Toshiba SA-7100 & JVC 4VR-5414

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Zum Wochenende stelle ich Euch noch zwei Receiver vor – den ersten hat Lennart aufgearbeitet, den zweiten ich.

Zunächst der Toshiba SA-7100 von 1978, er war der größte in der Familie mit satten 2 mal 110 Watt sinus an 8 Ohm und 20 kg Gewicht.
Ein völliger underdog, der optisch den Pioneer SX-XX50 nicht unähnlich ist, ihnen aber diese wundervolle Klappe voraus hat.

Lennart hat ihn wunderbar wieder hinbekommen, ein optischer Leckerbissen und selten obendrein.

[Bild: Toshiba_SA_7100_01_85435_Erding.jpg]

Blick von oben in das offene Gerät, links oben die kräftigen Endstufen, darunter die beiden Trafos.

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Dieses Exemplar ist eine Europa-Version mit einem Blechdeckel, statt des Holzgehäuses der us-amerikanischen Version.

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Die riesige Front ist mit vier Instrumenten (2 mal Power, Signal- und Mittenanzeige) ausgestattet. In noblem, zurückhaltendem silber.
Dazu hat sich Toshiba einen stilistischen Trick einfallen lassen: das Gerät wird durch eine Sicke in der Front in einen Tuner (oben) und einen Verstärker (unten) geteilt – nettes Gimmick.

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Hinter der mit einem einstellbaren (!) Dämpfer öffnenden Klappe, verbergen sich die nicht so häufig benutzen Bedienelemente.

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Hier finden sich abschaltbare Klangsteller, Filter, Balancepoti und Monoschalter, sowie Schalter für drei anschließbare Lautsprecherpaare!

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Hier die vier hübschen Anzeigeinstrumente.

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Links und rechts der Skala gibt es etliche Anzeigelampen.

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Auf der rechten Seite sind alle Eingänge steuerbar: 2 mal Phono, 2 mal Tape, Tuner, Aux sowie ein einschleifbarer Equalizer-Anschluss. Darüber findet man AudioMuting-Schalter, die eine dreistufige Abschwächung in 10 dB-Schritten erlaubt bis zu -30 dB!

[Bild: Toshiba_SA_7100_011_85435_Erding.jpg]

Abschließend noch ein Blick auf die Rückseite – ein seltener und wertiger Receiver, auf den der Bewahrer stolz sein darf.

Der von mir bearbeitete JVC 4VR-5414 stammt aus der Quadro-Ära von etwa 1973/74 mit 2 mal 15 Watt sinus an 8 Ohm, oder zweimal 60 Watt Musik in Brückenschaltung mit 12,7 kg. Die JVC’s waren schon immer optisch stark abweichend vom Üblichen. DSo auch dieser hier.

Defekt war eine Frontendstufe, die jemand mehr als dilettantisch versucht hatte zu reparieren. Sie spielte tatsächlich, aber nur wenige Stunden – natürlich direkt nach dem Verkauf über ebay. So lieben wir das. Der „Reparateur“ hatte die Endstufentransistoren nicht einmal auf den Kühlkörper geschraubt, das konnte ja nicht gut gehen. Nachdem diese instandgesetzt war, musste noch das Relais erneuert werden, der Tuner komplett neu abgeglichen werden und die Beleuchtung weitgehend erneuert werden. Dann noch ein neues Netzkabel und die Amisteckdosen hinten tot legen und dann lief der wieder wie neu.

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So schaut der Receiver von innen aus.

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So von aussen im Holzgehäuse (leider nur foliert).

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Die Front ganz in schwarz mit silbernen Akzenten, rechts der für JVC typische Equalizer.

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Grüne Skala mit nur einem Instrument (Feldstärke) und roter Stereoanzeige, sowie einer orange gehaltenen 2/4-Kanal-Anzeige.

[Bild: JVC_4_VR_5414_07_73054_Eislingen.jpg]

Interessant ist der Skalenzeiger, der zwei Lämpchen vorweisen kann. Hat man den Sender korrekt eingestellt, wechselt die Anzeige im Zeiger auf rot (oben), zwischen den Sendern leuchtet der Zeiger weiss (unten). Damit wird die übliche Mittenanzeige ersetzt.

[Bild: JVC_4_VR_5414_08_73054_Eislingen.jpg]

Hier nochmal der 5fach-Equalizer aus der Nähe, der nur für die Frontkanäle arbeitet. Für hinten gíbt es nur Bass- und Höhensteller.

[Bild: JVC_4_VR_5414_09_73054_Eislingen.jpg]

[Bild: JVC_4_VR_5414_011_73054_Eislingen.jpg]

Auch hier der abschließende Blick auf die Rückseite. Allzu häufig dürften die JVC’s auch nicht sein, weshalb es sich durchaus lohnt, so ein seltenes Schätzchen zu bewahren. Der hier funktioniert wieder hervorragend und sieht noch sehr gut aus.

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