentimeter höher.

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Die Bedienung unterscheidet sich in keiner Weise von anderen Kassettendecks: Dolby, Bandsortenwahl, Vor-/Hinter-Band – alles wie gewohnt.

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Hier ist das Gerät von hinten zu sehen, auch dort gibt es einen einstellbaren Ausgangspegel und einen Anschluss für eine Kabelfernbedienun

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