Technics SA-1000

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Heute kann ich wieder zwei Superlativ-Geräte aus Werners Hallen vorstellen. Werner wollte sie möglichst vor Weihnachten haben, also haben wir mal etwas auf die Tube gedrückt. Und beide fertig gestellt. Vorher werden sie aber noch hier vorgestellt, denn ich wette, die Wenigsten unter Euch haben je eines der beiden Geräte jemals gesehen!

Zunächst einer der größten Receiver, die jemals auf der Welt hergestellt wurden: der Technics SA-1000. Er stammt von 1977 und ist dem „Receiverkrieg“ geschuldet, der damals unter den großen Herstellern tobte. Sansui warf den berüchtigten G-33000 ins Rennen, Pioneer seinen SX-1980, Kenwood den KR-9600 und Matsushita (National-Technics-Panasonic) eben diesen hier. Ein Gerät der Superlative, wie die anderen auch, mit zweimal 360 Watt Sinus nach DIN an 4 Ohm, einem Gewicht von 39,5 kg und einer Breite von 63 cm bei einer Tiefe von fast 54 cm und einer Höhe von knapp 20 cm. Er wurde in Europa nicht angeboten, es hätten sich kaum Käufer gefunden, wie man auch bei Sansui rasch erkannte, denn man zog die drei großen G-11000, 22000 und 33000 nach nur einem Jahr wieder zurück und beließ es bei den „kleineren“ Modellen unterhalb des G-9000. Bei Technics bot man alle Receiver bis zum SA-500 an, den 1000er ließ man schlauerweise von vornherein weg. In den USA und Japan sind es aber absolute Kultstatus-Geräte so wie großen Sansuis auch. Der Technics kostete seinerzeit 1.700,- , der größte Sansui 1.900,- und der SX-1980 1.295,- schon klar, dass man einen Pioneer eher mal ergattern kann.

Der von Werner hatte leider eine defekte Endstufe, die mir bei der Inbetriebnahme äußerst lautstark um die Ohren, weil die Endstufenplatinen, wegen früher mal ausgelaufener Siebelkos – immerhin 2mal 18.000 µF pro Kanal – recht übel geflickt wurden. Neue Elkos waren schon eingebaut. So musste ich eine Endstufe komplett erneuern und alles nachlöten, dann ging es prima. Zusätzlich gab es noch eine große Schalter- und Poti-Kur, frisch polierte Relaiskontakte (es gibt leider keine LY-2 Relais mehr!) und auf Werners Wunsch wurde das Holzgehäuse von Niko neu furniert.

[Bild: hlqki.jpg]

Hier ein Blick in das Geräteinnere, in dem man einen 12 kg schweren Netztransformator und vier dicke 18.000er Elkos sieht. Die Endstufen rechts und links werden mit jeweils sechs TO-3-Transistoren befeuert.

[Bild: RA157.jpg]

Hier eine der Endstufen aus der Nähe.

[Bild: IGpQl.jpg]

So sieht er von aussen aus. Damit man die riesigen Abmessungen wirklich begreift, habe ich zum Vergleich mal ein „normales“ 43 cm Gerät (hier ein Luxman C-02) mal oben drauf gestellt.

[Bild: Es5Db.jpg]

Wahnsinn, oder?

[Bild: SI5f7.jpg]

Hier die Front, auf der sich diverse Schalter, Potis und Anzeigen unterbringen lassen – weil so viel Platz ist.

Die linke Seite mit den lustigen Leistungsanzeigen, die nicht als länger werdende LED-Kette angelegt ist, sondern eine über die Skala hüpfende LED mit „Begleitung“ davor und dahinter. Sieht echt witzig aus. Hier in groß:

[Bild: 5j2tx.jpg]

[Bild: qCOLW.jpg]

Am anderen Ende des Gerätes findet man herkömmliche Anzeigen für Feldstärke und Mitte.

[Bild: 3nn3X.jpg]

Auch von hinten ist zu erkennen, wie groß das Gerät ist – immerhin knapp 54 cm tief.

Das zweite Gerät der Superlative von Werner ist eine Bandmaschine von Technics namens SR-10A02. Es handelt sich dabei um eine semiprofessionelle 2 Spur Maschine mit zwei Gummiandruckrollen, Omega-Bandführung mit drei Tonköpfen und einem zusätzlichen 4-Spur-Wiedergabekopf. Und alles direktangetrieben. So ein Antrieb ist schon absolut selten.

[Bild: 10A02_04.jpg]

Hier aus einem Werbeprospekt. Das ist die dickste Capstan-Welle, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

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Schon eine eindrucksvolle Maschine mit den Bandgeschwindigkeiten 9,5 / 19 und 38 cm pro Sekunde.

[Bild: o5x1m.jpg]

Die VU-Meter und der Tonkopfträger mit dem Umschalter 2/4-Spur – aber nur Wiedergabe.

[Bild: LYvi4.jpg]

Robust und solide wie der Felsen von Gibraltar!

[Bild: lGjEl.jpg]

Extrem leichtgängige und sehr fingerfreundliche Tipptasten.

[Bild: jkdvk.jpg]

Alle Ein- und Ausgänge sind in Cinch und XLR vorhanden, die Cinch sogar doppelt!

Mensch Werner – das sind schon immer Sensationen, die da von Dir kommen!
Jetzt kannst Du sie wieder abholen. Sind knapp 80 kg zusammen!

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