Technics SE-A5MKII - Endstufe von 1983

sind hier: Home » Gerätevorstellungen » Technics SE-A5MKII – Endstufe von 1983

Die Technics SE-A5 von 1981 wurde bekannt, weil es die erste Endstufe war, deren Front fast nur aus riesigen Power-Metern bestand. Dies haben viele Hersteller erfolgreich kopiert, z.B. Onkyo mit der Serie M-5030, 5060 und 5090. Nach zwei Jahren war die Serie komplett abverkauft, die Verkäufer vieler Länder orderten daraufhin eine zweite Auflage. 1983 erschien dann die MKII-Version, die sich von der Vorgängerin nur geringfügig unterschied. Sowohl die Ausgangsleistung, als auch die Größe und das Gewicht blieben nahezu gleich, nichtsdestotrotz war die MKII eine völlige Neukonstruktion. Selbst der Preis blieb in Japan exakt derselbe (150.000 Yen – entsprach damals etwa 1.500 DM), in der Optik gab es dezente Änderungen, die wirklich unvorteilhaften Lautsprecherklemmen verschwanden zum Glück und wurden durch wirklich prime Klemmen ersetzt. Solche Endstufen erzielen noch heute zwischen 1000 und 1500 Euro (guter Zustand und überholt). Sie leistet zweimal 150 Watt sinus an 8 Ohm und wiegt 18,4 kg.

Nach Demontage der Frontplatte konnten alle ausgefallenen Lämpchen ersetzt werden, die Meter sind in einem großen gemeinsamen Gehäuse untergebracht.
Die Endstufen sind bestückt mit Toshiba 2SA1301 und 2SC3280 als Stromverstärker, die recht hohe Transitfrequenzen haben (30MHz).
Die große Hauptplatine, auf der die Lautsprecherrelais erneuert wurden, flankiert von den beiden großen Kühlkörpern.
Der Trafo sieht ausreichend dimensioniert aus, auch wenn zwei Gleichrichter und vier Siebelkos vorhanden sind (beides für jeden Kanal getrennt), ist es kein echtes Doppelmono, denn beide Netzteile werden aus denselben Trafowicklungen gespeist.
Die Treiberplatine (im Bild im Vordergrund) ist gesteckt, von daher stellt sich das Gerät wirklich als sehr servicefreundlich dar.
Von aussen das seinerzeit typische Technics-Design in diesem matten grün-grau dezent gestaltet.
Vorn dominieren die riesigen Power-Meter, von nicht weniger als 16 Lampen von oben indirekt beleuchtet.
Unter den Metern gibt es einige Anzeigen, für Power, die Schutzschaltung, der gerade angewählten Lautsprechergruppe…
…sowie einer Lampe „Computer-Drive“, deren Sinn sich mir nicht wirklich erschlossen hat – sie leuchtet jetzt aber wieder brav, schaltet sich jedoch erst etwa nach 30 Sekunden dazu. Irgendetwas überwacht der Computer… darunter noch ein zweite Lampe, die auf die spezielle Technics „new class A“ hinweist.
Hinten gibt es bei der MKII nun endlich große, gut zu handhabende Anschlussklemmen, die auch größere Querschnitte aufnehmen können.
Zusätzlich gibt es noch einen Schalter, der Gleichspannung am Eingang fernhalten kann (Stellung Normal), darüber zwei Pegelsteller.

Diese Endstufe kann auch noch heute beeindrucken, da sie sauber aufgebaut ist und sehr zuverlässig arbeitet. Die Marketing Gags, wie „Computer Drive New Class A“, hätte man aber ruhig weglassen können.

2 Kommentare für “Technics SE-A5MKII - Endstufe von 1983

  1. als mein Harmann Kardon A500 zu schwach wurde, suchte ich etwas grösseres…das Kriterium war der 64 Fuss Ton (19m Pfeife = 16Hz) einer Orgel wieder zu geben..bei dieser Frequenz erlebt man als El-Ing in der Entwicklung von Sudio-Geräten..die Phasenverschiebung von Strom & Spannung hautnah.der A500 hat mit seinem Ausgangstrafo exakt die Impedanz der Lautsprecher, damals 16Ohm, nachgebildet.
    der Klirr war sensationell…und der SE-A5 ist ein DC-Speiseteil das bis auf 100kHz geht…das keine Phasenverschiebung in den Schaltungsaufbau mitnimmt. daher ist der Klirr bei grosser Iduktion sagenhaft. (beim 64 fuss Ton). Die Schutzschaltung muss nur sicher stellen, dass der Speaker nicht durch asymmetrischen Sinus vormagnetisiert wird,was die Permanent-Magnete der Speaker beeinflussen würde. übrigens meine Speaker sind Studio-Monitore die für die damals Mailänder Scala gebaut wurden… und den 64 fuss-Ton hört man mit dem Bauch.. leider werden heute immer noch die Specs von Verstärkern bei 1kHz & an ohmscher Last gemessen..(bei 1kHz, wo Strom & Spannung in Phase liegen…und der „ohmische Lautsprecher gibt es auch nicht. die Geschichte kommt mir bekannt vor…es scheint wie beim Diesel zu sein“…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.