Yamaha C-2x ein Vorverstärker der Superlative

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1985 brachte der renommierte Hersteller den Nachfolger C-2x für den zuvor  erfolgreichen Vorverstärker C-2A auf den Markt, der seinerseits den C-2 von 1976 abgelöst hatte. So hatte Yamaha stets hochwertige Endstufen und Vorverstärker im Programm, die sich auch heute noch bei Liebhabern großen Zuspruchs erfreuen. Die dazugehörende Endstufe hieß B-2x. In einem Vergleichsttest von Hifi-Vision von 1986 ging der C-2x als Sieger hervor, gegen so hochwertige Mitstreiter wie Adcom GFP-1A, Audiolabor Rein, Canton EC-P1, Nakamichi CA-5E, Onkyo P-200, Revox B 252, Tandberg TCA 3008A und Yamaha C-2x.

Das Gerät verfügt über zwei Phono- und fünf Hochpegel-Eingänge, wobei man im Phonobereich so ziemlich alles problemlos anschließen kann, was der Markt an Tonabnehmern hergab. Zudem ist dieser Vorverstärker mit hochwertigsten Bauteilen bestückt, wie z.B. große Folienkondensatoren. Auch die Netzteile sind völlig überdimensioniert, was sich ja bekanntermaßen auch meist klanglich positiv auswirkt.


Nach dem Entfernen der Bodenplatte schaut man in den sehr sauber aufgebauten Vorverstärker. Es fallen, nicht nur wegen der auffälligen roten Farbe, sofort die vielen Siebelkos (jeweils 4.700µF) in den Netzteilen ins Auge, die getrennt für die Phonosektion und die Line-Sektion ausgeführt sind. Die eigentlichen Verstärkergruppen sind unter blauen Kunststoffabdeckungen verborgen.

Der gesamte Vorverstärker ist in das massive Aluminium-Gehäuse eingeschraubt, nach Lösen des Steckers für die Power-LED in der Frontplatte kann man den gesamten Vorverstärker aus dem Gehäuse herausziehen. Die Knöpfe müssen allerdings auch zuvor demontiert werden.

Dann liegt das gesamte Gerät vor einem und man kommt überall gut heran.

Hier die überaus aufwändige Phono-Abteilung für MM und MC (links unter dem großen blauen Deckel).

Nach Abnehmen dieses Deckels wird der Phono-Voverstärker sichtbar, auch hier nur hochwertigste Bauteile.

Ursache für die vom Besitzer festgestellten kanalweisen Signalaussetzer waren vermutlich die Wahlschalter, die ausgebaut und gereinigt wurden. Feststellen konnten wir jedoch keine Aussetzer.

Hier schon wieder blitzblank.

Nach dem die Schalter wieder eingelötet waren, wurden die Platinen gründlich gereinigt. Man muss schließlich nicht gleich sehen, dass da gelötet wurde.

Es wurden auf der gesamten Platine alle verdächtigen und kalten Lötstellen nachgelötet.

Hier bei der Montage der Knöpfe, die (bis auf die Kippschalter) alle massiv aus Metall gefertigt sind und mit mindestens einer Madenschraube befestigt sind.

Nun ist wieder alles an seinem Platz.

Hier mal einige der großen Folienkondensatoren aus der Nähe.

Von aussen ist die gesamte Vorverstärkerserie C-2 sehr schlicht gestaltet, aber immer überragend ausgestattet und verarbeitet.

Hier die Front mit den übersichtlich angeordneten Bedienelementen.

Bass- und Höhen-Potis, neben dem Kopfhöreranschluss.

Dann folgen Subsonic-Filter und Mono-Schalter, daneben ein REC-Out-Selector und dann…

…der Eingangswahlschalter. Daneben findet man den Phono-Selector, mit dem man nicht nur zwischen Phono1 und 2 wechseln kann, sondern auch zwischen etlichen Impedanzen und Kapazitäten asuwählen kann. Dadurch kann jedes System ordentlich angepasst werden.

Hinten findet sich noch ein Pegelumschalter für Phono (high oder low), durch einen roten runden Knopf umzuschalten.

Alle Cinchbuchsen und Masseklemmen sind wirklich sehr stabil und robust gebaut.

Es gibt auch zwei Vorverstärkerausgänge, so dass man auch im Mehrkanalbetrieb arbeiten kann.

Insgesamt ein selten anzutreffender und sehr hochwertiger Vorverstärker, der noch ein sehr langes Leben vor sich haben dürfte!

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