Yamaha C-2

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Im Jahre 1976 stellte Yamaha ein sogenanntes „Bausteinprogramm“ vor, welches zwei Vorverstärker, zwei Endverstärker, einen Vollverstärker und zwei Tuner umfasste.  Diese hießen C1 und 2, B-1 und 2, A-1 und T-1 und 2. Alle diese Geräte wurden (fast) nur in schwarz angeboten – jedenfalls hierzulande. Mit dem Erscheinen dieser Geräte stieg Yamaha endgültig in die Spitzengruppe der Hifi-Anbieter auf. Diese Gerätereihe war nicht nur technisch und preislich in der absoluten Spitzenklasse angesiedelt, sondern trug auch die eindeutige optische Gestaltung der Marke Yamaha zur Schau, die sich von anderen Marken abhob.

Der hier vorgestellte Vorverstärker C-2 ist zwar nicht der größte in der Baureihe, diese Position übernimmt der extrem seltene C-1, übertrifft jenen aber in allen technischen Daten deutlich. Dieser Vorverstärker verfügt über exzellente Phono-Vorstufen (MM und MC), weshalb sie auch heute noch gesuchte und teuer gehandelte Sammlerstücke sind. Der Neupreis damals lag bei stolzen 1.898,- DM (zum Vergleich: ein VW Golf kostete 1978 rund 7.500 DM).

Dieses Exemplar gab keinen Mucks mehr von sich, was daran lag, dass ein Reed-Relais eine durchgebrannte Spule hatte und somit keinen Ton mehr an den Ausgang lieferte. Nachdem dieser Defekt durch eine Erneuerung des Relais beseitigt war, stellte sich heraus, dass hier eine umfassende Schalter- und Poti-Kur angesagt war.

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Lautstärke und Balance-Poti bei der Bearbeitung, links Balance, rechts Lautstärke – alles auf einer Achse bedienbar.

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Dieser Schleifer für die Signalrückführung verursacht das gefürchtete Kratzen bei der Betätigung, wenn er korrodiert ist.

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Auch die Schalter benötigten Zuwendung – hier vor der Reinigung…

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…und hier danach.

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Das ist einer von acht (!) Klangstellern, je vier für Bässe und Höhen, ebenfalls vor der Behandlung. Man beachte den Ring am rechten Kunststoffteil – dort wird das Signal zurückgeführt – er ist total korrodiert.

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Hier dasselbe Poti nach der Bearbeitung, der Ring wird mit Kontaktfett versiegelt, damit dieser Zustand möglichst lange so bleibt.

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Die Drehschalter wurden ebenso behandelt, rechts vorher, links nachher.

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So schaut der Vorverstärker im Ganzen aus (von oben! – die Platinen hängen hier über Kopf im Gerät) – alles sorgfältig nachgelötet.

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Das ist die Phonovorstufe, die extra nochmals abgeschirmt ist ( Abschirmblech nicht im Bild).

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Das sind die Bass- und Höhen-Steller.

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Das der Lautstärke- und Balance-Steller im eingebauten Zustand.

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xHier das Abschirmblech der Phonovorstufe.

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So sieht das komplett aus.

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…und das ist das ganze Gerät – eine klassisch schlichte Form im dicken Alustranggehäuse

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Einzige Anzeige außen ist die Power-on-LED.

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Yamahas „berühmte“ Knebelknöpfe, die auch heute wieder an den aktuellen Geräten zu finden sind.

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Der Eingangswahlschalter, daneben Muting und das große sechsfach-Poti rechts.

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Hinten finden sich äußerst stabile Cinchbuchsen und Erdungsklemmen. Das Gerät besitzt tatsächlich drei Phonoeingänge!

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Der korrekte japanische Name von Yamaha lautet Nippon Gakki, was auf deutsch „japanische Musikinstrumente“ bedeutet. Stimmt: Yamaha ist der größte Musikinstrumentenhersteller der Welt, aber durchaus auch auf anderen Gebieten tätig.

Ein Kommentar für “Yamaha C-2

  1. Liebes good old hifi Team,
    ihr habt meinem C2 wieder Leben eingehaucht 😉
    Vielen Dank dafür. Man merkt an vielen kleinen Details, dass bei Euch mit viel Liebe und Fachkenntnis an´s Werk gegangen wird – das erklärt auch die lange Wartezeit.
    Meine Endstufe werde ich Euch demnächst auch mal zur Überarbeitung überlassen 🙂
    Grüße aus dem Münsterland

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