TEC Komponenten

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Auf meinem Tisch hatte ich eine sehr seltene, aber dafür wirklich extrem gut erhaltene Anlage, bestehend aus aufeinander abgestimmten Geräten (Tuner, Vorverstärker, Endverstärker und Kassettendeck) des Labels TEC. TEC steht für Tokyo Electric Corporation und diese Firma existiert bereits seit 1899. Im Jahr 1939 fusionierte die Firma mit der Shibaura Engineering Works zur Tokyo Shibaura Corporation, bekannt als Toshiba. 1950 trennten sich die beiden Unternehmen wieder und fanden dann 1978 wieder endgültig zusammen, fortan hieß die Firma Toshiba-TEC Corporation und ist Teil des riesigen Gesamtunternehmens Toshiba.

Die Qualität der Geräte ist durchaus ernst zu nehmen. Der Verstärker liefert 2 mal 55 Watt an 4 Ohm, die Qualität und der Klang entsprechen
durchaus Mittelklassegeräten namhafter Hersteller. TEC gab dem Quartett den Namen System 5000. Vermutlich gehörten auch passende Lautsprecherboxen dazu. Auffällig ist, dass sämtliche Anschlussbuchsen in deutscher Norm gehalten sind (sicherlich nur bei den für Deutschland gedachten Modellen). Die Anlage wurde komplett überholt, wirklich instandzusetzen gab es nichts, was auch nicht gegen die Qualität spricht.

Der Verstärker von innen.
Die Endstufen sind mit damals sehr verbreiteten Toshiba-Transistoren aufgebaut, was niemanden wundern lassen sollte.
Von aussen sehr schlicht, aber hübsche VU-Meter eingebaut. Es gibt zwei Paar Lautsprecherausgänge (nur mit DIN-Lautsprechersteckern) und vorne eine Kopfhörerbuchse.

Der Vorverstärker ist innen ähnlich aufgebaut, alles bekannte, schon zigtausendmal gesehene Bauteile…
Die gebotene Qualität ist der von angesehenen Markengeräten absolut gleichzusetzen.
Der Vorverstärker ist mit einem dreistufigen Klangregelnetzwerk, zwei Filtern und immerhin sechs Eingängen ausgestattet – auch hier alles in DIN.
Der Tuner ist innen ebenfalls so aufgebaut, dass er einem wie ein
alter Bekannter vorkommt.
Ein ALPS-Drehko mit drei FM-Gängen.
Die Beleuchtung ist sehr eindrucksvoll gestaltet, die Anzeigen bereits
mit LED’s ausgestattet.
Die Anschlüsse am Tuner, auch die für Antennen, sind alle in DIN-Norm ausgeführt – es gibt an der gesamten Anlage keine einzige Klemme oder Klemmschraube.
Das Kassettendeck besitzt ein Laufwerk, welches ich noch nie woanders gesehen habe.
Hier wurden neue Riemen eingebaut, das Laufwerk überholt und auch ein neuer Tonkopf eingebaut, der alte zeigte bereits deutliche Verschleißspuren.
Als Besonderheit wird das Kassettenfach elektrisch geöffnet, nicht mit einem Motor, sondern mit einem Hubmagnet, der die Verriegelung frei gibt und mittels einer mechanischen Dämpfung die Tür langsam öffnet.
Hier finden sich exakt die gleichen VU-Meter wie in der Endstufe.
Auch hier das gleiche Bild – ausschließlich DIN-Anschlüsse – keine einzige Cinch- oder Klinkenbuchse.
Zum Abschluss alle vier Geräte zusammen. Wegen des nicht so bekannten Namens
gibt es hier überhaupt keinen Grund, die Nase zu rümpfen.
Diese TEC-Anlage kann durchaus mithalten.

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