Technics SU-10000

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Von unserem Forumsmitglied Werner wurde nun ein äußerst interessanter und noch viel seltener Vorverstärker fertig, der von Technics und aus dem Jahr 1972 stammt und von so hoher Fertigungsqualität ist, dass mir im Vergleich nur die Exclusiv-Geräte von Pioneer einfallen. Die waren so teuer (umgerechnet etwa 10.000,- DM für einen Vorverstärker), dass sie nur in einer arg limitierten Serie hergestellt wurden, vermutlich im dreistelligen Stückzahl-Bereich. Für einen Vorverstärker sind 14 kg so viel, dass man daran schon ermessen kann, mit welchem Aufwand und in welcher Qualität hier gefertigt wurde. Dieses Gerät gab es meines Wissens nur in der japanischen 100V-Version.

Der Voverstärker hatte keinen Defekt, er bekam nur eine akribische Reinigung aller Schalter und Potis, sowie es Gehäuses innen und aussen, sowie eine Neulackierung des Deckels.

[Bild: P90KR.jpg]

Hier ein Blick von oben in das offene Gerät. Das Chassis besteht aus Edelstahl, das Netzteil ist nochmals mit einem Blechgehäuse geschirmt. Potis, Schalter und Platinenmaterial sind wirklich in allerbester Laborqualität gehalten. Hochwertig ist ein zu geringer Begriff.

[Bild: FH8uR.jpg]

Auch von unten – ein technischer Leckerbissen!

[Bild: IT8sC.jpg]

Nochmal von oben, da gibt es noch eine Blechabdeckung – auf dem oberen Foto fehlt diese.

[Bild: xvwiE.jpg]

Die ultradicke Front, ein 5 mm Strangprofil plus 12mm breite Vollalukanten – wiegt allein schon 2-3 kg. Dabei sehr übersichtlich und zeitlos gestaltet. Jeder Knopf ist mit Schrauben befestigt.

[Bild: tMJ1g.jpg]

Das ist ein absoluter Knüller: oben gibt es eine Klappe quer über das gesamte Gerät, unter der sich Anzeigen befinden, die zeigen, wie die an der Rückseite befindlichen Schalter für Impedanz und Empfindlichkeit der beiden Phonoeigänge eingestellt sind. Einfach göttlich gemacht!

[Bild: gGJ3D.jpg]

Hier kann man sowohl die neulackierte Blechabdeckung als auch die schicken Holzseitenteile bewundern.

[Bild: OAxG8.jpg]

Das Holz aus der Nähe, es handelt sich um Vollholz, also nicht furniert, in der Mitte ca. 20mm stark! Oben rechts in der Ecke sieht man einen Knopf und eine Schraube, die gibt es auf der anderen Seite auch. Die Schraube bedient einen Riegel, der das Blech festhält. Sind beide Riegel offen, kann amn auf die beiden Knöpfe drücken und dann den Deckel aufklappen, wie bei einem Auto die Motorhaube. Einmalig!

[Bild: fTGFS.jpg]

Dafür ist der Deckel, der in plasticcolor 990 lackiert wurde, extra mit Schanieren hinten angeschlagen.

[Bild: 5o6N5.jpg]

Auch von hinten lässt dieses Gerät keine Wünsche offen.

Seid Euch im Klaren darüber, dass man dieses Gerät nie wieder irgendwo mal wieder sehen wird. Außer bei Audio-Database ist auch im Netz nichts über diese Spitzenanlage zu finden. Kleiner Hoffnungsschimmer: die dazu gehörende Endstufe SE-10000 ist auch hier bei uns – und es gibt nach Fertigstellung auch einen Bericht dazu. Leider kann das noch etwas dauern, weil einen Schaltplan dazu gibt es weltweit nicht – Werner hat stattdessen noch eine zweite solche Endstufe aufgetrieben, an der wir uns dann durch Vergleich orientieren können. So kann es dann klappen…

Selten war ich so stark beeindruckt von einer Geräteserie!

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